Preisentwicklung Heizöl

14. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 64.39 $ Crude (WTI): 60.86 $ Gasoil: 514.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9195 Rheinfracht: 14.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Optimistische OPEC und API Bestandsdaten – Ölfutures mit Aufwärtstendenz

Nach wie vor handeln die Ölbörsen in einer engen Spanne, da die Marktteilnehmer unsicher sind, in welche Richtung die Reise geht. Das Damoklesschwert Corona war zuletzt wieder deutlicher ins Bewusstsein zurückgekehrt, nachdem in Ländern wie Indien die Fallzahlen explodierten und wieder neue strikte Lockdowns verhängt wurden. Dem entgegen steht allerdings die gute wirtschaftliche Erholung in Volkswirtschaften wie den USA oder China.
Der aktuelle Monatsbericht der OPEC, welcher gestern veröffentlicht wurde, hat nun offenbar für leichten Optimismus bei den Marktteilnehmern gesorgt, auch wenn der für das zweite Quartal mit einer geringeren Nachfrage rechnet als noch im Vormonat. Die Organisation hat ihren längerfristigen Ausblick zur Nachfrageerholung aber erneut nach oben korrigiert.
Sollte sich die globale Ölnachfrage also nicht schnell genug erholen, könnte ein Überangebot für neue Preisrutsche sorgen. Die Unterbrechung der Markteinführung des Impfstoffs von Johnson & Johnson in Europa ist dabei eine weitere Hiobsbotschaft, da sie die ohnehin nur sehr langsam vorankommenden Impfkampagnen weiter ausbremsen dürfte.
Die Marktteilnehmer warten heute noch auf den Monatsreport der IEA, der am Vormittag erwartet wird und die aktuelle Runde der monatlichen Ölmarktberichte abschließt.
Bei den Preisen zeichnen sich damit Veränderungen nach oben im Vergleich zu gestern ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

13. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.60 $     Crude (WTI): 59.95 $     Gasoil: 510.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9240 Rheinfracht: 14.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölmarkt unentschlossen - Ölfutures handeln in enger Spanne

Seit Anfang des Monats verharren die Ölfutures in einer relativ engen Handelsspanne, während die Marktteilnehmer versuchen zu beurteilen, in welche Richtung die Reise gehen wird. Während die allgegenwärtigen Corona-Sorgen auch in dieser Woche wieder zu großer Unsicherheit in Sachen Nachfrageentwicklung führen, wachsen gleichzeitig die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Dennoch brennt den Marktteilnehmern aktuell eher die Nachfrageseite unter den Nägeln, da sich hier ein uneinheitliches Bild zeigt. Während in Ländern wie den USA oder Großbritannien die Impfkampagnen so schnell voranschreiten, dass erste Lockerungen möglich sind, sieht es anderswo längst nicht so rosig aus. Die notorisch langsam voranschreitenden Impfkampagnen in Europa sind dabei genauso ein Problem wie die explodierenden Fallzahlen in Indien. Hier wurden inzwischen wieder die ersten neuen Lockdowns verhängt.
Es ist der US-Optimismus, der dem Ölmarkt hilft. Die Entwicklungen in anderen Teilen der Welt scheint sich nicht in die gleiche Richtung zu bewegen, wobei bevölkerungsreiche Länder wie Indien und Brasilien offenbar tiefer in Schwierigkeiten stecken als je zuvor.
Die Händler nehmen deshalb im Moment eine abwartende Haltung ein und das ist der Grund, warum wir zurzeit diese Seitwärtsbewegung erleben.
Bei den Preisen zeichnen sich moderate Preisaufschläge zu gestern ab.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral
 
 

12. April 2021
  
Rohöl/Barrel: Brent: 62.77 $     Crude (WTI): 59.18 $     Gasoil: 505.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9265 Rheinfracht: 14.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures zum Wochenstart weicher

Die Volatilität an den Ölbörsen ging in den vergangenen Tagen deutlich zurück. Nachdem feststand, dass die OPEC+ ihre Produktionskürzungen ab Mai weiter lockern würde, war ein Faktor, über den sich kurz zuvor noch spekulieren ließ, zumindest vorübergehend geklärt.
Der Fokus der Marktteilnehmer liegt nun auf der kurzfristigen Entwicklung der Nachfrage. Hier bleibt Indien weiterhin ein Sorgenkind. Auch heute wurde wieder ein Rekord bei der Anzahl der Corona-Neuinfektionen in Indien gemeldet, und mittlerweile hat die Regierung sogar den Export einiger Impfstoffe verboten. In Europa gelten in vielen Ländern weiterhin strenge Einschränkungen zur Eindämmung von Covid19.
Längerfristig betrachtet, sind sich die meisten Marktteilnehmer jedoch sicher, dass es zu einer beträchtlichen Erholung der Nachfrage kommen wird.
Mittel-bis langfristig bleibt auf der Angebotsseite das Atomabkommen mit dem Iran Thema. Nachdem die Sondierungsgespräche in Wien über eine Rückkehr zum Abkommen vergangene Woche einen positiven Auftakt gemacht haben, besteht weiterhin die Möglichkeit, dass der Iran seine Produktion wieder nennenswert steigern kann, sollten die USA die Sanktionen gegen die Islamische Republik im Falle einer Rückkehr zum Atomabkommen aufheben.
Bei den Preisen zeichnen sich derzeit jedoch keine größeren Veränderungen ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

09. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.04 $     Crude (WTI): 59.52 $     Gasoil: 503.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9252 Rheinfracht: 14.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

GD7 erweist sich als hartnäckiger Widerstand

Nach der leichten Abwärtskorrektur, die an den Ölbörsen auf den Anstieg auf neue Langzeithochs (am 8. März) folgte, scheinen sich die Ölfutures seit der letzten Märzwoche in einem Seitwärtstrend zu stabilisieren, der bei Brent eine Preisspanne von etwa 60 bis 65 Dollar aufwies.
Während man sich am Markt insgesamt offenbar einig ist, dass sich die Nachfrage im zweiten Halbjahr deutlich erholen wird, tut man sich derzeit schwer damit, den kurz-bis mittelfristigen Ausblick einzuschätzen. „
Die jüngste Stabilisierung der Preise ruft mittlerweile jedoch wieder passive Anleger auf den Plan, was dazu führe, dass die Backwardation-Konstellation – bei der Futures mit prompter Lieferung teurer sind als solche mit Lieferung zu einem späteren Zeitpunkt – wieder etwas zunehme.
Unterdessen werden die Marktteilnehmer heute erneut die Sondierungsgespräche für eine Rückkehr zum Atomabkommen mit dem Iran von 2015 im Auge behalten. Diese werden heute in Wien fortgeführt wobei man verlauten ließ, man verhandle „die Aufhebung der Sanktionen auf einen Schlag“, was die Verhandlungen vermutlich nicht gerade vorantreiben dürfte
Die Ölfutures kommen derzeit von ihren bisherigen Tageshochs zurück, nachdem sie im Bereich der Vortagesschlusswerte in den Tag gestartet waren, sodass sich bei den Preisen derzeit keine größeren Veränderungen abzeichnen.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

08. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 62.53 $     Crude (WTI): 59.14 $     Gasoil: 499.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9291 Rheinfracht: 14.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten knapp unterhalb des GD7

Die Marktteilnehmer nahmen die Bestandsdaten des DOE gestern mit gemischten Gefühlen auf. Vor allem die Tatsache, dass die Benzinbestände in der vergangenen Woche stark anstiegen, ließ den bullishen Effekt der erneuten Abbauten bei den Rohölvorräten verblassen, zumal die Nachfrage nach Benzin auf Wochensicht leicht sank.
Der 4-Wochen-Durchschnitt der US-Benzinnachfrage deutet jedoch immer noch auf eine Erholung der Nachfrage hin und erreichte in der Woche zum 2. April den höchsten Stand seit September. Für eine gute Entwicklung der US-Nachfrage sprechen auch Daten zur Mobilität in den USA für die vergangene Woche.
Was die Nachfrage in anderen Regionen angeht, herrscht da jedoch weiterhin Unsicherheit. Während in einigen EU-Ländern weiterhin Lockdown-Maßnahmen gelten und auch immer noch über Verschärfungen dieser Maßnahmen diskutiert wird, stieg die Anzahl der Neuinfektionen in Indien zuletzt auf ein neues Rekordhoch. Dies dürfte die Befürchtungen bekräftigen, dass der Nachfrage des drittgrößten Ölkonsumenten der Welt durch neue Eindämmungsmaßnahmen wieder ein Dämpfer versetzt werden könnte.
Nachdem sich die Ölfutures am Mittwochabend wieder von ihren Verlusten erholt haben, notieren sie heute Morgen in etwa auf dem Niveau von gestern Nacht, weswegen sich bei den Preisen leichtes Aufwärtspotenzial zu gestern abzeichnet.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

07. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 62.84 $     Crude (WTI): 59.44 $     Gasoil: 499.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9309 Rheinfracht: 14.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures an ICE und NYMEX weiter in enger Spanne

Die OPEC+ kontrolliert weiter das Ölangebot und kann den Markt offenbar vor einer deutlichen Überversorgung bewahren, auch wenn man die Förderung ab Mai anheben wird. Darauf deutet zumindest der aktuelle hin, der die Marktlage für 2021 knapper als beim letzten Bericht einstuft.
Blickt man auf die Nachfrageentwicklung, die entscheidend für die langfristige Entwicklung und das Gleichgewicht am Ölmarkt ist, sind die Zahlen noch nicht ganz eindeutig.
Mit Blick auf die Infektionszahlen in Europa und Indien verbleibt also noch viel Unsicherheit im Markt die sich auch in der engen Spanne der letzten Wochen widerspiegelt. Ganz offensichtlich ist der Markt in einer Konsolidierungsphase, in der der der nächste große Richtungsimpuls abgewartet wird, der eine Rechtfertigung für Wetten auf steigende oder fallende Preise bietet.
Mit Spannung werden auch die Verhandlungen zum iranischen Atomprogramm verfolgt. Von einer Einigung und einem neuen Abkommen ist man zwar noch weit entfernt. Die iranische Regierung hat durchaus ein nachvollziehbares Interesse einen Deal zu erreichen.
Welche Richtung der Markt als nächstes einschlägt ist zumindest fundamental schwer abzusehen, gibt es hier doch durchaus Argumente in beide Richtungen. Für heute deuten sich zunächst leichte Abwärtspotenziale bei den Preisen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

06. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 62.69 $     Crude (WTI): 59.26 $     Gasoil: 498.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9371 Rheinfracht: 14.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ steigert Produktion um über 2 Mio. B/T – USA sondieren Iran-Deal

Nachdem die Katze nun endlich aus dem Sack ist und die OPEC+ Gruppe ihre Produktion ab Mai anheben wird, reagierten die Ölbörsen zunächst einmal überraschend bullish auf die Nachricht. Viele Marktteilnehmer gingen eigentlich davon aus, dass das Kartell keine größeren Lockerungen bekannt geben wird und ihre Kürzungen im Mai und eventuell auch Juni noch nahezu unverändert beibehalten wird.
Der Tenor am Markt ist damit zusammenfassend, dass die Maßnahmen der OPEC+ Gruppe zwar bearish sind, der Einfluss generell allerdings gering ist, da man weiter mit einer Erholung der Ölnachfrage rechnet. Für Probleme könnten allerdings die EU und auch Indien sorgen, wo die Infektionszahlen in den letzten Tagen und Wochen rasant zunehmen und neue Lockdowns drohen.
Zusätzlich ist auch mit einem Auge die beginnenden Sondierungen in der Iran-Frage zu beobachten, denn hier könnten schließlich auch größere Mengen an den Markt zurückkehren, sollte ein neues Atomabkommen geschlossen werden können. Doch hier ist im besten Fall sicherlich noch mit einigen Monaten zu rechnen.
Unterm Strich schätzen wir die fundamentale Marktlage leicht bearish ein, auch wenn die steigenden Infektionen in Indien und Europa Grund zur Sorge bleiben. Bei den Preisen zeichnet sich im Vergleich zur vergangener Woche dennoch Abwärtspotenziale ab.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

01. April 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.36 $     Crude (WTI): 59.80 $     Gasoil: 497.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9453 Rheinfracht: 14.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise geben vor OPEC+ Meeting nach – Lockdown-Maßnahmen belasten

Die gestrigen Zahlen des DOE werden generell als bullish gesehen, schließlich kam es zu den ersten Abbauten bei den landesweiten Rohölbeständen in sechs Wochen. Die einhellige Meinung am Markt sei, dass sich Benzinnachfrage stark entwickle, während der Bedarf nach Kerosin ein Nachzügler sein wird.
Auf der anderen Seite macht Europa weiter große Sorgen und die Nachrichten aus Frankreich sind sehr Besorgnis erregend für den Ölmarkt.
Von daher wird es wohl keine umfangreichen Lockerungen geben, wobei die Laufzeit des Beschlusses sicherlich auch ein interessanter Faktor sein wird. Saudi-Arabien sprach sich zuletzt für eine Beibehaltung der aktuellen Kürzungen bis einschließlich Juni aus. Mit der momentanen Dynamik der Corona-Infektionen und Lockdowns in Europa ist eine Verlängerung bis zunächst Ende Mai aus unserer Sicht die wahrscheinlichere Variante.
Der Ausgang des OPEC+ Meetings wird heute das Potenzial haben den Markt auf die eine oder andere Weise zu überraschen. Trader werden sich daher wohl generell zurückhalten und ein gewisses Maß an Nervosität zeigen, sodass Meldungen und Gerüchte das Potenzial für deutliche Kursbewegungen besitzen. Bei den Preisen deuten sich momentan Abwärtskorrekturen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

31. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 64.62 $     Crude (WTI): 61.02 $     Gasoil: 508.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9436 Rheinfracht: 14.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ wird Kürzungen wohl beibehalten – Ölnachfrageprognose nach unten korrigiert

Der Schiffsverkehr im Suezkanal beginnt sich zu normalisieren, womit einige Long-Positionen und Absicherungskäufe aufgelöst werden. Das belastet den Markt leicht, wenngleich ein starker Preisrutsch deshalb nicht zu erwarten ist. Nun, nachdem dieser Faktor vom Markt ist, schaut man vermehrt auf den US-Dollar und die zunehmenden Covid-19 Infektionen.
Der Dollar erlebt momentan eine extrem starke Phase und setzt andere Währungen zusehends unter Druck. Zusammen mit den steigenden Infektionszahlen wirft dies mehr Fragen als Antworten darüber auf, wie schnell sich die weltweite Nachfrage erholen wird.
Darauf verweist auch die OPEC bei ihrem gestrigen JTC Meeting und hat als Ergebnis der aktuellen Pandemie-Entwicklung ihre bisherigen Ölnachfrageprognosen nach unten korrigiert. Die meisten Analysten erwarten, dass die Produzentengruppe ihre Kürzungen wohl nur unwesentlich lockern und im Großen und Ganzen fortführen werden.
Die fundamentalen Kräfte am Markt neutralisieren sich aktuell, nachdem die API Zahlen keinen klaren Richtungsimpuls geben konnten, der Suezkanal wieder geöffnet hat und die OPEC+ Gruppe einen offenbar eine Fortführung der aktuellen Kürzungen befürwortet. Unterm Strich deuten sich bei den Preisen heute Morgen nur kleinere Veränderungen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

30. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 64.70 $     Crude (WTI): 61.29 $     Gasoil: 508.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9397 Rheinfracht: 13.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+-Sitzung rückt in den Fokus

Die Handelsspannen an den Ölbörsen blieben am gestrigen Montag verhältnismäßig eng, was dafür spricht, dass die Marktteilnehmer angesichts des nahenden OPEC+-Meetings ihre Risikopositionen zu minimieren, um nicht auf falschem Fuss erwischt zu werden. Schließlich hatte das Produzentenbündnis schon bei der letzten Sitzung Anfang März viele mit der Beibehaltung der bisherigen Produktionskürzungen überrascht. Einzig Russland und Kasachstan wurde erneut eine leichte Anhebung ihrer Fördermengen gewährt.
Während in Großbritannien am gestrigen Montag die restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung von Covid19 zwar etwas gelockert wurden, wurden sie in den vergangenen Wochen jedoch in zahlreichen europäischen Ländern jedoch wieder verschärft beziehungsweise verlängert. Und auch in einigen Ländern außerhalb Europas nahm die Anzahl der Neuinfektionszahlen zuletzt wieder stark zu. In der Folge gehen viele Marktteilnehmer mittlerweile davon aus, dass die OPEC+ am kommenden Donnerstag beschließen wird, im Mai noch einmal auf eine Anhebung der Produktion zu verzichten.
Laut Experten ist eine Beibehaltung der Kürzungen am Markt jedoch bereits größtenteils eingepreist. Darüber hinaus ist die Blockade des Suez-Kanals mittlerweile gelöst, wodurch ein weiterer Faktor wegfällt, der die Preise zumindest kurzfristig etwas gestützt hatte.
Daher ist bei den Preisen rein rechnerisch noch leichtes Aufwärtspotenzial vorhanden.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

29. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.55 $     Crude (WTI): 59.75 $     Gasoil: 504.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9399 Rheinfracht: 13.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures zum Wochenstart weicher - Ever Given wieder flottgemacht

In der vergangenen Woche hatte die Havarie des Container-Schiffs Ever Given im Suez-Kanal und die daraus resultierende Sperrung des Schiffsverkehrs durch den Kanal, die Aufmerksamkeit der Händler zeitweise in Beschlag genommen. Nun da die Blockade gelöst werden konnte, wird sich der Fokus wieder auf die Entwicklung der Nachfrage und auf die Produktionspolitik der OPEC+-richten.
In vielen Ländern der EU wurden zuletzt die restriktiven Maßnahmen zur Eindämmung von Covid19 wieder verschärft, nachdem die Infektionszahlen wieder zugenommen hatten. Die Marktteilnehmer rechnen damit, dass die europäische Ölnachfrage somit auch weiterhin schwach bleiben wird.
Zu diesen Sorgen kommt jetzt nun auch noch die Aussicht auf erneute restriktive Maßnahmen in Teilen Indiens hinzu, nachdem die Anzahl der Neuinfektionen dort am Sonntag so stark gestiegen war wie noch nie über einen Zeitraum von 24 Stunden. Indien ist der drittgrößte Ölkonsument der Welt und kommt es in weiten Teilen des Landes wieder zu verschärften restriktiven Maßnahmen oder gar einem kompletten Lockdown, würde dies den Nachfrageausblick deutlich trüben.
Auf Angebotsseite werden die Marktteilnehmer allerdings auch die geopolitischen Aspekte im Auge behalten.
Bei den Preisen zeichnet sich heute noch leichtes Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

26. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 62.97 $     Crude (WTI): 59.67 $     Gasoil: 498.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9404 Rheinfracht: 13.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Corona-Nachfragesorgen und Stau am Suez-Kanal – Ölfutures bleiben volatil

Die Volatilität an den Ölbörsen bleibt bestehen, während die Marktteilnehmer abzuwägen scheinen, was mehr ins Gewicht fällt: Die bullishe Gefahr einer wochenlangen Blockade des Suez-Kanals oder steigende Infektionszahlen und neuen Corona-Lockdowns sowie die damit einhergehende wacklige Nachfrageerholung in Europa und anderen Teilen der Welt.
Aber die Realität ist, dass heutzutage gar nicht mehr so viel Öl aus dem Nahen Osten durch den Kanal transportiert wird. Außerdem gäbe es zahlreiche Möglichkeiten, den Schaden zu minimieren. Experten sind der Meinung, dass die bearishen Faktoren bezüglich der Nachfrageentwicklung ein mögliches bullishes Risiko überwiegen. Die Impfsituation droht zunehmend die Nachfrageerholung zu beeinträchtigen. Europa tut sich in dieser Hinsicht schwer, mit den USA gleichzuziehen.
Tatsächlich haben in den USA inzwischen schon etwa 40 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten. In der EU sind es gerade einmal 8 Prozent, in Deutschland knapp 14 Prozent.
Trotz der langwierigen Bergung des Tankers im Suez-Kanal bleiben die fundamental bearishen Faktoren am Ölmarkt ausschlaggebend. Bei den Preisen zeichnet sich leichtes Abwärtspotenzial im Vergleich zu gestern früh ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

25. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.78 $     Crude (WTI): 60.42 $     Gasoil: 506.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9363 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Suez-Kanal bleibt blockiert

Aktuell verdrängt der havarierte Tanker im Suez-Kanal ein wenig die Nachfragesorgen der Marktteilnehmer, die sich in den letzten Tagen wieder vermehrt breit gemacht hatten. Die Befürchtung, dass es zu Versorgungsengpässen kommen könnte, sollte die Blockade noch länger bestehen, hat gestern immerhin dafür gesorgt, dass die Verluste des Vortages wieder wettgemacht wurden.
Allerdings dürfte die Volatilität an den Ölmärkten hoch bleiben, denn die Pandemie-Sorgen sind nach wie vor vorhanden. In vielen Ländern steigen die Infektionszahlen weiter an und statt Lockerungen der Beschränkungsmaßnahmen werden vielerorts neue Lockdowns verhängt.
Während der Fokus dabei vor allem auf Europa liegt, gibt es auch wieder steigende Fallzahlen in Ländern wie Indien und Brasilien, also in sich entwickelnden Volkswirtschaften, die für das nachhaltige Wachstum der Ölnachfrage wirklich entscheidend sind.
Angesichts dieser jüngst wieder aufgeflammten Nachfragesorgen und der gefallenen Ölpreise wächst die Erwartung der Marktteilnehmer, dass die OPEC+ ihre Förderquoten ein weiteres Mal unverändert belassen wird. Das Bündnis wird am 1. April zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommen und über die weitere Strategie zur Ölförderung im Mai entscheiden.
Der Druck der allgemeinen Nachfragesorgen bleibt trotz der stützend wirkenden Probleme am Suez-Kanal weiterhin bestehen. Bei den Preisen zeigt sich aufgrund des starken Preisanstieges von gestern Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

24. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 61.61 $     Crude (WTI): 58.52 $     Gasoil: 493.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9359 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rohölbestände erneut gestiegen - Nachfragesorgen setzten Ölfutures unter Druck

Die neuen Nachfragesorgen bereiten den Marktteilnehmern nach wie vor Kopfzerbrechen. Vor allem die vielen neuen Beschränkungsmaßnahmen in Europa, wo ein Ende der Pandemie bisher nicht in Sicht zu sein scheint, belasten die Ölpreise auch heute wieder. Hinzu kommt, dass die Backwardation-Konstellation, in der sich die Futures seit einigen Monaten befunden hatten, sich inzwischen wieder ins Contango gewandelt hat. Allerdings bleiben die meisten Experten doch bei ihrer Meinung, dass die mittel- und langfristigen Nachfrageaussichten bullish bleiben.
Heute werden die Marktteilnehmer zunächst auf neue Nachrichten bezüglich der Blockade am Suez-Kanal warten. Allerdings dürfte sich der Stau recht schnell wieder auflösen, sobald das havarierte Schiff befreit werden konnte. „Wenn man bedenkt, dass etwa 10 Prozent des gesamten Erdölhandels über den Suez-Kanal abgewickelt werden, könnte das eine gewisse Auswirkung haben.
Am Nachmittag dürfte sich der Fokus dann wieder auf die Bestandsdaten des DOE richten, nachdem das API gestern erneut gestiegene Rohölbestände gemeldet hatte.
Heute Morgen sind es vor allem die Meldungen zur Tankerhavarie im Suez-Kanal, die dafür sorgen, dass die Ölfutures nicht weiter nachgeben. Bei den Preisen zeichnet sich entsprechendes Abwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

23. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.92 $     Crude (WTI): 60.86 $     Gasoil: 508.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9246 Rheinfracht: 12.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Sorgen über europäische Nachfrage nehmen weiter zu

Bei den Marktteilnehmern am Ölmarkt verstärkt die für die Bundesrepublik angekündigte Verlängerung der restriktiven Maßnahmen die Befürchtung, dass sich die europäische Ölnachfrage auch weiterhin nur zögerlich erholen wird, schließlich ist Deutschland der größte Ölkonsument Europas. Aber auch aus den USA gibt es neue Meldungen, die für die Nachfrage nichts Gutes verheißen.
Auch am physischen Markt gab es zuletzt Hinweise auf eine schwächere Nachfrage. Während die staatliche nigerianische Ölunternehmen ihre offiziellen Verkaufspreise für April-Lieferungen gesenkt hat, hat Angola für einige für den kommenden Monat geplante Rohölexporte offenbar noch keine Käufer gefunden. Die physischen Preise waren schon seit einigen Wochen niedriger als es die Futures vermuten ließen. Bereits in der vergangenen Woche gab es Meldungen, denen zufolge vor allem Chinas Nachfrage am physischen Markt nachgelassen habe.
Was die Angebotsseite betrifft richtet sich die Aufmerksamkeit der Händler zur Wochenmitte außerdem wieder auf die wöchentliche Bestandsentwicklung in den USA. Die ersten Schätzungen variieren dabei bislang zwischen einem erneuten Anstieg und einem Rückgang.
Die Ölfutures orientieren sich heute Morgen vorerst nach unten. Bei den Preisen deutet sich daher Abwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

22. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.78 $     Crude (WTI): 60.71 $     Gasoil: 509.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9308 Rheinfracht: 11.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten knapp unterhalb der Hochs von Freitag

Die Preise für Brent und WTI sanken in der vergangenen Woche um mehr als 6 Prozent. Nachdem Brent in der Woche zuvor noch ein neues Langzeithoch von über 71 Dollar pro Barrel markiert hatte, erfolgte schließlich die bereits seit Längerem erwartete Abwärtskorrektur.
Während die IEA die Marktteilnehmer mit ihrem aktuellen Monatsbericht am vergangenen Mittwoch wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholte und darauf hinwies, dass trotz kontinuierlicher Bestandsabbauten von einer Knappheit des Angebots noch keine Rede sein könne, herrscht unter den Marktakteuren Unsicherheit im Hinblick auf die Nachfrageerholung. Vor allem die erneuten Lockdown-Maßnahmen in einigen Ländern Europas trübten zuletzt die Aussichten diesbezüglich.
Unterdessen nahm die Ölbohraktivität in den USA in der vergangenen Woche erneut zu. Mittlerweile ist die Zahl der aktiven Ölbohranlagen in den Vereinigten Staaten so hoch wie seit Anfang Mai 2020 nicht mehr. Die Produzenten tendieren offenbar angesichts des zuletzt höheren Preisniveaus wieder dazu, ihre Förderaktivitäten wieder zu steigern.
Die neue Handelswoche starten die Ölfutures heute knapp unterhalb der Hochs von Freitag. Bei den Preisen zeichnet sich allerdings Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

19. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.58 $     Crude (WTI): 60.29 $     Gasoil: 505.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9263 Rheinfracht: 11.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Nachfragesorgen sind zurück – Preisrutsch an den Ölbörsen

Gestern kam es an den Ölbörsen zu der längst erwarteten Abwärtskorrektur, die Brent und WTI auf neue Monatstiefs schickte. Tatsächlich scheint die Sorge um die Nachfrageerholung an den Ölmarkt zurückgekehrt zu sein, obwohl diese in den letzten Wochen – nicht zuletzt durch die hohen OPEC+ Förderkürzungen – fast schon in Vergessenheit geraten waren. In Erwartung zügig voranschreitender Impfkampagnen sowie der Hoffnung auf den schnellen Abbau der globalen Ölbestände hatten sich die Preise immer weiter in die Höhe geschraubt. Doch diese Hoffnungen und Erwartungen geraten nun erneut ins Wanken.
Der Futures-Markt hat sich in den letzten Wochen etwas übernommen, vor allem wenn man ihn mit dem physischen Markt vergleicht, der Anzeichen von Schwäche gezeigt hat.
Damit dürfte auch die OPEC+ langsam wieder in den Fokus der Marktteilnehmer rücken. Das nächste Treffen des Produzentenbündnisses findet am 1. April und wird sich mit den geplanten Förderkürzungen für Mai auseinandersetzen. Die Frage, die die Marktteilnehmer nun umtreibt, dürfte sein, ob die Mitglieder des Bündnisses ein weiteres Mal bereit sein werden, keine Quotenanpassungen vorzunehmen.
Bei den Preisen ist nach dem gestrigen Preisrutsch weiteres Abwärtspotenzial zu sehen.

Fundamental: bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

18. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.81 $     Crude (WTI): 64.43 $     Gasoil: 531.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9220 Rheinfracht: 11.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gestiegene US-Bestände und Nachfragesorgen – Ölfutures weiter unter Druck

Die Abwärtsbewegung an den Ölmärkten setzt sich fort und die Verunsicherung der Marktteilnehmer steigt. Nach wochenlangem Optimismus an den Börsen sind nun mit dem Impfchaos in Europa und nach wie vor steigenden Ölbeständen in den USA wieder Zweifel an der erwarteten Nachfrageerholung zurückgekehrt.
Laut DOE-Wochenbericht sind die Rohölbestände in den USA zum vierten Mal in Folge gestiegen, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie noch in den Vorwochen. Dennoch steigt bei den Marktteilnehmern die Sorge, dass die während der Nachfragekrise im letzten Jahr stark angewachsenen Ölbestände – nicht nur in den USA sondern weltweit – nicht so schnell abgebaut werden können wie zu Anfang des Jahres noch gehofft.
Unterstützung für Rohöl, welches in Dollar gehandelt wird, kommt außerdem erneut durch einen geschwächten Greenback. Eine Zinserhöhung werde wahrscheinlich bis einschließlich 2023 nicht erfolgen. Der Risikostimmung an den Finanzmärkten gibt diese Haltung der US-Zentralbank einen ordentlichen Schub, der sich auch auf die Ölmärkte übertragen könnte.
Aktuell sieht es danach aber nicht aus und die Unsicherheiten bezüglich der Ölbestände und der Nachfrageentwicklung scheinen für die Markteilnehmer zu überwiegen. Bei den Preisen zeichnet sich Abwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral 
 
 

17. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 68.75 $     Crude (WTI): 65.22 $     Gasoil: 541.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9256 Rheinfracht: 11.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API Daten stützen mit unerwarteten Rohölabbauten

Die Nachricht, dass in vielen europäischen Ländern die Impfungen mit dem britischen Wirkstoff AstraZeneca gestoppt wurden, hat auch die Ölmärkte in leichte Unruhe versetzt. Der Optimismus, dass ein Ende der Corona-Pandemie und damit auch eine endgültige Rückkehr der Ölnachfrage in Sicht ist, hat erneute Kratzer bekommen. Damit sich die Ölnachfrage vollständig erholen kann, muss eine erfolgreiche und schnelle Impfung der Weltbevölkerung stattfinden.
Tatsächlich besteht eine gewisse Diskrepanz zwischen dem stetigen Anstieg der Ölpreise, der im November mit den ersten Meldungen zu wirksamen Impfstoffkandidaten begann, und der nach wie vor eher schwachen Gesamtnachfrage, die allen Erwartungen nach erst in der zweiten Hälfte des Jahres dem Angebot entsprechen wird.
Die Marktteilnehmer warten heute mit entsprechend großer Aufmerksamkeit auf den IEA Monatsbericht, der neue Erkenntnisse in Sachen Nachfrageerholung und Ölproduktion liefern könnte. Zusätzlich wird heute Nachmittag der DOE-Bestandsbericht erwartet, der durchaus das Potenzial hat, für Kursbewegungen zu sorgen, sollte er die vom API gestern gemeldeten Abbauten bei Rohöl bestätigen.
Diese wirken mit ihrem bullishen Charakter heute Morgen offenbar noch etwas nach und sorgen trotz der grundsätzlichen Unsicherheiten am Ölmarkt für Aufwärtspotenzial.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral
 
 

16. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 68.16 $     Crude (WTI): 64.66 $     Gasoil: 538.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9269 Rheinfracht: 11.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures belastet von Impfstoffmeldungen aus Europa und US-Bestandserwartungen

Nachdem Brent in der vergangenen Woche noch kurzzeitig über 71 Dollar kletterte, scheint sich der Preis für die Nordsee-Rohölsorte nun erst einmal unterhalb von 70 Dollar einzupendeln. Die geopolitischen Spannungen bleiben weiterhin ein Thema.
Davon abgesehen bereiten die jüngsten Entwicklungen bei den Impfstoffkampagnen in Europa den Marktteilnehmern Sorge. Zahlreiche Länder haben zuletzt die Verwendung des Covid19-Impfstoffs von AstraZeneca auf Eis gelegt. Daher rechnet man nun am Markt mit weiteren Verzögerungen bei den Impfkampagnen sowie bei der wirtschaftlichen Erholung in der Region.
Auf der Angebotsseite belasten derzeit die Bestandsaufbauten in den USA die Preise, auch wenn diese noch deutlich unter dem Hoch von Mitte Juni 2020 liegen. Aufgrund der kältebedingten Raffinerieausfälle, die erst nach und nach wieder ausgeglichen werden, haben sich die US-Rohölvorräte mittlerweile wieder der Marke von 500 Millionen Barrel angenähert.
Bis zu den nächsten Sitzungen von OPEC und OPEC+ ist es darüber hinaus nur noch etwa zwei Wochen. Saudi-Arabien könnte nach drei Monaten der freiwilligen Zusatzkürzungen eine Steigerung der eigenen Produktion ab Mai ankündigen, was dem für den Sommer erwarteten Nachfrageanstieg wieder entgegenwirken könnte.
Bei den Preisen deutet sich daher geringes Abwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

15. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 69.81 $     Crude (WTI): 66.16 $     Gasoil: 553.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9306 Rheinfracht: 11.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten auf hohem Niveau - Hoffnungen auf Nachfrageerholung stützen

Die Entscheidung der OPEC+-Allianz, ihre gemeinschaftlichen Produktionskürzungen im April vorerst nicht zu lockern, schickte die Ölpreise zusammen mit einem angeblich von den jemenitischen Houthi-Rebellen ausgeführten Drohnenangriff Anfang letzter Woche auf neue Langzeithochs. Wenngleich diese Hochs bislang nicht mehr erreicht wurden, blieben die Preise dennoch auf hohem Niveau.
Davon abgesehen stützte zuletzt auch die Aussicht auf eine zunehmende konjunkturelle Erholung.
Einerseits bauen die Marktteilnehmer dabei auf die USA, wo in der vergangenen Woche das billionenschwere Konjunkturpaket der Biden-Regierung verabschiedet wurde und zahlreiche Konjunkturindikatoren zuletzt die Erwartungen übertrafen. Andererseits wurden heute auch in China stärker als erwartete Wirtschaftsdaten veröffentlicht, die eine weitere Erholung der Wirtschaft signalisierten.
Unabhängig davon sank die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen der USA in der vergangenen Woche laut Baker Hughes. Die US-Ölproduzenten scheinen also angesichts des insgesamt höheren Ölpreisniveaus zuletzt ihre Förderung wieder leicht zu steigern, wenngleich es bislang nicht zu einem neuen Boom gekommen ist.
Nachdem sie heute Morgen die Hochs von Freitag bereits leicht überschritten haben, orientieren sich die Ölfutures derzeit wieder leicht nach unten. Zu Freitag zeichnen sich bei den Preisen aktuell keine größeren Veränderungen ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

12. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 69.30 $     Crude (WTI): 65.65 $     Gasoil: 549.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9278 Rheinfracht: 11.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC Monatsreport und steigende Benzinnachfrage – Brent flirtet mit 70 Dollar

Die kurzfristigen Faktoren am Ölmarkt stützen aktuell die Preise, ob es der steigende Kraftstoffverbrauch in den USA und Großbritannien ist, oder das billionenschwere Corona-Hilfspaket, das diese Woche in Washington verabschiedet wurde. Auch die OPEC korrigierte in ihrem aktuellen Monatsreport die Prognosen für das Nachfragewachstum 2021 nach oben, wenn sie auch erneut vor den kurzfristigen Unsicherheiten durch die nach wie vor noch nicht ausgestandene Corona-Krise warnte.
Allerdings fragen sich die Marktteilnehmer auch, wie stabil die aktuelle Preisrallye an den Ölbörsen noch sein kann.Die jüngste Preisrallye fühlt sich langsam fragil an. Sobald das US-Hilfspaket vollständig eingepreist ist könnte es recht schnell wieder zu den Inflationssorgen und unruhigen Finanzmärkten zurückkehren. Dies wirft einen bearishen Schatten auf die Ölmärkte.
Dennoch bleiben vor allem die Aussicht auf eine sich rasant verbessernde Ölnachfrage und die aktuell sehr optimistische Finanzmarktstimmung bullishe Faktoren für die Ölbörsen. Trotz dieser Ausgangslage geben die Ölfutures nach den deutlichen Kursgewinnen von gestern heute Morgen etwas nach. Bei den Preisen zeichnet sich im Vergleich zu gestern rein rechnerisch deutliches Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

11. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 68.45 $     Crude (WTI): 65.01 $     Gasoil: 542.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9263 Rheinfracht: 11.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

DOE überrascht mit massiven Benzinabbauten – Ölfutures wieder fester

An den Ölmärkten verdaut man heute noch den DOE-Bestandsbericht von gestern, der unter anderem mit einem starken Abbau der Benzinvorräte Aufsehen erregte. Diese sind in der letzten Woche auf den niedrigsten Stand seit Mitte November gesunken und glichen damit den massiven Anstieg bei Rohöl wieder aus.
Die Benzinvorräte sind gesunken, was den bullishen Ausgleich lieferte und die Ölpreise schließlich stützte – immerhin zeigt die starke Nachfrage nach Produkten eine wirtschaftliche Erholung an.
Sinkende Preise halten Experten für eher unwahrscheinlich und merken an, dass sich die Preisabwärtsbewegung in den letzten Tagen wieder konsolidiert hat.
Tatsächlich scheint in den USA der Weg aus der Pandemie nicht mehr allzu weit. Das Land führt inzwischen im Weltvergleich deutlich, was die Geschwindigkeit der Impfkampagnen betrifft und hat schon fast 30 Prozent seiner Bevölkerung zumindest mit einer Impfdosis versorgt. Hinzu kommt, dass gestern nach einem wochenlangen Abstimmungsmarathon das billionenschwere Corona-Hilfspaket final verabschiedet wurde und nun wohl noch vor Ablauf wichtiger Arbeitslosengeldzahlungen am Sonntag ausgeschüttet werden kann.
Die Ölfutures orientieren sich heute Morgen leicht nach oben und handeln im Bereich ihrer Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich ebenfalls Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

10. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 66.84 $     Crude (WTI): 63.42 $     Gasoil: 531.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9297 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API meldet starke Rohölaufbauten - Ölfutures geben weiter nach

Die steile Preisrallye, welche sich mit der OPEC+ Entscheidung am Mittwoch etabliert hatte und mit den Angriffen auf saudische Ölanlagen am Montag neue Rekordhochs markierte, scheint nach zwei Tagen mit Verlusten zunächst vorbei zu sein. Anleger nutzten die Rallye, um Gewinne zu sichern und fügen hinzu, dass die Marktstimmung außerdem inzwischen leicht bearish sein dürfte, da sich die Ölnachfrage zwar allmählich erhole, aber immer noch weit unter dem Niveau von vor der Pandemie liege.
Tatsächlich hat die EIA in ihrem gestern veröffentlichten Monatsreport die Nachfrageprognosen für dieses und nächstes Jahr leicht nach unten korrigiert und sieht für beide Jahre kein so starkes Wachstum mehr wie noch im Vormonatsbericht.
In der Zunahme der US-Ölproduktion sehen Analysten auch die größte Gefahr für die OPEC+. Diese könnte „zum Opfer ihres eigenen Erfolges“ werden, da höhere Preise, wie sie durch die starken Förderbegrenzungen entstehen, die Schieferölproduktion in den USA anschieben könnte.
Heute fokussieren sich die Marktteilnehmer allerdings erst einmal wieder auf die wöchentlichen US-Bestandsdaten.
Die Ölfutures geben in den Morgenstunden unter dem Eindruck der bearishen API-Daten weiter nach und so zeigt sich bei den Preisen weiterhin Abwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish
 
 

09. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.70 $     Crude (WTI): 64.44 $    Gasoil: 537.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9349 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Auf Langzeithochs folgen Gewinnmitnahmen - fester Dollar belastete ebenfalls

Nachdem feststand, dass der Angriff auf den saudischen Ölexporthafen den Betrieb an der Anlage nicht beeinträchtigte, preisten die Marktteilnehmer einen Teil der Risikoprämie, die sie einkalkuliert hatten, wieder aus. Nichtsdestotrotz dürften sie auch weiterhin ein Auge auf den Entwicklungen im Nahen Osten behalten.
Washington und Teheran hatten in den vergangenen Monaten mehr oder weniger überzeugend versucht, den jeweils anderen im Hinblick auf das Atomabkommen wieder an den Verhandlungstisch zu bekommen. Eine Annäherung, aus der eine Lockerung oder gar Aufhebung der Sanktionen resultiert, könnte im Nu wieder umfangreiche Mengen an Rohöl zurück auf den Markt bringen.
Zumindest für den Moment sieht es also so aus, als würden die unveränderten OPEC+-Produktionskürzungen erst einmal weiter für einen Rückgang der weltweiten Ölbestände sorgen.
Derweil machen die Fortschritte im US-Kongress über das umfangreiche Konjunkturprogramm der Biden-Administration Hoffnung auf eine nachhaltige Erholung von Konjunktur und Ölnachfrage der USA. Allerdings hatten die Marktteilnehmer in letzter Zeit vermehrt die Befürchtung, die US-Wirtschaft könne durch die umfangreichen Hilfen überhitzen und nachhaltiges Wachstum eher verhindern. Diese Befürchtungen hatten sich zuletzt auch in den steigenden Anleiherenditen widergespiegelt, die auch den Dollar steigen liessen.
aktuell deutet sich bei den Preisen weiterhin noch Abwärtspotenzial zu gestern an.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

08. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.88 $     Crude (WTI): 64.82 $    Gasoil: 541.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9294 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Angriff auf saudischen Ölexporthafen schickt Brent über 71 Dollar

Gleich zu Beginn der neuen Handelswoche überschritt Brent die 70 Dollar-Marke. Vor allem Faktoren, die das Angebot betreffen, verhalfen dem Nordsee-Rohölkontrakt über dieses Preisniveau und notiert sogar bereits auf dem höchsten Stand seit Oktober 2019.
Ein Angriff mit Drohnen und Raketen der jemenitischen Houthi-Rebellen ließ die Ölfutures an ICE und NYMEX zum Wochenauftakt weiter steigen. Zwar hatten die Rebellen seit Monaten wieder häufiger saudische Ziele angegriffen, betrafen jedoch keine wichtigeren Ölanlagen des Königreichs, jedoch wurde nun der größte Rohölterminal der Welt zum Ziel von Drohnen und Raketen. Auch wenn Saudi-Arabien den Angriff eigenen Angaben zufolge abwehren konnte, dürfte dies bei den Marktteilnehmern Befürchtungen hervorgerufen haben, es könnte zu einem Zwischenfall wie im September 2019 kommen.
Was die Nachfrageseite anbelangt, zeigte vor allem Saudi-Arabien zuletzt weiterhin Skepsis ob der Stabilität des Nachfragewachstums. Zuletzt nahmen jedoch zumindest die Hoffnungen auf eine Erholung der US-Nachfrage wieder zu, nachdem einige Konjunkturindikatoren überzeugen konnten und es Fortschritte im Hinblick auf eine baldige Verabschiedung des billionenschweren Konjunkturprogramms der US-Regierung gab.
Im heutigen Tagesverlauf wird der Fokus nun jedoch erst einmal auf den geopolitischen Entwicklungen liegen, wodurch sich bei den Preisen weiteres Aufwärtspotenzial zu Freitag abzeichnet.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

05. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.88 $    Crude (WTI): 64.82 $     Gasoil: 541.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9294 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ lässt Bombe platzen – Ölfutures markieren neue Höchststände

Die für die Marktteilnehmer sehr überraschende Entscheidung der OPEC+, ihre Förderkürzungen im April beizubehalten, hat gestern für neue Langzeithochs gesorgt. Der rapide Preisanstieg war ein Reflex auf die schockierende OPEC+ Entscheidung. Saudi-Arabiens Optimismus bezüglich einer zurückhaltenden US-Schieferölindustrie scheint vorerst plausibel, das Königreich aber sein Glück durchaus herausfordern könnte, wenn es seine aggressive Linie zu lange durchzieht. Je länger die Preise oben bleiben, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwann eine Angebotsreaktion aus den USA kommt.
Viele Marktbeobachter sind der Meinung, dass die Spannungen innerhalb der OPEC+ mit steigenden Preisen weiter zunehmen dürften. Experten merken an, dass es schwer werden könnte, die Mitgliedsstaaten davon zu überzeugen, nicht doch mehr zu pumpen, um die Corona bedingt unter Druck stehenden Volkswirtschaften zu entlasten, doch der daraus resultierende Preisanstieg wird sie mit ziemlicher Sicherheit dazu bringen, ihre Meinung zu ändern, wenn sie sich am 1. April wieder treffen.
Mit der eindeutig bullish wirkenden Entscheidung der OPEC+ bleiben die Ölfutures erst einmal auf hohem Niveau. Für die Preise bedeutet dies, in der Kombination mit der Rallye gestern Nachmittag und Abend, kräftige Preissteigerungen.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

04. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 64.44 $     Crude (WTI): 61.54 $     Gasoil: 521.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9194 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+: Weiter so, oder Quotenanpassung?

Das Marktgeschehen wird schon seit einigen Tagen von der OPEC+ bestimmt. Im Februar war diese ausgefallen, da man im Januar schon die Marschrichtung für Februar und März festgelegt hatte. Umso gespannter erwarten die Marktteilnehmer nun die Entscheidung das Ergebnis des heutigen OPEC+ Treffens, sind die Ölpreise doch seit Anfang des Jahres um fast 20 Prozent gestiegen.
Laut Experten liegt die Entscheidung in der Hand der beiden wichtigsten Produzenten innerhalb des Bündnisses: Die Ölpreise sind daran gebunden, ob Russland und Saudi-Arabien es für sinnvoll halten, mehr Rohöl zu produzieren. Für Analysten ist aber eine andere Frage, die damit zusammenhängt, noch interessanter, nämlich die fehlende Reaktion der US-Schieferölindustrie auf die höheren Rohölpreise, was weitere Preissteigerungen wiederum begünstigt.
Auch wenn sich die Experten nahezu einig sind, dass die OPEC+ heute in irgendeiner Form ihre Fördermengen anheben wird, bleibt erst einmal die Unsicherheit am Markt bestehen, bis es ein offizielles Ergebnis der Vollversammlung gibt. Entsprechend volatil dürften sich die Ölfutures heute wieder präsentieren. Bei den Preisen zeichnen sich Preisaufschläge im Vergleich zu gestern ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

03. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 62.95 $     Crude (WTI): 60.01 $     Gasoil: 515.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9164 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Alles wartet auf die OPEC+ - Ölfutures testen GD 21

Das Ereignis des Monats an den Ölmärkten wirft seine Schatten voraus und so konzentriert sich heute alles auf das morgige OPEC+ Treffen, bei dem das Produzentenbündnis darüber entscheiden wird, wie mit den aktuellen Förderkürzungen verfahren werden soll. Seit Tagen brodelt die Gerüchteküche und die Frage lautet eher, wie viel Menge auf einmal zurück auf den Markt gebracht werden soll.
Die latente Sorge um ein mögliches Überangebot, sollte die OPEC+ ihre Ölhähne wieder voll aufdrehen, wurde gestern durch die stark angeschwollenen Rohölbestände, die das API gemeldet hatte, noch verstärkt. Der unerwartet große Aufbau der Rohölvorräte kommt für die Ölbullen zu einem besorgniserregenden Zeitpunkt. Da sich jedoch in den Bestandsdaten diese Woche noch die kältebedingten Ausfälle der letzten Wochen widerspiegeln, müssen die Daten mit einer gewissen Vorsicht genossen werden.
Heute Nachmittag folgen noch die Daten des DOE um 16:30 Uhr, auf die die Marktteilnehmer entsprechend genau achten werden. Ebenfalls mit Spannung erwartet werden heute Neuigkeiten vom JMMC-Meeting der OPEC+. Meist wird hier schon die Marschrichtung für die nächsten Monate festgelegt.
Bei den Preisen hält das leichte Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

02. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 62.34 $     Crude (WTI): 60.03 $    Gasoil: 512.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9162 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten unterhalb der GD7 in den Tag

Die Fortschritte bei den Covid19-Impfkampagnen hatten die Ölpreise zusammen mit den Produktionskürzungen der OPEC+ am vergangenen Donnerstag auf den höchsten Stand seit Anfang Januar 2020 steigen lassen. Seitdem befinden sich die Ölfutures wieder leicht auf dem Rückzug.
Die Hoffnungen auf eine Nachfrageerholung nahmen zuletzt angesichts der weiteren Verbreitung von Impfstoffen, den expansiven geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken sowie der Aussicht auf massive Konjunkturspritzen in den USA zu. Die WHO sorgte diesbezüglich jedoch am Montag wieder für einen leichten Dämpfer, die Anzahl der Neuinfektionen weltweit sei in der vergangenen Woche erstmals seit sieben Wochen wieder gestiegen.
Bevor die OPEC+ in dieser Woche entscheidet, wie sie ihre Produktion auf die derzeitige Entwicklung der Nachfrage anpasst, stehen jedoch nun erst einmal die wöchentlichen Bestandsdaten aus den USA im Fokus. Hier sind die Marktteilnehmer vor allem gespannt, wie sehr sich die US-Ölproduktion in der vergangenen Woche von dem kältebedingten Einbruch der Vorwoche erholen konnte und ob es aus dem Raffineriesektor eventuell auch schon eine deutliche Steigerung der Auslastung zu vermelden gibt.
Der USD ist unterdessen weiterhin gestiegen. Aufgrund der Abwärtsbewegung an den Ölbörsen zeichnet sich weiterhin Abwärtspotenzial ab.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: bearish
 
 

01. März 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 65.58 $     Crude (WTI): 62.59 $    Gasoil: 534.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9081 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten fester in die neue Handelswoche

Während die US-Ölindustrie weiterhin mit der Wiederinbetriebnahme der durch die vergangene Kältewelle ausgefallenen Anlagen beschäftigt ist, wird der Fokus der Marktteilnehmer in dieser Woche wieder verstärkt auf die OPEC+ und ihre Produktionspolitik richten. Die Produzentengruppe wird am Donnerstag darüber entscheiden, ob beziehungsweise wie stark man die Fördermengen ab dem zweiten Quartal anheben wird.
Für neue Hoffnungen, in Bezug auf eine steigende Nachfrage in den USA sorgten am Wochenende gleich zwei Meldungen. Zum einen stimmte ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde für die Zulassung des Covid19-Impfstoffs von Johnson & Johnson. Davon abgesehen segnete das US-Repräsentantenhaus zum Wochenende den Gesetzesentwurf für das 1,9 Bio. Dollar Konjunkturpaket der Biden-Administration ab. Nun muss die Vorlage noch den Senat passieren, der mittlerweile ebenfalls von den Demokraten dominiert wird.
Unterdessen könnten geopolitische Spannungen die Ölpreise in dieser Woche nach oben treiben. Neben den Spannungen zwischen den USA und Iran könnten sich auch die Spannungen in der Straße von Hormus wieder zuspitzen, nachdem es im Golf von Oman an einem israelischen Frachter zu einer Explosion gekommen ist, hinter der zumindest Israel offenbar den Iran vermutet.
Bei den Preisen deutet sich weiterhin leichtes Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

26. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 66.04 $    Crude (WTI): 62.75 $     Gasoil: 534.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9050 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures geben zum Wochenende hin nach

Die Wiederinbetriebnahme der US-Ölanlagen sowie die Reparaturarbeiten an den Raffinerien sind mittlerweile in vollem Gange. Während mit der Rückkehr der Produktion ein bullisher Aspekt für die Rohölpreise wegfällt, richtet sich der Fokus auf den Raffineriesektor. Je schneller die Anlagen wieder zum Normalbetrieb zurückkehren, desto schneller wird auch die Rohölnachfrage wieder zunehmen.
Dann steht die Entscheidung der OPEC+ Länder über ihre Produktionsstrategie ab April an. Diesmal steht für die Bündnispartner bei ihrer Sitzung am 4. März besonders viel auf dem Spiel. Dabei kommt es nicht zuletzt auch darauf an, wie viel zusätzliche Mengen auf einmal auf den Markt kommen. Der Fokus lag diesbezüglich zuletzt vor allem auf den Zusatzkürzungen der Saudis, die ab April nicht mehr umgesetzt werden. Auch eine Annäherung zwischen den USA und Iran könnte umfangreiche Angebotsmengen in den Markt spülen.
Einige Experten gehen insgesamt davon aus, dass das weltweite Ölangebot nicht mit der steigenden Nachfrage mithalten können werde, gesetzt den Fall Saudi-Arabien dreht den Ölhahn nicht wieder auf. Die Schnelligkeit des Nachfrageanstiegs in den nächsten sechs Monaten könnten für höhere Preise von bis zu 70 oder 80 Dollar pro Barrel sorgen.
Bei den Preisen deutet sich leichtes Abwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

25. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 67.27 $     Crude (WTI): 63.38 $     Gasoil: 544.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9060 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Produktionsrückgang stützt Ölbörsen

Bei der Interpretation des wöchentlichen Ölbestandsberichts des US-Energieministeriums (DOE) legten die Marktteilnehmer ihren Fokus am gestrigen Mittwoch nicht auf die Rohölvorräte, sondern auf die Rohölproduktion. Wie erwartet, brach die US-Raffineriekapazität aufgrund der extremen Kältewelle in der vergangenen Woche auf den niedrigsten Stand seit Anfang Mai 2020 ein.
Ob die weltweiten Ölbestände tatsächlich weiter sinken werden, hängt nicht zuletzt auch von der künftigen Produktionspolitik der OPEC+ Allianz ab. Viel dürfte jedoch auch davon abhängen, ob Saudi-Arabien die im Februar und März vorgesehenen freiwilligen Kürzungen im Umfang von 1 Mio. B/T auf einen Schlag wieder zurücknimmt oder nach und nach. Derweil dürfte Russland, soweit sich bis zur nächsten OPEC+ Sitzung am Verhältnis von Angebot und Nachfrage nichts Grundlegendes mehr ändert.
Darüber hinaus gebe es nicht viel, abgesehen von der kurzfristigen Entwicklung der Covid-Fälle die tatsächlich den nächsten Weg vorgeben werden. Diesbezüglich lieferte die US-Arzneimittelbehörde am Mittwoch neue positive Meldungen, da sie den Weg für eine Zulassung des Covid19-Impfstoffs von Johnson & Johnson für den US-Markt ebnete. Die Zulassung könnte noch in dieser Woche erteilt werden, was die Impfkampagne in den USA weiter beschleunigen dürfte.
Bei den Preisen ergibt sich daraus weiterhin Aufwärtspotenzial.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

24. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 65.25 $    Crude (WTI): 61.31 $    Gasoil: 531.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9061 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten nach bearishen API-Daten weicher in den Tag

Die Ölindustrie der USA versucht sich derzeit, von der Kältewelle zu erholen, die in der vergangenen Woche sowohl den Betrieb der Produktions- als auch der Raffinerieanlagen beeinträchtigte. Dabei geht das API offenbar davon aus, dass die Einschnitte bei der Produktion den landesweiten Rohölvorräten noch nichts anhaben konnte. Bei einigen Anlagen ist jedoch noch unklar, wann der Betrieb wiederaufgenommen werden kann.
Was die Ölnachfrage angeht, rechnet man bis Ende des Jahres wieder mit dem Erreichen des Niveaus von vor der Corona-Krise. Dabei sollen vor allem die Benzine, Diesel und Heizöl zulegen. Bei der Kerosinnachfrage rechnet man jedoch erst 2022 oder gar 2023 wieder mit dem Nachfrageniveau, dass vor der Corona-Krise notiert worden war.
Wie stark und wie lange die Ölbestände noch zurückgehen wird auch von der weiteren Produktionsstrategie der OPEC+ Allianz am nächste OPEC+ Treffen am 4. März abhängen. Am Markt geht man davon aus, dass die zuletzt wieder deutlich höheren Ölpreise die Stimmen nach einer stärkeren Lockerung der Produktionskürzungen innerhalb des Bündnisses lauter werden lassen dürften.
Bei den Preisen ergibt sich daraus zumindest leichtes Abwärtspotenzial im Vergleich zu gestern.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

23. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 66.13 $    Crude (WTI): 62.42 $     Gasoil: 536.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8955 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Analyst sieht die 80 Dollar kommen - Ölfutures zurück im Aufwärtstrend

Nach zwei Tagen Kurskorrektur ist die bullishe Stimmung an die Ölbörsen zurückgekehrt und die Ölfutures setzen ihren Aufwärtstrend weiter fort. Dabei scheint die Überzeugung, dass dem Markt ein Angebotsdefizit bevorsteht, die Unsicherheit bezüglich der Raffinerieproduktion in den USA und des nahenden OPEC+ Meetings zu überwiegen. „Der positive Schwung an den Ölmärkten hält an und die Anleger sind bullish gestimmt. Es herrscht deutlich mehr Optimismus als Angst.
Auch wenn es nach wie vor Unsicherheiten am Ölmarkt gibt, scheinen die Experten in dieser Woche dennoch wieder ein mehrheitlich bullishes Marktbild zu zeichnen. Der Fokus der Marktteilnehmer richtet sich aktuell nicht zu sehr auf die Unwägbarkeiten in der unmittelbaren Zukunft, sondern auf die optimistischen Zukunftsaussichten, die mit einer steigenden Ölnachfrage bei gleichzeitig rückläufiger Ölproduktion eine knappere Versorgungslage prognostizieren. Selbst die Chance, dass die OPEC+ im März eine deutliche Produktionssteigerung beschließen könnte oder das mit Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran zusätzliche Ölmengen auf den Markt kommen könnten, scheint dabei ins Hintertreffen zu geraten.
Mit dieser fundamental eher bullishen Stimmung setzen die Ölfutures ihren Aufwärtstrend fort und haben ihre Vortageshochs schon überschritten. Auch die Preise weisen im Vergleich zu gestern erhebliches Aufwärtspotenzial auf.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

22. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.67 $    Crude (WTI): 59.96 $     Gasoil: 523.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8994 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
OPEC+ Meeting rückt in den Fokus – Fester Start zum Wochenauftakt

Die Wetterlage in den USA normalisiert sich zusehends und so taut Texas nach Tagen der zweistelligen Minustemperaturen langsam wieder auf. Dennoch wird es mehrere Tage dauern wird, bis die Anlagen auf Schäden überprüft wurden und dann wieder in Betrieb genommen werden können. Die Ölpreise werden in der nächsten Woche wahrscheinlich eine erhöhte Volatilität aufweisen.
Tatsächlich richten die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit schon jetzt vermehrt auf die anstehende OPEC+ Vollversammlung. Wie gewohnt überschlagen sich im Vorfeld dieser Veranstaltung die Spekulationen und Gerüchte bezüglich möglicher Entscheidungen zu Förderpolitik. In der letzten Woche hatte allein das Gerücht, Saudi-Arabien könne seine zusätzlichen Förderkürzungen von 1 Mio. B/T schlagartig beenden, für einen Preisrutsch an den Börsen gesorgt. Je nachdem, wie die Verhandlungen am 4. März ausgehen werden, besteht also durchaus die Möglichkeit einer deutlichen Kurskorrektur an den Ölbörsen.
Hinzu kommt, dass es möglicherweise zu einer Annäherung zwischen dem Iran und den USA kommen könnte. Auch wenn der Weg bis zu einer echten Einigung über das Atomabkommen noch recht steinig sein dürfte, ist eine Aufhebung oder zumindest Rückführung der Sanktionen nicht mehr reine Theorie.
Bei den Preisen zeichnet sich damit vorsichtiges Aufwärtspotenzial ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

19. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.35 $     Crude (WTI): 59.81 $    Gasoil: 522.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8962 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Fokus der Händler geht auf US-Raffinerieausfälle über - Ölfutures weicher

Der bullishe Effekt, den die aktuelle Kältewelle in den USA in den vergangenen Tagen auf die Ölbörsen ausübte, könnte bald ins Bearishe kippen, da die ersten US-Ölproduzenten angeblich bereits dabei sind, ihre Anlagen wieder in Betrieb zu setzen.
Unterdessen richten die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auch wieder auf das Ölangebot aus den OPEC+ Ländern. Nachdem es zuletzt hieß, Saudi-Arabien wolle seine zusätzlichen Produktionskürzungen wie angekündigt nur bis Ende März umsetzen und erste Daten zu den irakischen Ölexporten im Februar darauf hindeuten, dass der zweitgrößte OPEC-Produzent weder die vereinbarte Produktionsgrenze eingehalten noch Kompensationskürzungen umgesetzt hat, fragt man sich, ob das Produzentenbündnis sich beim nächsten Treffen am 4. März erneut über eine gemeinsame Linie in Sachen Produktionspolitik einigen kann.
Mittel- bis langfristig könnte zudem der Iran das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wieder durcheinanderbringen, sollten die USA tatsächlich wieder in das Atomabkommen von 2015 eintreten und die Sanktionen gegen Teheran gelockert werden, sodass nun möglicherweise bald Gespräche mit dem Iran zum Thema aufgenommen werden könnten.
Die Ölfutures legen nach dem Rutsch auf erste Tagestiefs derzeit wieder leicht zu. Daraus ergeben sich bei den Preisen leichtes Abwärtspotenzial.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

18. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 64.88 $     Crude (WTI): 61.55 $     Gasoil: 530.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8994 Rheinfracht: 12.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bauen Langzeithochs aus - API-Daten und US-Produktionsausfälle stützen

Die Schätzungen zu den Produktionsausfällen, die die jüngste Kältewelle in den USA verursacht, werden immer wieder nach oben korrigiert und man geht mittlerweile davon aus, dass die landesweite Ölproduktion bereits um mehr als etwa 40 Prozent unter dem üblichen Niveau liegt. Mit einer Entspannung der Lage rechnet man nicht vor dem Wochenende.
Verzögerungen bei den Rohölimporten könnten auch zum Teil die massiven Bestandsabbauten erklären, die vom API gemeldet wurden. Beachtung werden die Marktteilnehmer allerdings bei den heutigen DOE-Daten vor allem auch der Benzinnachfrage schenken. Anders als bei den Destillaten hat diese bislang das saisonal übliche Niveau immer noch nicht erreicht.
Von den Entwicklungen in den USA abgesehen, zog gestern Saudi-Arabien die Aufmerksamkeit wieder auf sich. Die noch unbestätigte Meldung, dass das Königreich seine zusätzlichen Produktionskürzungen im April nicht mehr weiterführen wolle, versetzte den Ölbörsen am gestrigen Mittwoch einen Dämpfer.
Ob die OPEC+ insgesamt die aktuellen Produktionsgrenzen im April beibehält, wird sich wohl erst am 4. März bei der nächsten Vollversammlung der Allianz zeigen. Vorerst bleibt jedoch erst einmal die Situation in den USA im Fokus, die heute Morgen an den Ölbörsen abermals für neue Langzeithochs sorgte.
Für heute deuten sich bei den Preisen erneut Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

17. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.76$     Crude (WTI): 60.35 $     Gasoil: 520.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8948 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures halten sich oberhalb der GD7

Die Kältewelle in den USA hat die dortige Ölindustrie immer noch im Griff. Die Schätzungen zu den Produktionsausfällen wurden zuletzt immer wieder nach oben korrigiert und einige Experten beziffern diese mittlerweile mit bis zu -3,5 Mio. B/T.
Bei Brent setzt sich die Backwardation (Futures mit kurzer Laufzeit sind teurer als solche mit Lieferung zu einem späteren Zeitpunkt) dagegen sowohl kurz- als auch mittelfristig weiter fort. Der Nordsee-Rohölkontrakt wurde zuletzt durch die zunehmenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten – sei es durch Drohnenangriffe jemenitischer Houthi-Rebellen auf saudische Ziele oder den Raketenangriff auf einen US-Stützpunkt im Irak – gestützt. Hinzu kommen weiterhin die Produktionskürzungen der OPEC+ Partner. Diese könnten im Februar sogar stärker ausfallen als ursprünglich geplant, sollte Russlands Ölproduktion auch in der zweiten Februarhälfte wetterbedingt unter der vereinbarten Obergrenze bleiben.
Heute Abend werden die Marktteilnehmer dann noch auf die Ölbestandsdaten des API blicken. Analysten gehen in ersten Schätzungen davon aus, dass die landesweiten Rohölvorräte der USA in der Woche zum 12. Februar um 2 Mio. Barrel gesunken sind. Die Ölfutures an ICE und NYMEX orientieren sich heute Morgen bereits erneut nach oben. Somit deuten sich im Vergleich zu gestern bei den Preisen weitere Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

16. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.55$ Crude (WTI): 60.19 $ Gasoil: 512.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8891 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Wintereinbruch bringt US-Ölindustrie in Nöte – Ölfutures heute zurückhaltender

An den Ölmärkten überwiegen aktuell die bullishen Faktoren und drängen die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Nachfragesorgen etwas in den Hintergrund. So dürfte vor allem die Kältewelle in den USA für die nächsten Tage marktbestimmend sein. Eine kurzfristige Angebotsknappheit in Kombination mit einer höheren Nachfrage nach Heizöl ist dadurch kaum zu vermeiden und sorgt für Auftrieb an den Ölbörsen.
Im Auge behalten werden die Marktteilnehmer außerdem die Entwicklungen in Saudi-Arabien, wo es zuletzt wieder vermehrt zu Drohnenangriffen seitens der jemenitischen Houthi-Rebellen gekommen war. Auch wenn bisher nur Verkehrsinfrastruktur zum Ziel der Attacken geworden waren, sorgt militärische Instabilität in der Region immer für Unsicherheit an den Ölmärkten.
Sollte sich die politische Lage weiter verschärfen und tatsächlich auch wieder Ölanlagen zum Ziel der Angriffe werden, würde dies die Ölpreise noch stärker stützen.
Die aktuellen Preisniveaus lassen die Anleger vorsichtig werden und machen die Kurse entsprechend anfällig für Kurskorrekturen. Bisher bleibt WTI aber noch oberhalb der psychologisch wichtigen 60 Dollar-Marke. Deutlich besser präsentieren sich die Produktfutures, die schon früh ihre Vortageshochs überschritten haben. Für die Preise ergeben sich damit auch heute wieder klare Preisaufschläge.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

15. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 63.25$ Crude (WTI): 60.65 $ Gasoil: 515.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8914 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Drohnenangriffe in Saudi-Arabien und Kältewelle in den USA – WTI über 60 Dollar

Die Futures an ICE und NYMEX setzen ihren steilen Aufwärtstrend, der Anfang Februar mit den zusätzlichen Produktionskürzungen Saudi-Arabiens startete, zum heutigen Wochenauftakt fort.
Das Königreich rückt heute aber auch aus einem anderen Grund in den Fokus der Marktteilnehmer, denn die Drohnenangriffe der jemenitischen Houthi-Rebellen auf saudische Ziele haben in den letzten Tagen wieder zugenommen. Auch wenn bisher noch keine Ölanlagen getroffen wurden, sorgen die zunehmenden militärischen Spannungen für Unsicherheit an den Ölmärkten.
Auf der Angebotsseite kommt noch ein weiterer Faktor hinzu, der heute die Preise stützt. Die Kältewelle, die Teile der USA im Griff hat, droht, Teile der Ölförderung und des -transportes lahmzulegen. Laut den Experten der ANZ könnten bis zu 500.000 B/T durch Stromausfälle und wetterbedingte Abschaltungen an Ölanlagen betroffen sein.
Militärische Spannungen im Nahen Osten, die Kältewelle in Teilen der USA sowie die grundsätzlich optimistische Haltung bezüglich der wirtschaftlichen Entwicklung wirken heute vor allem bullish auf die fundamentale Einschätzung. Entsprechend setzen die Ölfutures schon am Morgen ihre Preisrallye fort und der New Yorker Kontrakt handelt erstmals wieder über 60 Dollar. Für die Preise ergeben sich damit heute klare Preisaufschläge im Vergleich zum Freitag.

Fundamental: bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

12. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 60.65$ Crude (WTI): 57.70 $ Gasoil: 495.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8903 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gewinnmitnahmen nach IEA Monatsreport und technischen Signalen

Der Monatsreport der IEA hat dem bullishen Markt der letzten Wochen etwas Wind aus den Segeln genommen. Die Experten sehen die Marktlage kurzfristig etwas bearish, da die Nachfrage im Vergleich zum letzten Quartal erst einmal sinken soll. Auch die Abwärtskorrektur der Ölnachfrage für 2021 wird als eine klar bearishe Entwicklung gesehen.
Allerdings werden die bearishen Effekte vor allem in der ersten Jahreshälfte zum Tragen kommen. In der zweiten Jahreshälfte dürfte das Bild nach Ansicht der IEA wieder ein anderes sein und die Ölbestände weltweit deutlich sinken. Dabei ruhen die Hoffnungen vor allem auf einem raschen Anstieg der Ölnachfrage, wenn die Lockdowns nach dem Winter und mit einer umfangreichen Impfung aufgehoben oder zumindest signifikant gelockert werden können.
Die Marktlage bleibt weiter im Spannungsfeld von kurzfristig bearisher Nachfragesorgen und den Kürzungen der OPEC. Langfristig sehen die Experten den Markt hingegen tendenziell bullish, während auch die Backwardation Konstellation dieses Bild widerspiegelt. Nachdem der Monatsreport der IEA, der einen großen Einfluss auf die Börsen hat, allerdings bearish ausfiel, ist es aktuell zunächst eine fundamental leicht bearishe Situation. Mit den Gewinnmitnahmen von gestern Abend deuten sich damit Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish
 
 

11. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 61.16$ Crude (WTI): 58.41 $ Gasoil: 498.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8898 Rheinfracht: 12.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures brechen aus kurzfristigen Aufwärtstrends aus

Das DOE überraschte bei seinem wöchentlichen Ölbestandsbericht am gestrigen Mittwoch mit einem überraschend deutlichen Rückgang der landesweiten Rohölvorräte der USA. Nach der Veröffentlichung der DOE-Daten kletterten sowohl Brent als auch WTI auf den höchsten Stand seit dreizehn Monaten.
Der Anstieg der Benzinvorräte auf den höchsten Stand seit Juni ergab sich unter anderem durch die höhere Raffinerieproduktion und die im saisonalen Vergleich immer noch schwache Benzinnachfrage. Leichten Optimismus im Hinblick auf die mittelfristige Entwicklung der Benzinnachfrage in den USA könnte davon ausgehen, dass die diesjährige US-Fahrsaison besser ausfallen werde als 2020.
Zumindest bis März werden die Produktionskürzungen der OPEC+ und die zusätzlichen Kürzungen Saudi-Arabiens noch für eine künstliche Verknappung des weltweiten Angebots sorgen. Während dies zuletzt auch zu einem Rückgang der weltweiten Bestände geführt hat, geht die EIA in ihrem aktuellen Monatsbericht davon aus, dass sich dieser Rückgang im Verlauf des Jahres verlangsamen wird, da auch wieder mehr Öl gefördert werden wird.
Heute Morgen notieren die Ölfutures in etwa im Bereich der Schlusswerte von Mittwoch, so dass sich bei den Preisen geringfügige Veränderungen ergeben.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

10. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 60.95$ Crude (WTI): 58.16 $ Gasoil: 496.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8914 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Leichte Gewinnmitnahmen trotz bullisher API-Daten

Der Brent-Kontrakt hielt sich preislich am Dienstag oberhalb von 60 Dollar pro Barrel und kletterte zeitweise sogar über 61 Dollar. Psychologisch ist ein Brent-Preis von über 60 Dollar für den Markt eine großartige Sache.
Dass die höheren Preise auch die US-Ölproduktion rasch wieder steigen lassen, davon geht die EIA in ihrem gestern veröffentlichten Monatsbericht auf kurze Sicht nicht aus. Die Experten gehen stattdessen davon aus, dass die US-Rohölproduktion in den kommenden Monaten weiter sinkt.
Was die US-Ölbestände anbelangt, so könnten die offiziellen wöchentlichen Bestandsdaten des DOE heute Nachmittag noch einmal für bullishe Impulse sorgen, sollten sie die vom API registrierte Bestandsentwicklung bestätigen. Fallen die Abbauten bei Rohöl deutlich schwächer aus als vom API gemeldet, könnten die Daten des DOE auch einen leicht bearishen Einfluss auf die Ölfutures haben.
Auf kurze Sicht werden die Marktteilnehmer außerdem die Entwicklung des Streiks am libyschen Ölhafen Hariga im Auge behalten. Sollte die Maßnahme noch auf andere Häfen ausgeweitet werden, wäre dies ein weiterer bullisher Faktor.
Heute Morgen notieren die Ölfutures weiterhin auf hohem Niveau, allerdings unterhalb der Vortageshochs, wodurch sich bei den Preisen teilweise leichtes Abwärtspotenzial zu gestern ergibt.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

09. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 61.14$ Crude (WTI): 58.47 $ Gasoil: 500.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8963 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisrallye setzt sich fort - Lieferausfälle aus Libyen

Sowohl Brent als auch WTI setzen ihren steilen Aufwärtstrend, der Anfang Februar begonnen hat, fort und markieren ein Langzeithoch nach dem anderen. Die Corona-Talsohle scheint endgültig durchschritten und die beiden Rohölkontrakte notieren so hoch wie seit Januar 2020 nicht mehr.
Die zusätzlichen Förderkürzungen Saudi-Arabiens sind der Hauptgrund dafür, dass sich die stabile Gewinnsträhne nun schon seit über einer Woche hinzieht. Die Marktteilnehmer scheinen überzeugt, dass diese Maßnahme die kurzfristigen Corona bedingten Unsicherheiten ausgleichen kann.
Mittel- und langfristig verlässt man sich am Markt darauf, dass die weltweiten Impfkampagnen über kurz oder lang Wirkung zeigen werden und dass die Wirtschaft mit umfangreichen staatlichen Hilfspaketen weiter angekurbelt werden kann.
Experten warnen jedoch auch davor, dass sich sowohl Brent als auch WTI charttechnisch im überkauften Bereich befinden.
In dieser Woche erwarten die Marktteilnehmer neben den wöchentlichen US-Ölbestandsveränderungen auch die Monatsberichte von EIA, IEA und OPEC. Neben den Prognosen für die Nachfrageerholung tritt auch wieder vermehrt die Angebotsseite in den Fokus. Sinkende Lagerbestände weltweit sowie die strikten OPEC+ Förderkürzungen, tun ihr Übriges und wirken bullish.
Aus fundamentaler Sicht überwiegen damit weiterhin die bullishen Faktoren. Daher zeichnen sich für heute deutliche Preisaufschläge zu gestern ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

08. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 59.84$ Crude (WTI): 57.39 $ Gasoil: 488.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8997 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

60 Dollar im Visier – Preisanstieg zum Wochenauftakt

Die Preisrallye an den Ölbörsen ist auch mit Beginn der neuen Woche ungebrochen und Brent ist auf dem besten Wege, erstmals seit Beginn der Corona-Krise wieder die 60 Dollar zu knacken. Man rechnet damit, dass auch WTI bald die 60 Dollar anpeilen wird.
Da die Impfstoffverteilung voranschreitet, fühlen sich die Händler bei den aktuellen Preisen wohl, zumal auch die Nachfrage aus China anhaltend robust ist.
Einer der Gründe für die aktuelle Preisrallye ist der Rückgang der weltweiten Lagerbestände. Diese waren zu Beginn der Corona-Krise fast überall auf der Welt stark angeschwollen und ein Hauptgrund dafür gewesen, dass die Preise für WTI im April 2020 ins Minus rutschten.
Trotz des ewigen Damoklesschwertes Corona scheinen aktuell die bullishen Aspekte am Markt zu überwiegen oder zumindest von den Marktteilnehmer stärker bewertet zu werden. Anzeichen für eine nach wie vor robuste Nachfrage aus Asien sowie weltweit sinkende Lagerbestände und die damit verbundene Aussicht auf eine mittel- und langfristige Angebotsverknappung stützen auch zum heutigen Wochenbeginn und sorgen für eine Fortsetzung der Preisrallye.
So zeichnen sich bei den Preisen rein rechnerisch leichtes Aufwärtspotenzial im Vergleich zu Freitag ab.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

05. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 59.17$ Crude (WTI): 56.59 $ Gasoil: 483.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9038 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Rohölfutures weiter im Aufwind

Die Rohölfutures schrieben in den vergangenen Tagen immer neue Langzeithochs. Vor allem die für Februar und März angekündigten Zusatzkürzungen Saudi-Arabiens sorgten zu Beginn der Woche für Aufwärtspotenzial. Aber auch von anderer Seite erhielten die Ölbörsen in dieser Woche Rückenwind.
Das steigende Vertrauen darin, dass ein Aufschwung bei der Erholung der Wirtschaft und der Ölnachfrage um die Ecke lauert, ist ein Hauptantrieb für. Die gleichzeitige Verknappung des Angebots durch die zusätzlichen Kürzungen der Saudis gebe darüber hinaus noch Rückenwind. Experten halten es daher sogar für möglich, dass sich Brent auf gutem Wege zum „60-Dollar-Meilenstein“ befindet.
Hinzu kamen die Entwicklungen im Hinblick auf das von Präsident Biden angekündigte Corona-Hilfspaket für die USA. Zwar hatten einige republikanische Senatoren Anfang der Woche noch deutlich gemacht, dass sie sich ein deutlich kleineres Konjunkturpaket vorstellen, die Gesprächsbereitschaft insgesamt wurde jedoch von den Finanzmarktteilnehmern positiv bewertet.
Auch aus China gab es zuletzt positive Meldungen zur Nachfrageentwicklung. So soll die Volksrepublik seine Rohölimporte zum Jahresbeginn deutlich gesteigert haben.
Heute Morgen zeigten sich die Ölfutures an ICE und NYMEX zunächst einmal weiter fest, wodurch sich bei den Preisen erneut Potenzial für Aufschläge ergibt.

Fundamental: neutral bis bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

04. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 58.86$ Crude (WTI): 56.19 $ Gasoil: 479.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9005 Rheinfracht: 12.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

JMMC rät zur Beibehaltung der bisherigen OPEC+ Vereinbarungen

Die landesweiten Rohölvorräte der USA sanken in der vergangenen Woche laut DOE auf den niedrigsten Stand seit Ende März. Dagegen stiegen die Benzinvorräte in der Woche zum 29. Januar auf den höchsten Stand seit Juni.
Einerseits lag dies an der höheren Raffinerieproduktion, andererseits an der schwächeren Nachfrage nach Benzin. Ob der Wintereinbruch in der vergangenen Woche Grund zur Sorge ist, wird sich also wohl erst in den kommenden Wochen zeigen.
Im Hinblick auf die weltweite Ölnachfrage herrscht dem OPEC+ Planungsgremium JMMC zufolge zumindest kurzfristig erst einmal noch Unsicherheit vor. Allerdings geht man davon aus, dass die Covid-19 Impfkampagnen sich im weiteren Jahresverlauf positiv auf die Nachfrage auswirken werden.
Die EIA prognostiziert in ihrem, jährlich erscheinenden längerfristigen Ausblick für den Energiemarkt (AEO) derweil, dass die US-Rohölproduktion im Basisszenario erst ab 2023 wieder auf das Niveau von 2019 zurückkehren werde. Danach werde sie jedoch bis 2050 auf Rekordniveaus verharren. Mögliche neue gesetzliche Regelungen für die Energie- beziehungsweise Ölindustrie wurden bei diesem Szenario nicht miteinkalkuliert.
Die Ölfutures starteten auch heute Morgen wieder auf hohem Niveau. Damit deutet sich bei den Preisen derzeit weiteres Potenzial für Aufschläge an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

03. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 57.73 $ Crude (WTI): 55.00 $ Gasoil: 472.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8983 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bleiben fest - Bullishe API-Daten stützen

Mit den bullishen Daten des API von Dienstagnacht rückten zuletzt die US-Ölbestände wieder etwas in den Vordergrund. Nachdem das DOE am vergangenen Mittwoch einen überraschend starken Rückgang der landesweiten Rohölvorräte gemeldet hatte, sollen diese laut API nun in der aktuellen Berichtswoche erneut deutlich abgenommen haben.
Sollte das DOE den Bestandsrückgang bestätigen, wären die landesweiten Rohölvorräte in der vergangenen Woche so niedrig wie seit Anfang April 2020 nicht mehr. Zum Abbau der US-Rohölvorräte dürfte im Januar vor allem die Nachfrage aus Asien geführt haben. So sollen beispielsweise die Exporte in Richtung Südkorea, China und Indien im vergangenen Monat mit insgesamt fast 15 Millionen Barrel ein Rekordniveau erreicht haben.
Mit den restriktiven Maßnahmen die China zuletzt jedoch wegen der wiederaufflammenden Corona-Pandemie verhängt hatte, könnten die US-Rohölexporte aufgrund der zu erwartenden schwächeren Nachfrage in den nächsten Wochen wieder abflauen.
Davon abgesehen behalten die Marktteilnehmer die Entwicklungen im Hinblick auf das geplante Corona-Hilfspaket der US-Regierung im Auge und hoffen wieder auf einen ordentlichen Schub für die US-Wirtschaft und die Ölnachfrage.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX bleiben daher heute Morgen erst einmal auf hohem Niveau. Bei den Preisen zeichnen sich Preissteigerungen ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

02. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 56.94 $ Crude (WTI): 54.20 $ Gasoil: 463.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8970 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisrallye mit saudischen Kürzungen – Ölfutures starten fester in den Tag

Die kurzfristigen Nachfrageaussichten bleiben ein Belastungsfaktor an den Ölmärkten. Nach wie vor machen sich die Marktteilnehmer Sorgen über die die rasante Verbreitung der neuen, deutlich ansteckenderen Virusmutationen und die schleppend verlaufenden Impfkampagnen. Während die EU darum kämpft, genug Impfstofflieferungen zu bekommen, bringen die neuen Corona-Hotspots in China und anderen asiatischen Ländern die Erholung der Kraftstoffnachfrage ins Wanken. Insbesondere das rückläufige Flugaufkommen ist Beleg für die sinkende Reiseaktivität und Kraftstoffnachfrage.
Doch die bearishe Nachfrageseite wird zu Beginn des neuen Monats durch eine bullishe Angebotsseite ausgeglichen. Die Kürzungen Saudi-Arabiens von zusätzlich 1 Mio. B/T sowie die grundsätzliche Quotentreue der restlichen OPEC+ Mitglieder haben einmal mehr ihren Zweck erfüllt und die Ölpreise vor einem erneuten Einbruch bewahrt.
Fundamental gesehen bleibt das Spanungsfeld aus kurzfristigen Unsicherheiten und mittel- und langfristigen Erholungsaussichten bestehen. An den Ölbörsen wirkt die aktuelle Angebotsverknappung aber zunächst bullish und hat gestern für eine kleine Erholungsrallye gesorgt. Auch heute können die Ölfutures an ICE und NYMEX zunächst weiter zulegen und haben ihre Vortageshochs schon überschritten. Bei den Preisen zeichnet sich damit ebenfalls klares Aufwärtspotenzial im Vergleich zu gestern ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

01. Februar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.33 $ Crude (WTI): 52.36 $ Gasoil: 450.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8920 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudische Zusatzkürzungen stützen die Ölfutures

Mit Beginn des neuen Monats startet Saudi-Arabien seine zusätzlichen Förderkürzungen. Das Königreich wird damit im Februar und März zusätzlich zu den vereinbarten Kürzungen 1 Mio. B/T vom Markt nehmen. Bei den Marktteilnehmern sorgt dies zum Monatsbeginn für verhaltenen Optimismus.
Die mittelfristigen Aussichten für Öl sehen gut aus, aber es gibt kurzfristige Risiken rund um das Virus und die Impfkampagnen. Sorgen bereitet außerdem das nach wie vor schleppende Voranschreiten der Impfkampagnen vor allem in Europa. Zwar ist der Impfstoff des britischen Pharmaherstellers AstraZeneca inzwischen auch in der EU zugelassen, doch der Streit um deutlich niedrigere Liefermengen ist noch nicht vorbei.
Gemäß einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters erwarten die meisten Analysten, dass die Ölpreise für den Großteil des Jahres auf dem aktuellen Niveau bleiben werden, bevor dann zum Jahresende eine deutlichere Erholung einsetzen wird.
Gleichzeitig scheint sich aber auch die US-Schieferölindustrie wieder etwas zu erholen. Der Baker Hughes Bericht zu den gebohrten, aber noch nicht erschlossenen Ölanlagen wies in der vergangenen Woche immerhin wieder einen Anstieg von +6 auf.
Wir bleiben somit bei unserer fundamental neutralen Einschätzung. Bei den Preisen zeichnet sich leichte Aufwärtsspielräume ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

29. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.37 $ Crude (WTI): 52.14 $ Gasoil: 449.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8894 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures im Seitwärtstrend – Höhere OPEC+ Kürzungen stehen bevor

Ab nächster Woche wird Saudi-Arabien seine versprochenen zusätzlichen Kürzungen in Höhe von 1 Mio. B/T umsetzen. Gleichzeitig verzichtet der Rest der OPEC+ auf eine weitere Quotenanhebung um 500.000 B/T, wie sie im Januar durchgeführt wurde. Die saudische Kürzung bedeutet effektiv, dass die Förderkürzungen der OPEC+ von 7,2 Mio. B/T im Januar auf 8,125 Mio. B/T im Februar steigen werden.
Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer wird sich auf die Kürzungen der OPEC+ und deren Auswirkungen auf den Ölmarkt richten. In der kommenden Woche wird auch das Planungsgremium der OPEC+, das Joint Ministerial Monitoring Committee (JMMC) wieder tagen, um die aktuelle Strategie neu zu bewerten. Mit einer erneuten Abweichung von den im Januar getroffenen Beschlüsse rechnet allerdings keiner so wirklich.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX orientieren sich heute Morgen leicht nach unten und testen ihre Vortagestiefs. Auch bei den Inlandspreisen deutet sich, trotz des nachgebenden EUR/USD, Abwärtspotenzial im Vergleich zu gestern an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral bis bearish

 


28. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.47 $ Crude (WTI): 52.53 $ Gasoil: 451.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8889 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Nachfragesorgen bremsen bullishen DOE Impuls aus – Futures testen Abwärtsspielräume

Der Markt bewegt sich weiterhin im bekannten Spannungsfeld aus den akuten Nachfragesorgen, die durch die aktuellen Lockdowns entstehen, sowie der Erwartung eines wirtschaftlichen Aufschwungs, sowie die Maßnahmen zurückgeführt und die Pandemie wirksam eingeschränkt werden kann. Maßgeblichen Einfluss haben weiterhin die Impfkampagnen, die momentan hinter den Erwartungen zurückbleiben.
Kurzfristig scheinen die Bedenken bei der Nachfrage am Markt momentan zu überwiegen. Langfristig hingegen rechnen die Börsianer mit einer knapperen Versorgungslage, also auch mit einer Erholung des Ölbedarfs. Das zeigt sich insbesondere am Spread von Brent, der sich aktuell in einer klaren Backwardation-Konstellation befindet.
Neben der Erwartung einer anziehenden Ölnachfrage zur Jahresmitte hin, spielen hierbei sicherlich auch die zusätzlichen Kürzungen von Saudi-Arabien eine Rolle, die ab Februar zusätzlich eine Produktion in Höhe von 1 Mio. B/T vom Markt nehmen werden.
Die Futures haben ihre Kursgewinne von gestern Abend in der Nacht wieder abgebaut, sodass sich bei den Inlandspreisen momentan eine nachgebende Tendenz abzeichnet.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


27. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 56.27 $ Crude (WTI): 52.96 $ Gasoil: 454.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8864 Rheinfracht: 13.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures legen zu – API meldet starke Rohölabbauten

Die vom API gestern Abend gemeldeten US-Bestandsveränderungen haben an den Ölbörsen einen leicht bullishen Effekt, da die gesunkenen Rohölvorräte für die Marktteilnehmer unerwartet kamen.
Einer der größten Unsicherheitsfaktoren ist China, wo es Anfang Januar erstmals seit Monaten wieder ernstzunehmende Covid-19-Ausbrüche gab. Auch wenn die Infektionszahlen gestern und heute rückläufig waren, bleiben doch zahlreiche Lockdowns und Reisewarnungen in Kraft, die Millionen von Chinesen in ihrer Mobilität einschränken.
Die kurzfristigen Nachfragesorgen bleiben damit ein großes Thema am Ölmarkt, auch wenn nach wie vor ein positiver mittel- und langfristiger Ausblick die Ölpreise stützt.
Stützend wirken heute außerdem noch die vom API gemeldeten bullishen Aufbauten bei Rohöl.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX orientieren sich im frühen Handel weiter nach oben, und zumindest Brent testet schon die Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen zeigt sich im Vergleich zu gestern jedoch noch keine starke Veränderung.

Fundamental: neutral/bullish     Chartanalyse: neutral

 

 


26. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.45 $ Crude (WTI): 52.38 $ Gasoil: 450.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8887 Rheinfracht: 13.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gewinnmitnahmen nach Aufwärtstest von Montagnacht

Die Anzahl der Covid-19 Neuinfektionen soll laut Daten der National Health Commission gestern Montag im Vergleich zum Vortag gesunken sein. Die Märkte dürften dies positiv aufnehmen, ebenso wie die Aussage eines Vertreters des chinesischen Industrie- und IT-Ministeriums, der angab, der jüngste Covid-19-Ausbruch in Nordchina werde leichte Auswirkungen auf einige Branchen haben, im Fertigungssektor werde es jedoch keine Schließungen geben.
Spanien meldete nach dem Wochenende einen neuen Rekord bei den Neuinfektionszahlen. In Frankreich war die Zahl der Neuinfizierten so hoch wie seit zwei Monaten nicht mehr.
Die OPEC+ Länder scheinen ihre Bemühungen zu verstärken, das Ölangebot weiterhin im Zaum zu halten und so den Ölmarkt und die Preise zu stabilisieren. Darauf deuten zumindest die jüngsten Schätzungen im Januar hin.
Heute Morgen verlieren die Ölfutures an ICE und NYMEX leicht an Boden und auch der EUR/USD gibt nach. Bei den Inlandspreisen zeichnen sich derzeit noch keine größeren Veränderungen zu gestern ab.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


25. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.45 $ Crude (WTI): 52.32 $ Gasoil: 448.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8848 Rheinfracht: 13.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten unterhalb der GD7 in die neue Woche

Während in Hongkong der Lockdown eines Bereichs im Stadtviertel Kowloon nach Massentests aufgehoben wurde, wurden andernorts die Eindämmungsmaßnahmen erneut verschärft. Israel kündigte zuletzt außerdem an, alle Passagierflüge für eine Woche einzustellen.
Dies dürfte die Sorgen der Marktteilnehmer hinsichtlich der Erholung der durch die Corona-Pandemie stark gesunkenen Kerosinnachfrage nicht abklingen lassen. Zu den Nachfragesorgen allgemein trägt auch der erneute Anstieg der Neuinfektionen in China bei.
Derweil blicken die Marktteilnehmer weiterhin auf die Entwicklung von Nachfrage und Beständen in den USA, dem größten Ölkonsumenten der Welt. Der massive Anstieg der landesweiten Rohölvorräte, der vom DOE am Freitag gemeldet worden war, dürfte bei vielen Händlern für eine bearishe Überraschung gesorgt haben.
Heute Morgen handeln die Ölfutures an ICE und NYMEX in etwa auf dem Schlussniveau von Freitag. Der EUR/USD notiert etwas fester, zumindest im Vergleich zu Freitagnachmittag deutet sich bei den Inlandspreisen allerdings dennoch leichtes Aufwärtspotenzial an.

Fundamental: neutral        Chartanalyse: neutral

 


22. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.41 $ Crude (WTI): 52.42 $ Gasoil: 449.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8853 Rheinfracht: 13.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gewinnmitnahmen an ICE und NYMEX – Nachfragesorgen sind zurück

Es sind vor allem die besorgniserregenden Meldungen aus China, die den Ölmärkten zum Wochenende einen Dämpfer versetzen. Die Nachricht von weiteren Mobilitätseinschränkungen während des chinesischen Neujahrsfestes belastet die Ölbörsen sehr. Den Investoren fällt es vor dem Wochenende schwer die kurzfristigen Risiken zugunsten langfristiger Gewinne zu ignorieren, da die steigenden Covid-Fallzahlen in China enorme Nachfragesorgen auslösen.
Experten befürchten, dass der Ölmarkt ein bisschen überkauft ist, wenn man die kurzfristigen Nachfrageaussichten betrachtet.
Zuletzt hatte vor allem die Hoffnung auf das versprochene US-Hilfspaket in Billionenhöhe die Händler positiv gestimmt. Man wolle schon in der ersten Februarwoche einen Gesetzentwurf für das Konjunkturprogramm vorlegen. Damit scheint die neue demokratische Regierung ihr Versprechen wahr zu machen, den Kampf gegen Corona als oberste Priorität zu behandeln.
Heute werden die Marktteilnehmer außerdem gespannt die US-Bestandsveränderungen im Auge behalten. Das API hatte am Mittwoch überraschend hohe Aufbauten bei Rohöl gemeldet und somit einen bearishen Akzent gesetzt. Es wird sich zeigen, ob das DOE diese Daten heute bestätigt.
Auch wenn der grundsätzliche Optimismus der Anleger und somit auch der langfristige Aufwärtstrend an den Ölbörsen anhält, dürfte die Anfälligkeit für Abwärtskorrekturen zugenommen haben.
So schätzt man die fundamentale Konstellation an den Ölbörsen aktuell leicht bearish ein. Bei den Preisen ergeben sich Abwärtspotenziale.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

21. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.98 $ Crude (WTI): 53.19 $ Gasoil: 456.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8890 Rheinfracht: 13.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Erste Gewinnmitnahmen nach API – Futures bleiben über GD 7 Linie

Mit Joe Biden hat ein neuer Hoffnungsträger in Washington die Amtsgeschäfte übernommen. Nach wie vor sorgt sein versprochenes Corona-Hilfsprogramm in Höhe von 1,9 Bio. Dollar für gute Stimmung an den Börsen.
Experten sehen den Ölmarkt nahezu unbeeindruckt von „all den neuen Virus-Varianten und Lockdown-News. Man konzentriere sich stattdessen eher auf „Bidens Agenda, die dabei helfen dürfte Corona deutlich früher zu besiegen und große Teile der Wirtschaft zu unterstützen, bis sich die Ölnachfrage wieder normalisiert hat. Aus Sicht des Experten bereitete vor allem ein kurz- und mittelfristiger Nachfragerückgang aufgrund der vielen Mobilitätsbeschränkungen Probleme, auch wenn mit den Impfkampagnen langfristig Licht am Ende des Tunnels zu sehen sei.
Es wird sich nun zeigen, wie schnell und vor allem wie erfolgreich die neue Regierung Biden an die Arbeit gehen wird und ob das Konjunkturpaket, auf das in den letzten Wochen alle Marktteilnehmer ihre Hoffnung gesetzt hatten, seine Wirkung entfalten kann. Dafür muss es nun aber erst einmal offiziell verabschiedet werden.
Fundamental bleibt es damit vorerst noch bei einer neutralen Haltung, auch wenn es so aussieht, als würde die bearishe Waagschale demnächst etwas Übergewicht bekommen.
Bei den Preisen ergeben sich moderate Abwärtspotenziale.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

20. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 56.23 $ Crude (WTI): 53.43 $ Gasoil: 460.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8872 Rheinfracht: 13.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures weiter im Aufwärtstrend – Bidens Konjunkturpaket stütz die Märkte

Der Optimismus an den Ölbörsen hält sich hartnäckig und der Aufwärtstrend ist ungebrochen. Vor allem die Aussicht auf schnelle Finanzhilfen in den USA, die von der neuen Regierung erwartet werden, sorgen für Hoffnung auf eine baldige wirtschaftliche Erholung.
Analysten warnen aber auch: Das Risiko liegt im Moment bei den Corona-Lockdowns und dass einige Länder ihre Maßnahmen verschärfen. In Deutschland hat die Ministerpräsidentenkonferenz erst gestern die Verlängerung des „harten Lockdowns“ bis zum 14. Februar beschlossen.
In China sind ebenfalls seit kurzem wieder weite Landesteile abgesperrt, was vor allem die Angst vor einem neuen Nachfrageeinbruch schürt.
Heute achten die Marktteilnehmer aber zunächst auf die feierliche Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden in Washington. Nach den Ausschreitungen im Kapitol am 6. Januar ist die US-Hauptstadt nahezu komplett abgeriegelt und der Festakt findet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt.
Alles in Allem bleiben die Marktteilnehmer guter Dinge und setzen nach wie vor auf Steigende Preise, obwohl in all der bullishen Stimmung immer mehr bearishe Elemente vorhanden sind. Auf Grund der neuen Corona-Welle und der weitreichenden Lockdowns gibt es daher eine fundamental neutrale Haltung. Bei den Preisen zeichnen sich geringe Aufwärtspotenziale ab.
 
Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

19. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.08 $ Crude (WTI): 52.29 $ Gasoil: 454.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8907 Rheinfracht: 15.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach US-Feiertag fester

Die Zahl der weltweit gemeldeten Covid-19 Fälle liegt mittlerweile bei über 95 Millionen. In den USA sind mehr als 24 Millionen Fälle bekannt. Die Hoffnung, dass Joe Biden nach seiner Vereidigung wie angekündigt die Impfkampagnen beschleunigen und zudem ein umfangreiches Konjunkturpaket auf den Weg bringen kann gaben den Finanzmärkten zuletzt Auftrieb.
Derweil werden die Marktteilnehmer jedoch weiterhin die Entwicklung der Covid-19 Pandemie in China im Auge behalten, wo die Anzahl der Neuinfektionen in der vergangenen Woche wieder zugenommen hatte und für Befürchtungen sorgte, umfangreichere Lockdowns könnten auch die Erholung der chinesischen Ölnachfrage in Mitleidenschaft ziehen.
Heute wird zunächst der aktuelle Monatsbericht der IEA im Fokus der Händler liegen. Während die EIA in ihrem Bericht ihre Prognose zum Nachfragewachstum für 2021 nach unten korrigierte, behielt die OPEC in ihrem Monatsbericht ihre Nachfragewachstumsprognose für das laufende Jahr bei.
Was die Daten zu den US-Ölbeständen angeht, so werden diese aufgrund des gestrigen Feiertags in den USA und der Vereidigung von Joe Biden in dieser Woche später veröffentlicht als üblich. So könnten die Ölbörsen kurz vor dem Wochenende noch einmal richtungsweisende Impulse erhalten.
Bei den Preisen zeichnen sich daher rein rechnerisch keine grösseren Veränderungen zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

18. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 54.83 $ Crude (WTI): 52.16 $ Gasoil: 453.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8913 Rheinfracht: 15.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten unterhalb des GD7 in die neue Handelswoche

Zuletzt ließen der erneute Anstieg der Corona-Neuinfektionen in China und die daraus resultierenden restriktiven Maßnahmen wieder Sorgen aufkommen, die Erholung der Ölnachfrage der Volksrepublik könnte ins Stocken geraten. Konjunkturdaten aus China könnten die Stimmung der Marktteilnehmer heute wieder leicht aufhellen, denn die Wirtschaft des Landes wuchs im vergangenen Jahr trotz Corona-Pandemie immerhin noch um +2,3 Prozent.
In den USA kündigte der designierte Präsident Joe Biden am Freitag an, er wolle das Tempo der Impfkampagne im Land deutlich beschleunigen. Gelingt ihm dies, könnte sich das auch bullish auf die Ölbörsen auswirken, schließlich sind die USA der größte Ölkonsument der Welt. Erst einmal dürfte jedoch nun bei den Marktteilnehmern die Vereidigung Bidens am kommenden Mittwoch im Fokus sein.
Auf der Angebotsseite könnte die vernachlässigte und beschädigte Ölinfrastruktur der OPEC+ entgegenkommen, das weltweite Angebot weiterhin im Zaum zu halten. Libyen ist von den gemeinsamen Förderkürzungen der OPEC+ Produzenten ausgenommen, da die Ölindustrie des Landes durch die innerpolitischen Konflikte in den vergangenen Jahren ohnehin schon stark beeinträchtigt war.
Nachdem EIA und OPEC bereits letzte Woche ihre aktuellen Monatsberichte bekannt gaben, ist am morgigen Dienstag nun noch der entsprechende Bericht der IEA fällig. Bei den Preisen deutet sich rechnerisches Abwärtspotenzial zu Freitag an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: bearish
 
 

15. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.70 $ Crude (WTI): 53.09 $ Gasoil: 459.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8885 Rheinfracht: 15.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise unter Druck - US-Sanktionen gegen China und schwache Ölnachfrage

Nach wie vor hält sich ein gewisser Optimismus an den Ölbörsen und die Hoffnung auf ein Licht am Ende des düsteren Corona-Tunnels bleibt bestehen. Allerdings wird den Marktteilnehmern mehr und mehr bewusst, dass es möglicherweise erst noch einmal dunkler wird...
Neben der sinkenden Nachfrage in Europa bereiten vor allem die vielen neuen Infektionen in China Sorge. Am Freitag meldete China die höchste Zahl an Neuinfektionen seit mehr als zehn Monaten. Die Euphorie am Ölmarkt ist zwar eindeutig stark, aber die Marktindikatoren aus Asien sind gemischt.
Für Hoffnung sorgte gestern allerdings der designierte US-Präsident Joe Biden, der ankündigte, insgesamt 1,9 Billionen Dollar für ein neues Corona-Hilfsprogramm ausgeben zu wollen. Die Infrastrukturkomponente des US-Konjunkturprogramms bietet eine gewisse Unterstützung für die Ölpreise angesichts der aktuellen Covid-19-Sorgen, die auf die Benzinnachfrage drücken.
In beiden Fällen hat sich die Rhetorik in den vergangenen Wochen verschärft. Vor allem eine Wiederaufnahme des 2015 geschlossenen Atomabkommens mit dem Iran scheint eine echte Herkulesaufgabe zu werden.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX geben mit diesen fundamental trüben Aussichten am Morgen nach und veranlassen zu einer fundamental leicht bearishen Einstufung. Bei den Preisen gibt es derzeit rechnerisch nur kleinere Preisveränderungen.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

14. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 56.26 $ Crude (WTI): 53.18 $ Gasoil: 461.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8875 Rheinfracht: 15.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisrallye gestoppt – Technische Verkaufssignale und neue Corona-Lockdowns

Die zum Jahresanfang gestartete Preisrallye, die mit den freiwilligen Kürzungen Saudi-Arabiens um 1 Mio. B/T ihren Ausgang nahm, scheint erst einmal gestoppt.
Die die DOE-Bestandsdaten hatten gestern einen deutlichen Abbau bei Rohöl und eine gestiegene Nachfrage gemeldet, aber eben auch deutliche Aufbauten bei Destillaten und Benzin – ein Faktor, der von den Marktteilnehmern als Zeichen eines Überangebots bei den Produkten gesehen wird und daher die Preise belastet.
Die Corona-Pandemie bleibt ein allgegenwärtiges Thema und drängt sich mit immer neuen weltweiten Lockdowns wieder zurück ins Bewusstsein der Marktteilnehmer.
Die Ölproduzenten stehen vor einer noch nie dagewesenen Herausforderung, Angebot und Nachfrage auszugleichen, da Faktoren wie das Tempo und die Reaktion auf die Corona-Impfungen große Unsicherheiten darstellen und die Aussicht trüben.
Für Optimismus sorgt neben den erfolgreichen Impfkampagnen, die weltweit angelaufen sind, auch die Aussicht auf umfangreiche finanzielle Corona-Hilfen. Joe Biden, der designierte US-Präsident, hatte Anfang der Woche ein Hilfspaket in Billionenhöhe in Aussicht gestellt, welches er heute im Detail vorstellen will.
Die fundamentale Marktlage schätzt man daher noch neutral ein. Eventuell könnte ein bearishe OPEC Report heute die Richtung entscheidend beeinflussen, so dass sich bei den Preisen zu gestern leichte Abwärtspotenziale ergeben.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

13. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 57.00 $ Crude (WTI): 53.59 $ Gasoil: 463.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8853 Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bauen Vortageshochs bereits weiter aus

Der US-Rohölkontrakt WTI erreichte mit dem gestrigen Tageshoch von 53,45 Dollar pro Barrel den höchsten Stand seit Ende Februar 2020, allerdings dürfte von diesem Niveau aus kaum noch Aufwärtspotenzial vorhanden sein.
Zwar korrigierte die EIA die Prognosen aus ihrem Dezember-Bericht deutlich nach oben, für das erste Quartal 2021 rechnen die Experten allerdings bei WTI dennoch „nur“ von einem Durchschnittspreis von 52,69 Dollar pro Barrel – Tendenz für die folgenden Quartale des Jahres: fallend.
Laut EIA dürfte die Ölnachfrage 2021 im Jahresdurchschnitt noch nicht einmal – wie im vergangenen Bericht noch angenommen – die Marke von 98 Mio. B/T überschreiten. Dem Niveau von 2019, also vor der Covid-19-Pandemie, dürfte sich die weltweite Nachfrage erst 2022 wieder annähern. Lichtblick in puncto Nachfrage dürfte laut EIA China bleiben.
Auf kurze Sicht werden die Marktteilnehmer nun auf die Ölbestandsdaten heute Nachmittag achten. Sollte sich der vom API gemeldete starke Rückgang der landesweiten Rohölbestände bestätigen, könnte dies zumindest für eine kurze Aufwärtsbewegung sorgen, die jedoch durch potenzielle Aufbauten bei den Produkten und eine schwächere Nachfrage ausgebremst werden könnte.
Heute Morgen setzen die Ölfutures die Aufwärtsbewegung von Dienstag weiter fort, daher deutet sich bei den Preisen nur leichte Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

12. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 56.01 $ Crude (WTI): 52.63 $ Gasoil: 455.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8903 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten unterhalb der Vortageshochs

Nach dem kurzfristigen Aufwärtstrend, der sich in der vergangenen Woche an den Ölbörsen entwickelt hatte und die Futures zu neuen Mehrmonatshochs führte, nahmen die Marktteilnehmer am gestrigen Montag Gewinne mit. Laut Experten dürfte dies jedoch nur ein kurzzeitiges Aufleuchten gewesen sein – sofern Covid-19 in China eingedämmt bleibt.
Am heutigen Dienstag kamen außerdem weitere negative Covid-19-Meldungen aus Japan und Malaysia. So soll Japans Premierminister angekündigt haben, für weitere Präfekturen des Landes den Notstand ausrufen. Für Malaysias gilt ein nationales Reiseverbot sowie einen 14-tägigen Lockdown der Hauptstadt Kuala Lumpur und fünf weiterer Bundesstaaten.
Auf der Angebotsseite dürfte die US-Schieferölindustrie angesichts der mittlerweile wieder höheren Ölpreise die Produktion steigern, denn ein Großteil der US-Schieferölproduktion sind bei Preisen ab 50 Dollar pro Barrel rentabel. In diesem und dem kommenden Jahr werde auch die Nachfrage für das zusätzliche US-Rohöl vorhanden sein. Längerfristig sollten die US-Unternehmen allerdings den Energiewandel nicht unterschätzen.
In dieser Woche dürften die Bestandsdaten allerdings etwas in den Hintergrund rücken, da die EIA am heutigen Abend ihren aktuellen Monatsbericht veröffentlichen wird.
Bei den Preisen deutet sich daher weiterhin Aufwärtspotenzial im Vergleich zu Montag an.
 
Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

11. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.28 $ Crude (WTI): 51.79 $ Gasoil: 443.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8875 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Biden kündigt Hilfspaket in Billionenhöhe an – Corona-Sorgen trüben den Wochenstart

Zum Wochenanfang scheint die Preisrallye der letzten Woche erst einmal gebremst, auch wenn der bullishe Effekt der saudischen Produktionskürzungen nach wie vor bestehen bleibt. Die Sorge einer Überversorgung in den kommenden Monaten tritt damit erst einmal im Hintergrund.
Doch auch in dieser Woche drängt sich das Corona-Virus zurück ins Bewusstsein der Marktteilnehmer. Europa und auch die USA sind in dieser Beziehung ja schon länger die Sorgenkinder, sind hier doch die Infektions- und Todeszahlen enorm hoch und die Verbreitung durch die mutierte Version des Virus kaum einzudämmen. Inzwischen steigen aber auch die Neuinfektionen in China wieder bedenklich an.
Doch nun hat die nationale Gesundheitsbehörde Chinas den größten täglichen Anstieg an Covid-19-Fällen seit 5 Monaten gemeldet und große Teile der Provinz Hebei nahe der Hauptstadt Peking wieder in den Lockdown geschickt.
Das Spannungsfeld aus bullishen und bearishen Faktoren bleibt damit auch zum Auftakt der neuen Woche bestehen. Die Gewinnmitnahmen am Morgen dürften technischer Natur sein während die fundamentale Konstellation weiter neutral eingestuft wird und im Vergleich zu Freitag Vor- und Nachmittag bleiben aber noch immer Preissteigerungen bestehen.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

08. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 54.87 $ Crude (WTI): 51.30 $ Gasoil: 439.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8853 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Analysten erwarten starke Käufe von Rohöl-Kontrakten – Futures mit 11-Monatshochs

Marktteilnehmer berichten, dass am Donnerstag sieben Nordsee Rohöl-Cargoes den Besitzer wechselten. Eine außergewöhnlich starke Nachfrage. Doch dies könnte eventuell auch eine Reaktion auf die angekündigte Produktionskürzung der Saudis sein, um die Versorgung sicherzustellen. Die überraschende Maßnahme Saudi-Arabiens ist auch weiterhin eines der maßgeblichen Themen am Markt. Aufgrund des überraschenden Versprechens der Saudis, die Produktion zu drosseln, wird erwartet, dass die Ölmärkte bis Februar in einer bullischen Stimmung bleiben werden.
Auf der bullishen Seite sehen die Marktteilnehmer auch den Einfluss der Neuausrichtung der globalen Rohstoffindizes, durch den starke Käufe an den Ölbörsen über die kommenden Tage erwartet werden, wenngleich wohl ein gewisses Kaufpotenzial durch institutionelle Investoren bereits in den letzten Tagen antizipiert wurde. Hinzu kommt der Wahlsieg der Demokraten im Senat, durch den weitere Konjunkturprogramme einfacher werden, sowie die Spannungen mit dem Iran.
Auf der bearishen Seite bleibt der große Einfluss der Corona-Pandemie und die Rekordinfektionen und Todesfälle. Daraus bildet sich ein Spannungsfeld mit den bullishen Elementen. Der Markt nimmt für den Moment fundamental weiter eine tendenziell bullishe Haltung ein.
Die Futures an den Ölbörsen präsentieren sich in den Morgenstunden bisher wenig verändert, und so zeichnen sich aktuell auch nur kleinere Preisveränderungen ab.

Fundamental: neutral/bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

07. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 54.75 $ Crude (WTI): 51.13 $ Gasoil: 437.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8793 Rheinfracht: 16.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Unruhen ohne Einfluss auf Ölbörsen – Preise bleiben nach DOE fest

Die gestern veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des DOE haben am Ende einen leicht bullishen Einfluss, auch wenn die Produktnachfrage stark gesunken ist und die Produktvorräte deutlich zulegten. Die Zahlen sind allerdings schwer zu interpretieren, sind diese doch von saisonalen Verzerrungen und Besonderheiten geprägt.
Auch die Unruhen vor und in dem Capitol in Washington, USA, haben nur wenig Einfluss auf die Preise, so lange es bei einem einmaligen Vorkommnis bleibt. Finanzmarkakteure rechnen damit, dass nun weitere und umfangreiche Hilfsprogramme für die Wirtschaft folgen. Zeitgleich wird es Biden der US-Ölindustrie eher schwerer machen als Trump. Beides wird sich längerfristig tendenziell bullish auf die Ölpreise auswirken.
Die Produktionskürzung der Saudis ab Februar ist momentan aber der Hauptfaktor, der die Preise nach oben treibt, bzw. hochhält. Am Ende wird es darauf hinauslaufen ob die neuen Lockdowns die Ölnachfrage tatsächlich derart stark senken werden, oder die Produktionskürzung der Saudis überwiegen wird. Momentan jedenfalls dominieren noch die bullishen Faktoren.
In der Gesamtbetrachtung bleibt auch heute somit eine fundamental neutral bis bullishe Haltung. Für heute deuten sich bei den Preisen weitere Preissteigerungen in geringem Umfang an.

Fundamental: neutral/bullish      Chartanalyse: neutral/bullish
 
 

06. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 53.95 $ Crude (WTI): 50.10 $ Gasoil: 436.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8771 Rheinfracht: 17.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudi-Arabien kürzt Ölproduktion – Preise klettern auf neue Langzeithochs

Die Spannungen am Persischen Golf haben in dieser Woche wieder zugenommen, nachdem die Iraner ihre Urananreicherung hochgefahren haben und ein südkoreanisches Schiff festsetzten.
Die US Ölbestandsdaten des API wurden bisher vom Markt ignoriert, wenngleich diese mit ihren Abbauten bei den Produktvorräten klar bearish sind und auf eine schwache Ölnachfrage hindeuten. In den Schatten gestellt werden alle Faktoren aktuell von der Entscheidung der OPEC+ die Produktionssteigerungen für Februar und März auszusetzen, während die Saudis das Angebot um 1 Mio. B/T reduzieren. Diese Maßnahme kam für die Marktteilnehmer überraschend.
Auf den ersten Blick ist die Entwicklung der Produktionsmengen der OPEC+ sicherlich bullish, und entsprechend auch die Wirkung auf die Ölpreise. Doch auf den zweiten Blick ist die Gemeinschaft geschwächt und die Maßnahme ein starkes Indiz, dass man die Ölnachfrage zum Start 2021 deutlich schwächer einschätzt als bisher prognostiziert. Fundamental überwiegen zunächst einmal die bullishen Faktoren, weshalb wir auch einen neutral bis bullishen Standpunkt einnehmen. Allerdings bilden die strikteren Lockdowns sowie die Zahlen des API auch ein bearishes Gegengewicht.
Entsprechend zeichnen sich für heute Morgen kräftige Preisaufschläge zu gestern ab.

Fundamental: neutral/bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

05. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 50.84 $ Crude (WTI): 47.45 $ Gasoil: 415.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8807 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ Meeting verlängert – Technische Verkaufssignale

Die Spannungen im Mittleren Osten mit dem Iran sind bullish zu bewerten, insbesondere nachdem der Iran erneut in den internationalen Schiffsverkehr eingegriffen und die Anreicherung von Uran auf 20% begonnen hat. Mit einem offenen Konflikt rechnet an den Märkten offenbar niemand, denn ansonsten hätte es eine deutliche Reaktion an den Ölbörsen gegeben.
Im Fokus der Marktteilnehmer heute vor allem weiter das Meeting der OPEC+ Gruppe, die gestern nicht zu einer Einigung kam. Das Drama um das OPEC+ Treffens belaste natürlich die Ölpreise, aber größeren Einfluss habe wahrscheinlich die noch unbekannte Auswirkung der neuen Lockdowns und die damit verbundenen Belastungen für Wirtschafts- und Reiseaktivität. Generell wurde der Markt zuletzt von einem Optimismus rund um die Verteilung der Impfstoffe beflügelt, doch die neuen Lockdowns haben den Nachfragausblick gedämpft.
Mit Blick auf die Spannungen mit dem Iran, dem noch offenen Ausgang der OPEC+ Verhandlungen sowie den Unsicherheiten bezüglich der Ölnachfrage, bleibt die Lage fundamental neutral. Bei den Preisen deuten sich heute starke Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: bearish
 
 

04. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 53.00 $ Crude (WTI): 49.54 $ Gasoil: 436.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8830 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise ziehen zum Jahresstart an – Warten auf OPEC+ Entscheidung

Zwischen den Jahren blieb der Handel an den Ölbörsen wie erwartet ruhig und relativ unaufgeregt. Wie schon im alten Jahr bleibt das wichtigstes Thema hierbei: Corona. Die Pandemie hat die Welt und die Ölbörsen nach wie vor fest im Griff. Wie es um die Nachfrage tatsächlich steht, muss sich in den kommenden Wochen erst noch weisen. Hinzu kommt, dass sich mit den Feiertagen die Ansteckungen drastisch erhöht haben und es im Januar zu einer neuen massiven Infektionswelle kommt.
Zahlreiche Regierungen haben bereits angedeutet, dass die strengen Lockdowns aus Dezember vermutlich noch einmal verlängert werden müssen.
Die OPEC+ und ihre Entscheidung über die weitere Produktionssteigerung steht ebenfalls im Fokus. Die Gruppe ist bekanntermassen unschlüssig, ob man diese Maßnahme beschließen sollte oder noch einmal verschiebt. Auch die Experten sind sich hierüber noch sehr unsicher.
Vor den Weihnachtsfeiertagen hatten die spekulativen Marktteilnehmer tendenziell zu Long-Positionen aufgebaut und diese über den Feiertagshandel wieder glattgestellt. Mit dem Handelsauftakt heute und der OPEC+ Entscheidung vor der Brust könnten die Trader nun zunächst einmal auf Nummer sichergehen und sich für Long-Positionen entscheiden, die die Börsen stützen würden.
Die Preise legen in den ersten Handelsstunden deutlich zu und sorgen so für eine feste Tendenz.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

21. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 50.58 $ Crude (WTI): 47.44 $ Gasoil: 418.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8883 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Wir wünschen besinnliche und schöne Festtage

Ein ereignisreiches, spezielles, herausforderndes Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und auf diesem Weg wünschen wir Ihnen schöne und erholsame Festtage im Familien- und Freundeskreis sowie einen guten Rutsch in ein neues, erfolgreiches Jahr 2021
Bleiben Sie bitte Gesund und wir freuen uns, Sie ab dem 04. Januar 2021 wieder mit News und Berichten bedienen zu können.
Natürlich sind wir jederzeit erreichbar, sollten Sie Ihre Preise oder Informationen benötigen.
 
Ihr Verkaufsteam der Lang Energie AG

18. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 51.25 $ Crude (WTI): 48.17 $ Gasoil: 425.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8844 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Brent zurück in Contango – Charttechnik mit erheblichem Korrekturpotenzial

Die OPEC+ hatte gestern ihr JMMC Meeting auf Januar verlegt. Die Hintergründe sind noch nicht ganz klar, es könnte allerdings ein Zeichen sein, dass sich die Mitglieder nicht ganz einig sind, wie man die aktuelle Marktlage bewertet. Das wäre ein besorgniserregendes Zeichen, spricht dies doch für erhöhte Spannungen innerhalb der Gruppe.
Das Treffen soll nun am selben Tag wie das OPEC+ Meeting stattfinden, vermutlich um vorab keine Vorlage für Unruhe am Markt zu sorgen.
Aktuell konzentriert sich der Markt vor allem darauf, dass sich die Nachfrage künftig zügig erholt und setzt auf steigende Preise.
In 2021 wird die Wirtshaft sicherlich wieder stark wachsen, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, wenn große Teile der Bevölkerungen geimpft sind und die Einschränkungen im öffentlichen Leben abnehmen.
Wir nehmen aktuell einen neutralen Standpunkt ein, während sich für das Inland mit den vorsichtigen Gewinnmitnahmen in den Morgenstunden nur kleine Preisänderungen, jedoch mit nachgebender Tendenz, andeuten.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral/bearish

 


17. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 51.66 $ Crude (WTI): 48.40 $ Gasoil: 427.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8834 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Expansive Fed, Ölnachfrage, US-Hilfspaket und DOE – Ölpreise markieren neue Corona-Hochs

Die vom DOE gestern Nachmittag veröffentlichten Ölbestandsdaten waren mit dem Anstieg der Nachfrage und Abbauten bei den Rohöl- und Gesamtbeständen klar bullish, auch wenn eine starke Aufwärtsbewegung ausblieb. Auch in Bezug eines Hilfspakets gibt es einen neuen Hoffnungsschimmer, wenngleich auch keine Details bekannt sind.
Wichtig ist hier, dass die Hängepartie ein Ende findet und die US-Wirtschaft ein Konjunkturpaket bekommt, das vermutlich ein Umfang von 900 Mrd. Dollar haben wird.
Die jüngsten Meldungen sind daher unterm Strich allesamt bullish und sorgen entsprechend dafür, dass wir heute Morgen nun auch eine fundamental neutral bis bullishe Haltung einnehmen. Trader warten nun die OPEC+ Gruppe, die heute zum JMMC Meeting zusammenkommt. Die Ölpreise ziehen an den Ölbörsen in New York und London heute Morgen weiter an und bauen damit ihre Corona-Hochs von gestern erst einmal weiter aus. Damit deuten sich auch für das Inland heute Vormittag weitere Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral/bullish     Chartanalyse: neutral/bullish

 


16. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 50.56 $ Crude (WTI): 47.44 $ Gasoil: 417.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8850 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise mit neuem Corona-Hoch – Spekulanten setzen auf Impfstoffe

Die IEA hatte ihre Erwartungen für die globale Ölnachfrage 2020 gestern um -50.000 und für 2021 um -170.000 B/T gesenkt. Damit stand die IEA nicht allein da, denn auch die OPEC hatte in ihrem Monatsreport am Montag ihren Nachfrageausblick gesenkt. Dennoch gehen die Experten der EIA davon aus, dass der Überhang der Ölbestände, der in diesem Jahr aufgebaut wurde, bis Ende 2021 wieder vom Markt verschwunden sein wird.
Die Stimmung am Markt ist momentan etwas bullish, was vor allem an den positiven Meldungen zu den Impfstoffen liegt, von denen man sich einen Schub für die Nachfrage im kommenden Jahr erhofft.
Trader warten auf die US-Ölbestandsdaten des DOE um 16:30 Uhr. Da der Optimismus der Marktteilnehmer mit den positiven Meldungen zu den Corona-Impfstoffen ungebrochen scheint, schätzen wir die fundamentale Lage neutral ein. In den Morgenstunden tut sich nicht viel an den Ölbörsen, so deuten sich bei den Inlandspreisen nur kleine Preisanhebungen zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 


15. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 50.03 $ Crude (WTI): 46.77 $ Gasoil: 415.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8867 Rheinfracht: 23.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bearisher OPEC Bericht mit nur kurzer Wirkung

Die OPEC sieht den Markt im kommenden Jahr etwas besser versorgt als noch im November. Allerdings bleiben die Unsicherheiten "hoch, hauptsächlich aufgrund der Entwicklung der Corona Pandemie, der Verteilung der Impfstoffe und den strukturellen Einflüssen des Verhaltens der Verbraucher, in erster Linie was den Transportsektor anbelangt", so die OPEC.
Entsprechend wird die OPEC+ Gruppe nun auch wohl von Monat zu Monat neu entscheiden, wie man die Marktversorgung weiterhin steuern wird.
Aus fundamentaler Sicht nehmen wir aktuell einen neutralen Standpunkt ein, während der Markt nun vermutlich auf den IEA Monatsreport, die US-Ölbestände, das JMMC Meeting und auf neue Konjunkturhilfen der Fed warten. Heute Vormittag kommen die Preise vom späten Preisanstieg gestern wieder zurück, notieren dabei aber noch klar über den Tagestiefs vom späten Nachmittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich aktuell kleinere Preissenkungen zu gestern an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


14. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 50.40 $ Crude (WTI): 47.01 $ Gasoil: 416.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8886 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölnachfrage entwickelt sich positiv – Ölpreise werden gestützt

Die Erwartung des Irans, seine Ölförderung im kommenden Jahr drastisch steigern zu können, dürfte die Sorgenfalten der OPEC+ Gruppe nicht gerade kleiner werden lassen. Diese hat die für Januar geplante Produktionssteigerung um 1,9 Mio. B/T auf 0,5 Mio. B/T abgeschwächt, während auch die gestiegene Förderung Libyens, das mittlerweile etwa 1,25 Mio. B/T produziert, die Gruppe unter Druck setzt.
Auch wenn Deutschland in den Lockdown geht, in anderen Ländern steigt der Ölverbrauch wieder an. Saisonal ist der Ölbedarf im ersten Quartal zwar immer schwach, doch die aktuelle Entwicklung könnte dies ausgleichen. Der Markt befindet sich damit in einem Spannungsfeld aus bullishen Erwartungen bezüglich der positiven Auswirkungen der Corona-Impfstoffe und der bearishen Realität, dass die Impfungen noch viele Monate dauern werden. Die fundamentale Konstellation schätzen wir dennoch kurzfristig leicht bullish ein. Nach der Aufwärtsbewegung in den Morgenstunden deuten sich für die Inlandspreise aktuell kleine Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


11. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 50.26 $ Crude (WTI): 46.85 $ Gasoil: 413.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8855 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Brent startet oberhalb von 50 Dollar

Auch wenn die Stimmung am Markt zuletzt langsam ins Bullishe zu drehen scheint, kann die fundamentale Situation am Ölmarkt zum aktuellen Zeitpunkt bestenfalls als neutral betrachtet werden.
Mögliche weitere Verschärfungen der Covid-19 Eindämmungsmaßnahmen um die Weihnachtszeit könnten sich kurzfristig erst einmal noch nachteilig auf die Nachfrage auswirken. Bart Melek von TD Securities ist daher etwas überrascht, dass der Brent-Kontrakt bereits gestern die 50 Dollar-Hürde überschritt. Einige Experten glauben daher, dass der Markt derzeit etwas überhitzt sei.
Nachdem die EIA in ihrem Monatsbericht am Dienstag trotz niedrigerer Nachfrageprognosen für 2021 ein stärker als bislang erwartetes Angebotsdefizit ankündigte, warten die Händler nun auf die Markteinschätzungen der OPEC und der IEA, die ihre Monatsreports am Montag und Dienstag veröffentlichen werden.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX orientieren sich derzeit leicht nach unten, handeln jedoch noch auf hohem Niveau. Der EUR/USD testet das Hoch von Donnerstag. Insgesamt deutet sich bei den Inlandspreisen Aufwärtspotenzial zu Donnerstag an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


10. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 48.92 $ Crude (WTI): 45.36 $ Gasoil: 400.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8891 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach DOE-Bestandsschock wieder etwas fester

Die enormen Bestandsaufbauten in den USA haben am Mittwoch an den Ölbörsen kurzzeitig für einen deutlichen Rücksetzer gesorgt. Der überraschend starke Anstieg der US-Rohölvorräte in der vergangenen Woche wurde vor allem durch die hohen Netto-Importe in dieser Kategorie verursacht, die wiederum daraus resultierten, dass die Rohölexporte auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2018 sanken.
Nachdem Großbritannien in dieser Woche bereits eine Impfkampagne gestartet hat, sollen kommende Woche auch in Kanada die ersten Impfungen durchgeführt werden. Auf Angebotsseite werden die Marktteilnehmer erst einmal die Produktion der OPEC+ im Auge behalten, die ab Januar um +0,5 Mio. B/T gesteigert werden soll. Wie stark die Produktion des Bündnisses im Februar angehoben wird und ob überhaupt, dürfte sich Anfang Januar entscheiden.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX notieren derzeit nur knapp oberhalb ihrer Vortagesettlements, während sich der EUR/USD leicht von seinem Tief von Mittwochabend erholt. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich leichtes Abwärtspotenzial zu Mittwoch ab.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 


9. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 48.67 $ Crude (WTI): 45.41 $ Gasoil: 400.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8876 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach API-Bestandsdaten weicher

Die Anzahl der insgesamt in den USA registrierten Covid-19-Fälle ist mittlerweile über 15 Millionen gestiegen und mit North Carolina wird in dieser Woche ein weiterer US-Bundesstaat seine Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verschärfen.
Während eine Impfkampagne im Land mit dem größten Ölverbrauch der Welt erst Anfang des nächsten Jahres Einfluss auf die Nachfrage haben dürfte, deutet der Bestandsbericht des API darauf hin, dass die Nachfrage in der vergangenen Woche erneut nachgelassen hat. Die EIA veröffentlichte am Dienstagabend ihren aktuellen Monatsbericht, der zeigte, dass die Experten des des US-Energieministeriums für 2020 und 2021 mit einer schwächeren weltweiten Ölnachfrage rechnen als noch im November.
Während die OPEC+ Länder ihre Ölproduktion im ersten Quartal 2021 steigern dürften, dürfte die US-Rohölproduktion laut EIA bis März 2021 unter 11 Mio. B/T sinken.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX präsentieren sich heute Morgen erst einmal weicher. Bei den Inlandspreisen deutet sich Potenzial für leichte Aufschläge zu Gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


8. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 48.47 $ Crude (WTI): 45.52 $ Gasoil: 397.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8906 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Noch kein US-Hilfspaket – Technische Verkaufssignale belasten Ölfutures

Die Ölmärkte bleiben heute unter Druck, da vor allem die dramatische Corona-Entwicklung erneut für Unsicherheit bei den Marktteilnehmern sorgt. Die Pandemie-Situation ist an vielen Orten in den USA und auch in Teilen Europas nach wie vor sehr dramatisch.
Für Verunsicherung an den Ölmärkten sorgt außerdem die geplante Exportsteigerung des Iran. Da eine Aufhebung oder Lockerung der US-Sanktionen unter der neuen Regierung von Joe Biden wahrscheinlich ist, dürfte wohl in den nächsten Monaten mit einer erhöhten Menge an Rohöl gerechnet werden, die 2021 auf den Markt gespült wird.
Die Marktteilnehmer warten heute mit Spannung auf den Monatsbericht der EIA und werden vor allem die Prognosen zur Nachfrageentwicklung studieren. Heute überwiegen die fundamental bearishen Faktoren an den Ölmärkten.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX geben am Morgen leicht nach und haben ihre Vortagestiefs getestet. Im Inland zeichnet sich nur wenig Veränderung ab und so bleibt es zunächst bei kleinen Preisveränderungen im Vergleich zum Vortag.

Fundamental: bearish      Chartanalyse: bearish

 


7. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 49.08 $ Crude (WTI): 46.05 $ Gasoil: 398.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8911 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölbörsen mit schwachem Wochenstart - Lockdowns und Iran belasten

Die Erleichterung bezüglich der OPEC+ Einigung bleibt auch in der neuen Woche bestehen, selbst wenn der erreichte Minimalkompromiss – eine Steigerung der Produktion ab Januar alles andere ist als das, was die Marktteilnehmer sich erhofft hatten.
Trotz neuer Lockdowns und Beschränkungsmaßnahmen weltweit sinken die Fallzahlen nicht. Zwar bereiten sich die ersten Länder darauf vor, noch dieses Jahr die ersten Impfungen gegen Covid-19 zu verabreichen, doch bis eine flächendeckende Immunisierung der Bevölkerung erreicht werden kann, dürften noch mehrere Monate vergehen.
Nachdem sich die Wogen der OPEC+ Entscheidung zum Wochenauftakt wieder etwas geglättet haben, tritt einmal mehr das Corona-Virus in den Fokus. Fundamental bleibt im Lichte der steigenden Fallzahlen und weltweiten Lockdowns wenig Platz für Aufwärtsdynamik, sodass wir die Lage eher bearish einstufen. Die Ölfutures an ICE und NYMEX starten heute Morgen wenig verändert, bewegen sich nur knapp oberhalb der Freitagstiefs. Für das Inland deuten sich kleine bis moderate Preisnachlässe im Vergleich Freitag an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 


4. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 49.61 $ Crude (WTI): 46.36 $ Gasoil: 403.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8902 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ Kompromiss stützt Ölbörsen - vorerst

Nachdem bekannt wurde, dass sich die OPEC+ Länder am Donnerstag auf eine Anhebung der Produktionsniveaus um +0,5 Mio. B/T ab Januar geeinigt haben, machte sich unter den Händlern erst einmal Erleichterung breit. Einige hatten gar gefürchtet, die OPEC+ Kooperation könnte über der Diskussion über die künftige Produktionspolitik auseinanderbrechen.
Dazu ließen es die Produzenten schließlich doch nicht kommen, hauptsächlich wohl auch, weil jeder von ihnen wusste, dass ein Ende der Kooperation einen Preisrutsch nach sich gezogen hätte, von dem keiner der Produzenten wirklich profitiert hätte.
Kurz vor dem Wochenende warten die Händler an den Ölbörsen nun noch auf die monatlichen Daten zum US-Arbeitsmarkt, die unter anderem als Indikator für die Nachfrage in den USA herangezogen werden. Außerdem wartet man auf weitere Meldungen zu den Verhandlungen über weitere Corona-Hilfen der US-Regierung. Bei den Inlandspreisen deutet sich heute Morgen erneut Aufwärtspotenzial zu gestern an, nachdem die Ölfutures heute fester in den Tag starteten.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish

 


3. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 48.10 $ Crude (WTI): 45.08 $ Gasoil: 390.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8938 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölmärkte warten auf OPEC+ Entscheidung

Die DOE-Daten für die vergangene Woche konnten gestern weder im Hinblick auf die Bestandsentwicklung in den USA noch auf die Nachfrage wirklich überzeugen. Trotz des leichten Rückgangs der Rohölvorräte, der wohl hauptsächlich den umfangreichen Exporten geschuldet war, sanken die Gesamtölbestände der USA nicht.
Der Fokus liegt in dieser Woche klar auf der Angebotsseite. Sollten es die Produzenten der OPEC+ bei ihrer heutigen Sitzung nicht schaffen, sich auf eine Verlängerung der aktuellen Kürzungen über Dezember hinaus zu einigen, dürften die Preise an den Ölbörsen wieder nachgeben, denn „die Nachfrage wird mindestens für die nächsten Monate getroffen sein,“ so Tariq Zahir von Tyche Capital Advisors.
So lange eine Verlängerung der aktuellen OPEC+ Kürzungen nicht in trockenen Tüchern ist, behalten wir unsere leicht bearishe Einschätzung der fundamentalen Situation vorerst bei, zumal die positiven Impfstoffmeldungen mittlerweile vollständig eingepreist sein dürften. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich angesichts des Preisanstiegs von Mittwochnachmittag weiterhin Aufwärtspotenzial zu gestern ab.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish

 


2. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 47.10 $ Crude (WTI): 44.21 $ Gasoil: 382.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8996 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures weicher - OPEC+ Unsicherheit und API-Daten belasten

Am Ölmarkt wartet man weiterhin gespannt auf die Entscheidung der OPEC+ Allianz hinsichtlich der ursprünglich für Januar geplanten Produktionssteigerung. Nachdem sich die OPEC-Länder am Montag bei ihrer Generalversammlung noch nicht recht einigen konnten, ob und wenn ja, wie lange man die aktuellen Produktionseinschnitte verlängern sollte, blieb es relativ still, was Kommentare aus Kreisen der Organisation angeht.
Vor der OPEC+ Sitzung, die nun am Donnerstag stattfinden soll, blicken die Händler an den Ölbörsen zunächst einmal auf die USA. Dort sind heute Nachmittag die offiziellen Ölbestandsdaten für die vergangene Woche fällig. Der Bericht des US-Energieministeriums (DOE) wird auch Daten zur Nachfrage enthalten.
Heute Morgen notieren die Ölfutures noch etwas niedriger als zum Zeitpunkt des Settlements am Dienstag. Da der EUR/USD das gestrige Langzeithoch sogar noch etwas ausbauen konnte, deutet sich bei den Inlandspreisen immer noch Potenzial für Abschläge an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish

 


1. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 47.53 $ Crude (WTI): 45.01 $ Gasoil: 388.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9070 Rheinfracht: 23.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ Verhandlungen unterbrochen – Entscheidung erst Donnerstag

Mit Spannung blicken die Marktteilnehmer auch heute wieder in Richtung Wien, dem Hauptsitz der OPEC. Die Entscheidung über eine Verlängerung der Produktionskürzungen wird heute vermutlich nicht fallen, doch erhofft man sich Kommentare und Meinungen aus dem Dunstkreis der Gruppe, um die Wahrscheinlichkeit eines Konsens besser ausloten zu können.
Offenbar wird es wohl noch bis Donnerstag dauern, bis die große Runde der OPEC+ wieder zusammenkommt.
Auf Grund der Verzögerungen bei der Entscheidung der OPEC+ nehmen wir von fundamentaler Seite her nun einen leicht bearishen Standpunkt ein. Zwar wird noch immer mit einer Verlängerung der Kürzungen gerechnet, doch haben die letzten Tage die Spannungen innerhalb der Gruppe offenbart. Preislich hat sich in den Morgenstunden bisher nicht viel getan, sodass die Notierungen weiter im Bereich der Niveaus vom späten Nachmittag gestern liegen. Für das Inland deuten sich somit leichte Aufwärtspotenziale zum Vortag an.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish