Preisentwicklung Heizöl

06. August 2020
 
Rohöl/Barrel: Brent: 45.54 $ Crude (WTI): 42.43 $ Gasoil: 379.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9069 Rheinfracht: 15.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Gewinnmitnahmen nach neuen Langzeithochs
 
Der gestrige Aufwärtstest wurde vor allem durch die Entwicklung beim Dollar und die erneuten Gewinne an den Aktienmärkten verursacht. Letztere gelten als Indikatoren für die die wirtschaftliche Entwicklung. Dass diese jedoch maßgeblich vom weiteren Verlauf der Covid-19 Pandemie abhängt, darauf wiesen zur Wochenmitte gleich mehrere Mitglieder der Fed hin. Die Welt ist definitiv immer noch in einer Rezession und es gibt sehr viele reale Sorgen hinsichtlich der Entwicklung der US-Wirtschaft.
Der Juli-Bericht des privaten Instituts ADP deutete gestern zudem darauf hin, dass sich die Situation am US-Arbeitsmarkt nur langsam verbessert. Eine zügige Erholung des Arbeitsmarkts käme durch einen höheren Pendlerverkehr jedoch auch der Nachfrage zugute.
Auf Angebotsseite bleibt weiterhin die Produktionssteigerung der OPEC+ Länder Thema. Außerdem wird man die Entwicklung der US-Rohölproduktion im Auge behalten. Auch wenn diese laut den Schätzungen des DOE in der vergangenen Woche leicht sank, rechnet man mittelfristig mit einem Anstieg der Förderung.
Heute Morgen handeln die Futures an ICE und NYMEX kaum verändert im Bereich der Niveaus von Mittwochnacht. Insgesamt deuten sich bei den Preisen allerdings dennoch Preisabschläge an.
 
Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

05. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 44.39 $ Crude (WTI): 41.62 $ Gasoil: 374.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9130 Rheinfracht: 15.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisanstieg nach später Tagesrallye – API meldet starke Abbauten bei Rohöl

Der Markt bleibt weiter geprägt von einem sehr hohen Maß an Unsicherheit, was sich an der relativ engen Handelsspanne der letzten Wochen zeigt. Seit Anfang Juli blieb Brent zwischen 41 und 45 Dollar und handelt aktuell wieder am oberen Ende dieser Range. Die Kursschwankungen der Aktienmärkte haben in dieser Zeit einen größeren Einfluss auf die Notierungen an ICE und NYMEX bekommen, was ebenfalls für Unsicherheit und fehlende Richtungsvorgaben aus dem Markt heraus spricht.
Die Aktienmärkte werden vor allem immer dann relevanter, wenn die Nachfrageseite der entscheidende Faktor ist. Das Überangebot konnte kurzfristig von der OPEC+ Gruppe durch Produktionskürzungen reguliert werden, damit der Markt aber dauerhaft und nachhaltig wieder in Balance kommt, muss sich die im Frühjahr eingebrochene Nachfrage erholen.
Angebotsseitig wird es in diesem Monat tendenziell mehr Öl geben, nachdem die OPEC+ Gruppe ihre Produktion steigert und man auch von den US-Schieferölunternehmen eine höhere Förderung erwartet. Von dieser Sichtweise her ist es schwer, grosse Aufwärtspotenziale an den Ölbörsen zu sehen, so lange es keine wirklich bullishen Meldungen am Markt gibt.
Unterm Strich deuten sich so bei den Preisen moderate Preissteigerungen zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

04. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.77 $ Crude (WTI): 40.69 $ Gasoil: 365.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9180 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise können Abwärtspotenziale nicht nutzen

Mit der zuletzt positiven Entwicklung beim Infektionsgeschehen in den USA ist auch die Stimmung unter den Marktteilnehmern wieder vorsichtig optimistischer geworden. Dies zeigt sich an den Aktienmärkten, deren Kursanstieg ein Indiz für eine gute Wirtschaftsentwicklung und damit auch Ölnachfrage ist.
Für August sollte die Produktion der OPEC weiter zunehmen. Aus den USA erwartet man ebenso mehr Öl, da Preise jenseits der 30 Dollar eine Wiederinbetriebnahme einiger Anlagen ermöglichen. Seit einem Monat notiert WTI nun fast durchgehend oberhalb der 40 Dollar, sodass zumindest der Preis kein großes Problem mehr darstellen dürfte.
Bisher hielten sich die US-Unternehmen allerdings zurück. In den USA habe sich die Erholung bei der Nachfrage nach Treibstoffen zuletzt abgeschwächt. Für August sieht man in den USA nun eine stagnierende Nachfrage, während man für September noch sehr unsicher sei.
Eine gewisse Preisschwäche deutet auch der Time-Spread bei Brent an, welche als Contango-Konstellation bezeichnet wird. Nimmt diese zu, spricht diese für eine eher bearishe Marktsituation.
Aktuell bleiben die Futures in einer engen Spanne. Damit deuten sich leichte Preissteigerungen zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

03. August 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.44 $ Crude (WTI): 40.10 $ Gasoil: 365.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9157 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures starten nahezu unverändert in die neue Woche

Ab dem Wochenende fördert die OPEC+ Gruppe wieder mehr Öl. Die Produktionsquoten wurden offiziell angehoben, weil einige Länder sich vorher nicht ganz an die Vorgaben hielten, dürfen diese noch nicht das volle Potenzial der Lockerung ausschöpfen.
Mehr Öl für den Weltmarkt belastet Ölpreise in der Regel, wenngleich der Markt vorher vermutlich ein Defizit aufgewiesen hatte. Wie genau Angebot und Nachfrage sich im Juli entwickelt haben, werden die Monatsreports von EIA, IEA und OPEC in der kommenden Woche zeigen.
Die fundamentale Grundeinschätzung wird von uns zum Wochenauftakt somit weiter leicht bearish eingestuft, da zusätzlich auch noch vereinzelt weitere Corona-Lockdowns verhängt wurden und die indische Ölnachfrage schwächer als erwartet ausfällt. Anleger machen sich wegen eines Überangebots sorgen. Auch die Befürchtung über ein Wiederaufleben der Coronavirus-Fälle belastet die Ölmärkte.
Die Corona-Pandemie bleibe der wichtigste Faktor für die Ölnachfrage. Die Geschwindigkeit, mit der sich das Virus global verbreite, rufe Angst hervor. Man habe sich darauf eingerichtet, dass die Preise noch lange niedrig bleiben würden und es ein "sehr unsicheres Umfeld" sei.
Die Ölpreise starten heute zunächst verhalten in den Tag und bleiben etwa auf dem Niveau vom Freitag.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

31. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.43 $ Crude (WTI): 40.07 $ Gasoil: 363.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9132 Rheinfracht: 16.80 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Aufwärtstrend oberhalb des GD 21 durchbrochen

Die vorläufigen Zahlen zum Wirtschaftswachstum in Deutschland und den USA versetzten der Risikofreude an den Finanzmärkten gestern einen Dämpfer. Vor allem, was das US-Wachstum angeht, wogen die Daten umso schwerer, als Fed-Chef Jerome Powell Mitte der Woche nur eine langsame Erholung in Aussicht stellte.
Die Marktteilnehmer hatten zuvor verstärkt auf eine rasche Erholung der Konjunktur gehofft. Die Debatte im US-Kongress über ein weiteres Konjunkturprogramm könnte daher heute umso stärker in den Vordergrund rücken.
Sollte sich die Entscheidung hinsichtlich des Konjunkturpakets weiter verzögern, würde dies die Sorgen hinsichtlich der Erholung der US-Wirtschaft und der Nachfrage erneut steigen lassen, zumal man mittlerweile befürchtet, dass sich das Sars-Co-V2 Virus im Land wieder in Bundesstaaten ausbreiten könnte, in denen es eigentlich als eingedämmt galt.
Auf Seiten des Angebots steht zum Wochenende zudem nun die angekündigte Produktionssteigerung der OPEC+ Länder bevor. Angesichts der Ungewissheit hinsichtlich der Nachfrageentwicklung, scheint diese zu einem ungünstigen Zeitpunkt zu kommen. Sollte es erneut zu einem Überangebot kommen, könnte die OPEC+ seiner Ansicht nach die jüngste Entscheidung, die Kürzungen zu lockern, möglicherweise sogar wieder rückgängig machen.
Für Heute deuten sich bei den Preisen Preisabschläge zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

30. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.69 $ Crude (WTI): 41.20 $ Gasoil: 376.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9132 Rheinfracht: 16.80 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach DOE-Daten und Fed-Entscheidungen weiter oberhalb des GD 21

Weder die Entwicklung der Nachfrage noch der massive Abbau der landesweiten Rohölvorräte der USA konnten die Preise jedoch gestern maßgeblich steigen lassen. Dies lag wohl nicht nur an den höheren Benzin- und Destillatbeständen, sondern auch daran, dass die Marktbeobachter befürchten, dass die positive Entwicklung der Nachfrage ein kurzzeitiges Phänomen bleiben könnte, sollte die Ausbreitung des Sars-CoV2-Virus in den USA nicht deutlich eingedämmt werden können.
Für Verunsicherung sorgt derzeit auch die bevorstehenden Lockerung der OPEC+ Produktionskürzungen Anfang August. Noch fragt man sich am Markt, ob die zusätzlichen Mengen durch die Nachfrage absorbiert werden oder ob dadurch wieder ein deutliches Überangebot entsteht.
Auch auf die US-Bestände könnte die Produktionssteigerung der OPEC+ Einfluss nehmen. In der vergangenen Woche sanken beispielsweise die saudischen Rohölexporte in die USA auf den niedrigsten Stand. Sollte die Nachfrage im eigenen Land die höheren Produktionsmengen nicht wie von Saudi-Arabien in Aussicht gestellt auffangen, wird das Königreich versuchen müssen, sein Öl anderweitig loszuwerden.
Die Futures notieren derzeit in etwa auf dem Schlussniveau von Mittwoch somit sich bei den Preisen keine grösseren Preisveränderungen für den Vormittag andeuten.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

29. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.34 $ Crude (WTI): 41.08 $ Gasoil: 372.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9168 Rheinfracht: 16.80 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API Zahlen ohne großen Effekt – Nachfragesorgen durch Covid nehmen wieder zu

In den USA gibt es zwischen Demokraten und Republikaner noch keine Einigung was das neue Corona-Hilfspaket anbelangt. Dies besorge die Marktteilnehmer, denn das Programm und Hilfen aus Washington seien wichtig für den Ölmarkt und die Entwicklung der Nachfrage.
Auch in anderen Ländern der Welt sieht es gerade danach aus, dass es eher wieder Einschränkungen im öffentlichen Leben geben wird, als dass die Lockdowns weiter aufgeweicht werden. Die Entwicklung der Pandemie und die daran gekoppelte Ölnachfrageentwicklung bleiben der Schlüssel für die weitere Preisentwicklung an den Ölbörsen.
Mit Blick auf die aktuellen Nachfrageentwicklungen, insbesondere in den USA, aber auch in Ländern wie Indien, ist die fundamentale Konstellation heute Morgen eher leicht bearish einzuschätzen. Wichtig für den stimmungsgetriebenen Markt werden heute aber die US-Ölbestandsdaten des DOE um 16:30 Uhr sowie die Kommentare der Fed sein, von der man eine Zusage für langfristig stützende Maßnahmen erwartet. Diese haben das Potenzial mit entsprechenden Impulsen für eine Reaktion in die ein oder andere Richtung zu sorgen.
Für heute deuten sich bei den Preisen aktuell nur geringfügige Preissenkungen für den Vormittag an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral
 
 

28. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.42 $ Crude (WTI): 41.50 $ Gasoil: 375.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9216 Rheinfracht: 16.25 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures bleiben oberhalb der GD 21 Linie – US Geldpolitik stützt

Die neuen Einschränkungen für das öffentliche Leben und Reisen in den USA und Europa sind ein Dämpfer für das erwartete Ölnachfragewachstum.
Die OPEC+ Gruppe wird am dem Wochenende beginnen mehr Öl zu fördern und vermutlich auch zu exportieren. Zum 1. August werden die Quoten der bisherigen Produktionskürzungen gelockert. Gleichzeitig zeichnet sich in den USA mit dem ersten Anstieg bei der Anzahl der aktiven Ölbohranlagen eine Wiederbelebung der Schieferölindustrie ab. Sicherlich wird es zu keinem Boom kommen, aber die Lagertanks in den USA sowie die globalen Ölbestände sind noch immer gut gefüllt.
Es gibt zahlreiche Anzeichen, die für eine Korrektur an den Ölbörsen sprechen. Einige Experten bezeichneten diese in den vergangenen Wochen auch als überfällig und gehen davon aus, dass die nächste große Kursbewegung nach unten sein wird. Doch bisher halten sich die Notierungen tapfer auf hohem Niveau.
Die Futures an ICE und NYMEX bleiben in den Morgenstunden auf hohem Niveau und hatten die Vortageshochs zum Teil auch schon kurzzeitig überschritten. Die Kursgewinne mussten allerdings wieder abgegeben werden, sodass die Futures nun in etwa auf dem Niveau von gestern Nacht bleiben.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

27. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.26 $ Crude (WTI): 41.23 $ Gasoil: 375.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9178 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures mit technischem Abwärtspotenzial – Preise verharren noch auf höherem Niveau

Die Spannungen zwischen USA und China haben in der letzten Woche deutlich zugenommen, nachdem beide Länder gegenseitig Konsulate geschlossen haben. Das sich verschlechternden Verhältnis der beiden Großmächte belastet die Finanzmärkte im Allgemeinen, da es das globale Wirtschaftswachstum und damit auch das globale Ölnachfragewachstum behindert.
In den USA gibt es nun vermehrt Anzeichen, dass die Aktivität in der Ölindustrie wieder ansteigt und die Ölproduktion wieder zulegen kann. Der aktuelle Baker Hughes Report meldet nach 18 Wochen nun erstmals wieder einen Anstieg bei der Anzahl der aktiven US-Ölbohranlagen.
Aus China werden nun weniger Ölkäufe erwartet, nachdem man die Bestände im Frühjahr bei den Niedrigpreisen aufgestockt hatte. Teilweise exportiert das Land nun sogar Rohöl, da die Raffinerien ihre Auslastung drosseln müssen.
Rohöl habe sich einer Abwärtskorrektur bisher widersetzen können, hauptsächlich wegen einer starken und anhaltenden Abschwächung des US Dollars. Trotz der politischen Spannungen bleibe der Ölmarkt von dem Umstand dominiert, dass man noch immer abwägt, wie stark die Nachfrage von der Corona-Pandemie getroffen wurde.
Auch heute Morgen bleiben die Notierungen etwa im Bereich der späten Schlusskurse vom Freitag. Unterm Strich deuten sich so leichte Preisnachlässe zu Freitag an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

24. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.45 $   Crude (WTI): 41.13 $   Gasoil: 377.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9248   Rheinfracht: 17.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Aktienmärkte zogen Ölfutures mit nach unten

Die jüngsten Bestandesberichte des DOE zeigten am Mittwoch, dass die lokalen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid19-Pandemie die US-Kraftstoffnachfrage noch immer beeinträchtigt. Am Donnerstag erhielten die Hoffnungen auf eine rasche Erholung der Nachfrage durch die enttäuschenden wöchentlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA erneut einen Dämpfer.
Der jüngsten Euphorie über die Einigung beim EU-Gipfel auf ein milliardenschweres Konjunkturprogramm wurde gestern durch das EU-Parlament erst einmal ein Dämpfer versetzt. Das Parlament fordert Änderungen beim vereinbarten Haushaltspaket.
Weiter im Fokus der Marktteilnehmer bleibt außerdem die baldige Lockerung der OPEC+ Produktionskürzungen, die das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wieder verschärfen könnte, sollte die Nachfrage schwächer ausfallen, als es das Produzentenbündnis zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Lockerung erwartet hatte.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX bleiben heute Morgen im Bereich der Tiefs von Donnerstagabend. Bei den Inlandspreisen deuten sich daher Abschläge im Vergleich zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish

 


23. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 44.43 $   Crude (WTI): 42.06 $   Gasoil: 384.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9282   Rheinfracht: 17.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Hoffnung auf kurzfristige US-Finanzhilfen stützt Ölbörsen

Der Anstieg der US-Ölbestände sowie die rückläufige Produktnachfrage dämpfte am gestrigen Mittwoch die Hoffnung der Händler darauf, dass der Markt zügig wieder in ein Gleichgewicht zurückkehren wird.
Bevor absehbar ist, ob die höheren Produktionsmengen, die ab August von den OPEC+ Ländern zu erwarten sind, vom Markt tatsächlich absorbiert werden können, wird sich der Handel wohl weiter an der Stimmung an den Aktienmärkten orientieren. Auf diese könnte in naher Zukunft neben neuen Meldungen zu Konjunkturpaketen und potenziellen Impfstoffen gegen Sars-Co-V2 auch eine weitere Eskalation der Spannungen zwischen den USA und China Einfluss nehmen.
Heute Morgen orientieren sich die Ölpreise an ICE und NYMEX zunächst leicht nach oben. Während sich zu gestern Nachmittag bei den Inlandspreisen bereits leichtes Aufwärtspotenzial andeutet, zeichnen sich im Vergleich zu gestern Vormittag noch keine größeren Veränderungen ab.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


22. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.96 $   Crude (WTI): 41.52 $   Gasoil: 382.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9321   Rheinfracht: 17.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

API meldet überraschend deutliche Aufbauten - Futures kommen von Langzeithochs zurück

Wichtigster Taktgeber für die Ölbörsen bleiben weiterhin die Aktienmärkte als Barometer der Risikobereitschaft und allgemeinen Wirtschaftseinschätzung. Die positiven Meldungen zur Impfstoffentwicklung haben die Stimmung an den Finanzmärkten positiver werden lassen.
Mit diesen Vorgaben sind die Ölpreise nun aus ihren vorläufigen, engen Handelsspannen ausgebrochen, doch scheint die Dynamik aber immer noch "nicht stark genug zu sein, um WTI über das 45 Dollar-Niveau zu bringen.
Angesichts der Pandemie gibt es auch weiter kritische Stimmen, zumal das Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in den USA eine hohe Dunkelziffer vermutet. In Bezug auf die Anzahl der Infektionen haben wir dieses Virus nicht unter Kontrolle und dennoch steigen die Ölpreise noch immer.
Aus fundamentaler Sicht, nehmen wir heute Morgen weiterhin einen neutralen Standpunkt ein. Die Ölpreise an ICE und NYMEX bleiben noch auf höheren Niveaus, notieren dennoch klar unterhalb der Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deuten aktuell zu gestern keine größeren Preisveränderungen an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


21. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.41 $   Crude (WTI): 40.84 $   Gasoil: 373.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9391   Rheinfracht: 17.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Impfstoffhoffnung, EU-Hilfspaket und Aktienmärkte – Ölpreise mit spätem Anstieg

Die Ölbörsen bleiben weiterhin ein stimmungsgetriebener Markt, was sich gestern einmal mehr zeigte.
In Zeiten wie diesen, ist das nicht unüblich, denn es geht primär um die Frage, wie schnell sich die Wirtschaft und damit auch die Ölnachfrage erholen wird. Dabei sind die Aktienmärkte der Hauptimpulsgeber, wie man es auch schon zu Zeiten der Finanzkrise 2008/09 erlebte.
Positive Nachrichten zur Entwicklung eines Impfstoffes, die Einigung auf das EU-Hilfspaket oder auch eine Stabilisierung der Neuinfektionen in den wichtigen US-Bundesstaaten sind sicherlich stützend. Nachhaltig sind diese Meldungen nur, wenn sich auch ein Anstieg der Ölnachfrage nachweisen lässt.
Angesichts der bullishen Meldungen zum Corona-Impfstoff und der Tatsache, dass der Markt momentan durch die Risikobereitschaft an den Finanzmärkten getrieben ist, nehmen wir von fundamentaler Seite her neutralen Standpunkt ein.
Die Futures an der ICE bleiben fest und ziehen in den Morgenstunden an. Der Euro/Dollar-Kurs muss Gewinne abgeben, sodass sich für das Inland deutliche Preissteigerungen ankündigen.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


20. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.87 $   Crude (WTI): 40.33 $   Gasoil: 364.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9390   Rheinfracht: 15.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Technische Verkaufssignale und Corona-Sorgen – Preise mit weichem Wochenstart

Im Angesicht einer zunehmenden Ölnachfrage, nachdem die meisten Lockdowns auf der Welt gelockert wurden, bei einer gleichzeitig steigenden Anzahl von weltweiten Neuinfektionen, hat sich an den Ölbörsen in den letzten Wochen eine enge Handelsspanne auf hohem Niveau gebildet. WTI pendelt dabei immer wieder um die 40 Dollar-Marke.
Der Markt bleibt weiter in "Hab-Acht-Stellung" bei der die Trader abwägen müssen, wie sehr sich die Ölnachfrage noch erholt, oder ob die neuen Lockdowns eventuell sogar zu einem neuen Rückgang führen. In dem Zusammenhang wird spannend zu beobachten sein, ob die Produktionssteigerung der OPEC+ ab August vom Markt aufgenommen werden kann.
Die Futures an den Ölbörsen geben in den Morgenstunden nach und handeln damit unterhalb der Niveaus von Freitagmittag und Nachmittag. Der Euro kann seine Kursgewinne verteidigen und markiert zu Freitag sogar neue Hochs. Das verbilligt das international in Dollar gehandelte Öl, sodass sich für das Inland moderate Preisnachlässe andeuten.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 


17. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.13 $   Crude (WTI): 40.58 $   Gasoil: 367.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9446   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preise bei hohem Niveau auf Richtungssuche

China hatte die niedrigen Preise im Frühjahr genutzt und sich massiv mit Rohöl eingedeckt. Die Importe lagen, trotz der Corona-Krise, zum Teil sogar über den Niveaus vom Vorjahr. Ein Phänomen, dass es so in wohl keinem anderen Land gab. China hatte die Raffinerieauslastung hochgefahren und die Bestände gefüllt.
Die steigende Anzahl der Corona-Neuinfektionen, nicht nur in den USA, könnten noch ein Faktor werden, sollten weitere Lockdowns kommen. Epidemiologen warnen zudem davor, dass dies noch nicht die zweite Welle ist, und diese erst im Herbst/Winter erwartet wird, wenn sich die Menschen wieder vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten werden und Sicherheitsabstände weniger gut eingehalten werden können.
Die Futures geben in den Morgenstunden etwas nach und testen damit die Vortagestiefs. Fundamental hat sich wenig geändert, wobei die bullishe Wirkung der US-Ölbestandsdaten langsam aufgebraucht sein dürfte. Entsprechend werden sich bei den Inlandspreisen aktuell geringfügige Preisnachlässe zum Vortag abzeichnen.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


16. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.63 $   Crude (WTI): 40.95 $   Gasoil: 371.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9448   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ und DOE – Ölpreise ziehen weiter an

Die US Ölbestandsdaten von gestern hatten quasi keinerlei bearishe Elemente. Die Ölnachfrage stieg, die Bestände bei Rohöl und Produkten sanken und die Ölproduktion bleibt weiter unverändert und scheint sich – trotz höherer Preise – noch immer nicht so recht erholen zu wollen.
Nachdem die Produktionssteigerung der OEPC+ Gruppe, samt Relativierung durch die Kompensationsmengen der bisherigen Abweichler, mehr oder weniger erwartet wurde, bleibt ein nachhaltig bearisher Effekt von der Maßnahme aus. Die bullishen US-Ölbestandsdaten stützen vielmehr, sodass wir die fundamentale Konstellation heute Morgen leicht bullish einstufen. Weiter zu beobachten ist allerdings die Corona-Pandemie und die Möglichkeit weiterer Lockdowns in den USA und Indien.
Die Preise an ICE und NYMEX legten im späten Handel gestern Abend kräftig zu und bleiben auch heute Morgen auf den höheren Niveaus. Für das Inland deuten sich damit aktuell leichte Preissteigerungen im Vergleich zu gestern an.

Fundamental: neutral bis bullish       Chartanalyse: neutral

 


15. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.10 $   Crude (WTI): 40.46 $   Gasoil: 365.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.9399   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC, API und Aktienmärkte – Ölpreise ziehen wieder an

Die erneuten Lockdowns in Kalifornien bereiten den Marktteilnehmern durchaus Sorgen, denn das wird den Ölverbrauch deutlich reduzieren, ist es doch immerhin der bevölkerungsreichste US-Bundesstaat. Vor der Pandemie wurden in Kalifornien pro Tag etwa 100.000 Barrel Benzin verbraucht. Während der Krise hatte sich dies im April etwa halbiert.
Auf der anderen Seite wird die OPEC+ Gruppe ab kommenden Monat ihr Ölangebot wieder erhöhen.
Allerdings wird eine Entscheidung für eine Anhebung der Förderung ab August niemanden mehr überraschen, weshalb sich nach einer volatilen Anfangsreaktion der Effekt auch schnell verpuffen könnte.
Somit warten die Marktteilnehmer heute auf die Entscheidung und Kommentare aus OPEC+ Kreisen sowie auf die US Ölbestandsdaten des DOE um 16:30 Uhr. Nach ihrem späten Anstieg bleiben die Notierungen an den Ölbörsen zunächst auf höherem Niveau. Der Anstieg des Euro/Dollar-Kurses gleicht dies aber zum Teil aus, sodass sich bei den Inlandspreisen keine größeren Veränderungen abzeichnen.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


14. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.02 $   Crude (WTI): 39.32 $   Gasoil: 362.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9417   Rheinfracht: 15.75 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Lockdowns und steigende OPEC Produktion – Preise in der Nacht weicher

Die OPEC+ Gruppe wird ihre Produktionskürzungen im August wohl drosseln und knapp 2 Mio. B/T mehr produzieren. Einige Länder, wie Irak, Nigeria und Angola, werden ihre Förderung zunächst noch nicht im ursprünglich geplanten Umfang anheben, da man die Mehrproduktionen aus Mai und Juni noch bis September durch zusätzliche Kürzungen kompensieren muss.
In den USA hat Kalifornien nun einen "Soft-Lockdown" beschlossen, bei dem das öffentliche Leben in einigen Bereichen eingeschränkt wird.
Zeitgleich rechnet man am Markt auch mit einer steigenden Ölproduktion aus Kanada und USA, wo Ölfirmen mit dem Preisanstieg bereits angekündigt haben, dass man wieder rentabel fördern könne und die Auslastung der Kapazitäten wieder steigern will.
In der Nacht haben die Ölpreise an ICE und NYMEX deutlich an Boden verloren. Die Futures gaben auch in den heutigen Morgenstunden nach und handeln unterhalb der Niveaus von gestern. Damit deuten sich für das Inland weitere Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish

 


13. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.92 $   Crude (WTI): 40.22 $   Gasoil: 370.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9398   Rheinfracht: 15.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ Produktionssteigerung erwartet – Preise zum Start weiter auf hohem Niveau

Die IEA hat ihre Nachfrageprognose in der vergangenen Woche nach oben korrigiert, was wenig überraschend ist, nachdem die EIA bei ihrem Monatsreport ebenfalls eine entsprechende Korrektur vornahm.
Nach dem deutlichen Anstieg der Nachfrage dürfte sich diese Entwicklung nun aber etwas verlangsamen. Der positive Effekt auf die Nachfrage war mit den ersten Schritten aus den Lockdowns heraus am größten und nimmt nun ab. Dennoch plant die OPEC+ Gruppe offenbar den geplanten Mechanismus zur Steigerung der Ölproduktion in Gang zu setzen.
Dafür bleibt aber die Corona-Pandemie weiterhin im Fokus, denn auch am Wochenende blieben die Infektionszahlen weiter hoch.
Weitere Aufwärtsbewegungen sind von fundamentaler Seite her eigentlich nur mit neuen und überraschenden bullishen Meldungen möglich. Die fundamentale Konstellation schätzen wir neutral bis bearish ein.
Heute Morgen bleiben die Futures zunächst auf den hohen Niveaus, die im späten Handel am Freitag erzielt wurden. Damit deuten sich bei den Inlandspreisen erst einmal moderate Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral bis bearish       Chartanalyse: neutral

 


10. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.74 $      Crude (WTI): 38.93 $       Gasoil: 359.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9418   Rheinfracht: 15.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Technische Abwärtskorrektur – Preissenkung zum Wochenende

Die Ölnachfrage hat sich nach dem Einbruch mit den Lockdowns im Frühjahr deutlich schneller als ursprünglich erwartet erholt. Zusammen mit den Produktionskürzungen der OPEC+ war dies der Hauptgrund für den schnellen Preisanstieg an ICE und NYMEX nach den Rekordtiefs mit Minuspreisen bei WTI.
Plötzlich richtet sich der Fokus auf die Möglichkeit, dass die Ölnachfrage nach unten abfällt", so Experte John Kilduff, von Again Capital. Der Markt wird ein Auge auf die Entwicklung der Pandemie in den USA werfen sowie auf die wöchentlichen Ölbestände und Treibstoffnachfrage. Die Möglichkeit, dass sich die Erholung der US-Ölnachfrage für eine Weile abflacht, wird nun eingepreist", fasst Analystin Vandana Hari, von Vanda Insights, die Lage zusammen.
Nach ihrem gestrigen späten Preisrutsch geben die Futures auch in den Morgenstunden weiter nach, wenngleich Gasoil noch nicht gehandelt wurde. Während wir eine fundamental neutral bis bearishe Haltung einnehmen, deuten sich bei den Inlandspreisen deutliche Preisnachlässe im Vergleich zum Vortag an.

Fundamental: bearish     Chartanalyse: bearish

 


09. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.19 $      Crude (WTI): 40.77 $       Gasoil: 368.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.9368   Rheinfracht: 15.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Corona, Hurrikan-Center, Libyen - Futures nach DOE weiter in enger Spanne

Die US-Ölbestandsdaten des DOE konnten den Preisen gestern keine neue Richtung geben. Die landesweiten Rohölbestände kletterten zwar deutlich, doch das lag vor allem an Veränderungen bei Importen und Exporten.
Auch wenn die gute Konjunktur und die höhere Benzinnachfrage sicherlich stützt, bleiben die Sorgen, dass die höhere Infektionsrate in den USA die positive Entwicklung ausbremsen kann. Die Wahrscheinlichkeit nimmt immer mehr zu, dass neue Lockdowns kommen.
Die Unsicherheit der Trader zeigt sich auch beim Handelsvolumen an den Ölbörsen. Das Handelsvolumen ist in den letzten Monaten gesunken und bleibt auch im Juli bisher extrem gering. Im aktuellen Monat ist das Handelsvolumen zum Durchschnitt Juni um 32% gesunken und um knapp Zweidrittel im Vergleich zu März eingebrochen, als die Märkte kollabierten.
Entsprechend der Gesamtlage bleiben wir heute Morgen bei einer fundamental neutralen Markteinschätzung.
ICE Gasoil bleibt heute Morgen innerhalb der gestrigen Handelsspanne. Bei den Inlandspreisen deuten sich heute Morgen nur geringe Preisveränderungen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 


08. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.98 $      Crude (WTI): 40.50 $       Gasoil: 368.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9421   Rheinfracht: 15.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

EIA und API ohne Richtungsimpulse - Konsolidierung oberhalb der 40 Dollar-Marke

Die steigende Anzahl der Infektionen in den USA sorgt weiterhin für Unruhe an den Märkten, doch wirkt sich dies preislich nur bedingt aus. Weitreichende Wiedereinführungen von Lockdowns werden offenbar nicht erwartet, weshalb sich die Notierungen an ICE und NYMEX weiterhin auf hohem Niveau halten können.
Bei den US Ölbestandsdaten des API zeichnet sich ein Anstieg der US Rohölproduktion ab, während die sinkenden Bestände bei Benzin eine solide Treibstoffnachfrage suggerieren.
Unterm Strich ist es noch immer so, dass so lange es keine weitreichenden Lockdowns gibt, die die Erholung der Wirtschaft und Ölnachfrage ausbremsen können, die Trader optimistisch bleiben. Positive Konjunkturdaten und steigende Aktienmärkte haben die Futures in den letzten Tagen auf hohem Niveau gehalten, sodass WTI sich über der 40 Dollar-Marke stabilisieren konnte.
Auf Grund der weiteren Unsicherheiten bezüglich der Corona-Pandemie, ausbleibenden Richtungsimpulsen durch die US-Ölbestandsdaten, nehmen wir heute Morgen eine fundamental neutrale Haltung ein. Es deuten sich kleinere Preisänderungen zu gestern Vormittag an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish

 


07. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.82 $      Crude (WTI): 40.34 $       Gasoil: 368.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9426   Rheinfracht: 15.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Coronasorgen, Wirtschaftswachstum, Verkaufssignale - Futures mit schwachem Start

Auf dem hohen Niveau der aktuellen Preise tun sich die Marktteilnehmer weiter sichtbar schwer größere Preissteigerungen an den Ölbörsen durchzusetzen. Weiterhin bleibt es dabei, dass es zwei Hauptfaktoren gibt, die in entgegengesetzte Richtungen wirken.
Der Markt wird daher in den kommenden Wochen sehr volatil bleiben. Trader werden vermutlich auf einzelne Nachrichten stark reagieren und auf Hinweise achten, ob die Lockdowns nun kommen und das Nachfragewachstum negativ beeinflussen. Auch die Entwicklung der bisher positiven Konjunkturdaten, oder eine mögliche Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe über Juli hinaus sind zu beobachten.
Nachdem Goldman Sachs gestern ihre US-Konjunkturprognose nach unten angepasst hatte und es erste Anzeichen gibt, dass die US-Benzinnachfrage noch immer weit unter Vorjahresniveau bleibt, nehmen wir heute Morgen aus fundamentaler Sicht einen neutral bis bearishen Standpunkt ein.
Die Futures geben in den Morgenstunden etwas nach, während der Euro/Dollar-Kurs seine Gewinne halten kann. Somit deuten sich bei den Inlandspreisen leichte Abwärtspotenziale zum Vortag an.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish

 


06. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 43.17 $      Crude (WTI): 40.57 $       Gasoil: 367.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9428   Rheinfracht: 15.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Fester Start nach langem US-Wochenende – Technische Verkaufspotenziale sind vorhanden

In den USA ist die Anzahl der Neuinfektionen am Wochenende wieder unter 50.000 gesunken, nachdem die Zahl zwischen Mittwoch und Freitag vergangene Woche jeweils jenseits dieser Marke lag. Die Lage hat sich also noch nicht unbedingt wieder entspannt. In der letzten Woche hatten einige Staaten bereits die Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen zum Teil ausgesetzt oder rückgängig gemacht. Experten warnen zudem vor einem weiteren Anstieg durch einen zu sorglosen Umgang mit dem Virus. Sollten die Lockdowns in den USA aber wieder strenger werden, dürfte das in erster Linie wohl die Staaten mit den höchsten Infektionszahlen treffen. Dazu gehören Florida, Kalifornien und Texas. Das sind gleichzeitig aber auch die Staaten, mit dem höchsten Benzinbedarf. Shutdowns würden daher die Ölnachfrage treffen und könnten somit die begonnene Preiserholung an den Ölbörsen unterlaufen.
Nachdem die Preise in den frühen Morgenstunden zulegten und Gasoil das Freitagshoch überschritten hat, deuten sich auch bei den Inlandspreisen weitere Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


03. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.65 $      Crude (WTI): 40.18 $       Gasoil: 364.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9458   Rheinfracht: 15.50 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Positive US-Arbeitsmarktdaten lassen Preise noch einmal steigen

Die US-Arbeitsmarktdaten sind eine Erleichterung für die Politik gewesen. Die positive Entwicklung fiel besser als erwartet aus und sind ein Beleg, dass die Wirtschaft aus dem Krisenmodus kommt. Mehr Menschen arbeiten, was auch mehr Verkehr und Ölverbrauch bedeutet. Meldungen wie diese geben dem Optimismus am Markt neue Nahrung, der damit momentan die Oberhand zu behalten scheint.
Doch die Zahlen zu den Neuinfektionen bleiben besorgniserregend.
Dass die Trader bereits vorsichtiger geworden sind, sieht man auch an den Kursverläufen der letzten Tage. Bei Preissteigerungen über 40 Dollar WTI ist man noch immer zurückhaltend, denn die US-Ölunternehmen beginnen bereits wieder ihre Förderung zu steigern.
Heute Morgen bleiben die Futures allerdings zunächst noch weiter auf den höheren Niveaus, die gestern Abend erreicht wurden, wenngleich die Vortageshochs noch ein wenig entfernt sind. In Kombination mit dem weicheren Euro/Dollar-Kurs, deuten sich heute nun erst einmal weitere Preissteigerungen für die Inlandsnotierungen an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


02. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 42.06 $      Crude (WTI): 39.80 $       Gasoil: 358.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9456   Rheinfracht: 16.00 CHF/to   Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudi-Arabien drohte mit zweitem Preiskrieg – Futures bleiben auf hohem Niveau

Die US Ölbestandsdaten von gestern gaben den Ölbörsen keine klare Richtung. Die stärksten Abbauten bei den landesweiten Rohölbeständen hatten keinen Effekt.
In den kommenden Wochen wird insbesondere die Nachfrageentwicklung im Fokus liegen, denn nur mit einem deutlichen Anstieg des Verbrauchs können sich höhere Preise dauerhaft halten. Große Sorge bereitet die Ausbreitung des Covid-19 Virus und mögliche Lockdowns in den USA aber auch Indien. Die Anzahl der weltweiten Neuinfektionen erreichte mit 196.901 gestern einen neuen Rekordwert.
Es bleibt weiter bei dem Spannungsfeld, dass sich die globale Wirtschaft und die Ölnachfrage mit den momentanen Lockerungen der Shutdowns auf der einen Seite zwar erholt und die Preise stützt, auf der anderen Seite deuten die Infektionszahlen auf eine zweite Welle in den USA hin, die neue Lockdowns eventuell notwendig machen könnten und damit die Nachfrageerholung abwürgt. Fundamental bleiben wir bei neutraler Einschätzung. Bei den Inlandspreisen deuten sich kleinere Änderungen an, wobei die Tendenz zu Preisnachlässen geht.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral

 


01. Juli 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 41.56 $ Crude (WTI): 39.62 $ Gasoil: 356.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.9471 Rheinfracht: 16.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Futures nach API fester – Fauci warnt eindringlich vor zweiter Welle

Kombiniert mit den positiveren Konjunkturdaten der letzten Wochen haben auch die Experten ihre Preisprognosen wieder angehoben und blicken optimistischer in die Zukunft. Und genau das ist das Problem. Die Einschätzungen der Entwicklung gehen sehr weit auseinander.
Vor allem der Blick auf die Entwicklung der Infektionszahlen in den USA sorgt für Unruhe. Noch gibt es nur begrenzte und lokal eingeschränkte Lockdowns. Sollten die Einschränkungen im öffentlichen Leben wieder zunehmen, um zu verhindern, dass das Coronavirus außer Kontrolle gerät, dann würde auch die Erholung der Ölnachfrage negativ beeinflusst werden.
Die US Ölbestandsdaten des API sind ohne Frage bullish und auch die aktuelle Entwicklung der Wirtschaft, Nachfrage und Angebotskürzungen begünstigen steigende Preise. Doch mit den steigenden Fallzahlen der Covid-19 Infektionen und dass neuerliche Lockdowns die Nachfrageerholung zurückwerfen könnten, bildet sich ein Spannungsfeld an den Ölbörsen, das für eine erhöhte Volatilität sorgen kann. Je nachdem können starke Preisreaktion in die eine oder andere Richtung folgen.
Die fundamentale Konstellation wir daher weiter neutral eingeschätzt. Für heute deuten sich weitere moderate Preissteigerungen bei den Preisen an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish