Preisentwicklung Heizöl

22. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.41 $ Crude (WTI): 52.42 $ Gasoil: 449.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8853 Rheinfracht: 13.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Gewinnmitnahmen an ICE und NYMEX – Nachfragesorgen sind zurück

Es sind vor allem die besorgniserregenden Meldungen aus China, die den Ölmärkten zum Wochenende einen Dämpfer versetzen. Die Nachricht von weiteren Mobilitätseinschränkungen während des chinesischen Neujahrsfestes belastet die Ölbörsen sehr. Den Investoren fällt es vor dem Wochenende schwer die kurzfristigen Risiken zugunsten langfristiger Gewinne zu ignorieren, da die steigenden Covid-Fallzahlen in China enorme Nachfragesorgen auslösen.
Experten befürchten, dass der Ölmarkt ein bisschen überkauft ist, wenn man die kurzfristigen Nachfrageaussichten betrachtet.
Zuletzt hatte vor allem die Hoffnung auf das versprochene US-Hilfspaket in Billionenhöhe die Händler positiv gestimmt. Man wolle schon in der ersten Februarwoche einen Gesetzentwurf für das Konjunkturprogramm vorlegen. Damit scheint die neue demokratische Regierung ihr Versprechen wahr zu machen, den Kampf gegen Corona als oberste Priorität zu behandeln.
Heute werden die Marktteilnehmer außerdem gespannt die US-Bestandsveränderungen im Auge behalten. Das API hatte am Mittwoch überraschend hohe Aufbauten bei Rohöl gemeldet und somit einen bearishen Akzent gesetzt. Es wird sich zeigen, ob das DOE diese Daten heute bestätigt.
Auch wenn der grundsätzliche Optimismus der Anleger und somit auch der langfristige Aufwärtstrend an den Ölbörsen anhält, dürfte die Anfälligkeit für Abwärtskorrekturen zugenommen haben.
So schätzt man die fundamentale Konstellation an den Ölbörsen aktuell leicht bearish ein. Bei den Preisen ergeben sich Abwärtspotenziale.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

21. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.98 $ Crude (WTI): 53.19 $ Gasoil: 456.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8890 Rheinfracht: 13.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Erste Gewinnmitnahmen nach API – Futures bleiben über GD 7 Linie

Mit Joe Biden hat ein neuer Hoffnungsträger in Washington die Amtsgeschäfte übernommen. Nach wie vor sorgt sein versprochenes Corona-Hilfsprogramm in Höhe von 1,9 Bio. Dollar für gute Stimmung an den Börsen.
Experten sehen den Ölmarkt nahezu unbeeindruckt von „all den neuen Virus-Varianten und Lockdown-News. Man konzentriere sich stattdessen eher auf „Bidens Agenda, die dabei helfen dürfte Corona deutlich früher zu besiegen und große Teile der Wirtschaft zu unterstützen, bis sich die Ölnachfrage wieder normalisiert hat. Aus Sicht des Experten bereitete vor allem ein kurz- und mittelfristiger Nachfragerückgang aufgrund der vielen Mobilitätsbeschränkungen Probleme, auch wenn mit den Impfkampagnen langfristig Licht am Ende des Tunnels zu sehen sei.
Es wird sich nun zeigen, wie schnell und vor allem wie erfolgreich die neue Regierung Biden an die Arbeit gehen wird und ob das Konjunkturpaket, auf das in den letzten Wochen alle Marktteilnehmer ihre Hoffnung gesetzt hatten, seine Wirkung entfalten kann. Dafür muss es nun aber erst einmal offiziell verabschiedet werden.
Fundamental bleibt es damit vorerst noch bei einer neutralen Haltung, auch wenn es so aussieht, als würde die bearishe Waagschale demnächst etwas Übergewicht bekommen.
Bei den Preisen ergeben sich moderate Abwärtspotenziale.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

20. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 56.23 $ Crude (WTI): 53.43 $ Gasoil: 460.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8872 Rheinfracht: 13.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures weiter im Aufwärtstrend – Bidens Konjunkturpaket stütz die Märkte

Der Optimismus an den Ölbörsen hält sich hartnäckig und der Aufwärtstrend ist ungebrochen. Vor allem die Aussicht auf schnelle Finanzhilfen in den USA, die von der neuen Regierung erwartet werden, sorgen für Hoffnung auf eine baldige wirtschaftliche Erholung.
Analysten warnen aber auch: Das Risiko liegt im Moment bei den Corona-Lockdowns und dass einige Länder ihre Maßnahmen verschärfen. In Deutschland hat die Ministerpräsidentenkonferenz erst gestern die Verlängerung des „harten Lockdowns“ bis zum 14. Februar beschlossen.
In China sind ebenfalls seit kurzem wieder weite Landesteile abgesperrt, was vor allem die Angst vor einem neuen Nachfrageeinbruch schürt.
Heute achten die Marktteilnehmer aber zunächst auf die feierliche Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden in Washington. Nach den Ausschreitungen im Kapitol am 6. Januar ist die US-Hauptstadt nahezu komplett abgeriegelt und der Festakt findet unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt.
Alles in Allem bleiben die Marktteilnehmer guter Dinge und setzen nach wie vor auf Steigende Preise, obwohl in all der bullishen Stimmung immer mehr bearishe Elemente vorhanden sind. Auf Grund der neuen Corona-Welle und der weitreichenden Lockdowns gibt es daher eine fundamental neutrale Haltung. Bei den Preisen zeichnen sich geringe Aufwärtspotenziale ab.
 
Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

19. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.08 $ Crude (WTI): 52.29 $ Gasoil: 454.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8907 Rheinfracht: 15.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach US-Feiertag fester

Die Zahl der weltweit gemeldeten Covid-19 Fälle liegt mittlerweile bei über 95 Millionen. In den USA sind mehr als 24 Millionen Fälle bekannt. Die Hoffnung, dass Joe Biden nach seiner Vereidigung wie angekündigt die Impfkampagnen beschleunigen und zudem ein umfangreiches Konjunkturpaket auf den Weg bringen kann gaben den Finanzmärkten zuletzt Auftrieb.
Derweil werden die Marktteilnehmer jedoch weiterhin die Entwicklung der Covid-19 Pandemie in China im Auge behalten, wo die Anzahl der Neuinfektionen in der vergangenen Woche wieder zugenommen hatte und für Befürchtungen sorgte, umfangreichere Lockdowns könnten auch die Erholung der chinesischen Ölnachfrage in Mitleidenschaft ziehen.
Heute wird zunächst der aktuelle Monatsbericht der IEA im Fokus der Händler liegen. Während die EIA in ihrem Bericht ihre Prognose zum Nachfragewachstum für 2021 nach unten korrigierte, behielt die OPEC in ihrem Monatsbericht ihre Nachfragewachstumsprognose für das laufende Jahr bei.
Was die Daten zu den US-Ölbeständen angeht, so werden diese aufgrund des gestrigen Feiertags in den USA und der Vereidigung von Joe Biden in dieser Woche später veröffentlicht als üblich. So könnten die Ölbörsen kurz vor dem Wochenende noch einmal richtungsweisende Impulse erhalten.
Bei den Preisen zeichnen sich daher rein rechnerisch keine grösseren Veränderungen zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

18. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 54.83 $ Crude (WTI): 52.16 $ Gasoil: 453.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8913 Rheinfracht: 15.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten unterhalb des GD7 in die neue Handelswoche

Zuletzt ließen der erneute Anstieg der Corona-Neuinfektionen in China und die daraus resultierenden restriktiven Maßnahmen wieder Sorgen aufkommen, die Erholung der Ölnachfrage der Volksrepublik könnte ins Stocken geraten. Konjunkturdaten aus China könnten die Stimmung der Marktteilnehmer heute wieder leicht aufhellen, denn die Wirtschaft des Landes wuchs im vergangenen Jahr trotz Corona-Pandemie immerhin noch um +2,3 Prozent.
In den USA kündigte der designierte Präsident Joe Biden am Freitag an, er wolle das Tempo der Impfkampagne im Land deutlich beschleunigen. Gelingt ihm dies, könnte sich das auch bullish auf die Ölbörsen auswirken, schließlich sind die USA der größte Ölkonsument der Welt. Erst einmal dürfte jedoch nun bei den Marktteilnehmern die Vereidigung Bidens am kommenden Mittwoch im Fokus sein.
Auf der Angebotsseite könnte die vernachlässigte und beschädigte Ölinfrastruktur der OPEC+ entgegenkommen, das weltweite Angebot weiterhin im Zaum zu halten. Libyen ist von den gemeinsamen Förderkürzungen der OPEC+ Produzenten ausgenommen, da die Ölindustrie des Landes durch die innerpolitischen Konflikte in den vergangenen Jahren ohnehin schon stark beeinträchtigt war.
Nachdem EIA und OPEC bereits letzte Woche ihre aktuellen Monatsberichte bekannt gaben, ist am morgigen Dienstag nun noch der entsprechende Bericht der IEA fällig. Bei den Preisen deutet sich rechnerisches Abwärtspotenzial zu Freitag an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: bearish
 
 

15. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.70 $ Crude (WTI): 53.09 $ Gasoil: 459.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8885 Rheinfracht: 15.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise unter Druck - US-Sanktionen gegen China und schwache Ölnachfrage

Nach wie vor hält sich ein gewisser Optimismus an den Ölbörsen und die Hoffnung auf ein Licht am Ende des düsteren Corona-Tunnels bleibt bestehen. Allerdings wird den Marktteilnehmern mehr und mehr bewusst, dass es möglicherweise erst noch einmal dunkler wird...
Neben der sinkenden Nachfrage in Europa bereiten vor allem die vielen neuen Infektionen in China Sorge. Am Freitag meldete China die höchste Zahl an Neuinfektionen seit mehr als zehn Monaten. Die Euphorie am Ölmarkt ist zwar eindeutig stark, aber die Marktindikatoren aus Asien sind gemischt.
Für Hoffnung sorgte gestern allerdings der designierte US-Präsident Joe Biden, der ankündigte, insgesamt 1,9 Billionen Dollar für ein neues Corona-Hilfsprogramm ausgeben zu wollen. Die Infrastrukturkomponente des US-Konjunkturprogramms bietet eine gewisse Unterstützung für die Ölpreise angesichts der aktuellen Covid-19-Sorgen, die auf die Benzinnachfrage drücken.
In beiden Fällen hat sich die Rhetorik in den vergangenen Wochen verschärft. Vor allem eine Wiederaufnahme des 2015 geschlossenen Atomabkommens mit dem Iran scheint eine echte Herkulesaufgabe zu werden.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX geben mit diesen fundamental trüben Aussichten am Morgen nach und veranlassen zu einer fundamental leicht bearishen Einstufung. Bei den Preisen gibt es derzeit rechnerisch nur kleinere Preisveränderungen.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

14. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 56.26 $ Crude (WTI): 53.18 $ Gasoil: 461.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8875 Rheinfracht: 15.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Preisrallye gestoppt – Technische Verkaufssignale und neue Corona-Lockdowns

Die zum Jahresanfang gestartete Preisrallye, die mit den freiwilligen Kürzungen Saudi-Arabiens um 1 Mio. B/T ihren Ausgang nahm, scheint erst einmal gestoppt.
Die die DOE-Bestandsdaten hatten gestern einen deutlichen Abbau bei Rohöl und eine gestiegene Nachfrage gemeldet, aber eben auch deutliche Aufbauten bei Destillaten und Benzin – ein Faktor, der von den Marktteilnehmern als Zeichen eines Überangebots bei den Produkten gesehen wird und daher die Preise belastet.
Die Corona-Pandemie bleibt ein allgegenwärtiges Thema und drängt sich mit immer neuen weltweiten Lockdowns wieder zurück ins Bewusstsein der Marktteilnehmer.
Die Ölproduzenten stehen vor einer noch nie dagewesenen Herausforderung, Angebot und Nachfrage auszugleichen, da Faktoren wie das Tempo und die Reaktion auf die Corona-Impfungen große Unsicherheiten darstellen und die Aussicht trüben.
Für Optimismus sorgt neben den erfolgreichen Impfkampagnen, die weltweit angelaufen sind, auch die Aussicht auf umfangreiche finanzielle Corona-Hilfen. Joe Biden, der designierte US-Präsident, hatte Anfang der Woche ein Hilfspaket in Billionenhöhe in Aussicht gestellt, welches er heute im Detail vorstellen will.
Die fundamentale Marktlage schätzt man daher noch neutral ein. Eventuell könnte ein bearishe OPEC Report heute die Richtung entscheidend beeinflussen, so dass sich bei den Preisen zu gestern leichte Abwärtspotenziale ergeben.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

13. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 57.00 $ Crude (WTI): 53.59 $ Gasoil: 463.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8853 Rheinfracht: 16.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures bauen Vortageshochs bereits weiter aus

Der US-Rohölkontrakt WTI erreichte mit dem gestrigen Tageshoch von 53,45 Dollar pro Barrel den höchsten Stand seit Ende Februar 2020, allerdings dürfte von diesem Niveau aus kaum noch Aufwärtspotenzial vorhanden sein.
Zwar korrigierte die EIA die Prognosen aus ihrem Dezember-Bericht deutlich nach oben, für das erste Quartal 2021 rechnen die Experten allerdings bei WTI dennoch „nur“ von einem Durchschnittspreis von 52,69 Dollar pro Barrel – Tendenz für die folgenden Quartale des Jahres: fallend.
Laut EIA dürfte die Ölnachfrage 2021 im Jahresdurchschnitt noch nicht einmal – wie im vergangenen Bericht noch angenommen – die Marke von 98 Mio. B/T überschreiten. Dem Niveau von 2019, also vor der Covid-19-Pandemie, dürfte sich die weltweite Nachfrage erst 2022 wieder annähern. Lichtblick in puncto Nachfrage dürfte laut EIA China bleiben.
Auf kurze Sicht werden die Marktteilnehmer nun auf die Ölbestandsdaten heute Nachmittag achten. Sollte sich der vom API gemeldete starke Rückgang der landesweiten Rohölbestände bestätigen, könnte dies zumindest für eine kurze Aufwärtsbewegung sorgen, die jedoch durch potenzielle Aufbauten bei den Produkten und eine schwächere Nachfrage ausgebremst werden könnte.
Heute Morgen setzen die Ölfutures die Aufwärtsbewegung von Dienstag weiter fort, daher deutet sich bei den Preisen nur leichte Aufwärtspotenziale an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral
 
 

12. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 56.01 $ Crude (WTI): 52.63 $ Gasoil: 455.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8903 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures starten unterhalb der Vortageshochs

Nach dem kurzfristigen Aufwärtstrend, der sich in der vergangenen Woche an den Ölbörsen entwickelt hatte und die Futures zu neuen Mehrmonatshochs führte, nahmen die Marktteilnehmer am gestrigen Montag Gewinne mit. Laut Experten dürfte dies jedoch nur ein kurzzeitiges Aufleuchten gewesen sein – sofern Covid-19 in China eingedämmt bleibt.
Am heutigen Dienstag kamen außerdem weitere negative Covid-19-Meldungen aus Japan und Malaysia. So soll Japans Premierminister angekündigt haben, für weitere Präfekturen des Landes den Notstand ausrufen. Für Malaysias gilt ein nationales Reiseverbot sowie einen 14-tägigen Lockdown der Hauptstadt Kuala Lumpur und fünf weiterer Bundesstaaten.
Auf der Angebotsseite dürfte die US-Schieferölindustrie angesichts der mittlerweile wieder höheren Ölpreise die Produktion steigern, denn ein Großteil der US-Schieferölproduktion sind bei Preisen ab 50 Dollar pro Barrel rentabel. In diesem und dem kommenden Jahr werde auch die Nachfrage für das zusätzliche US-Rohöl vorhanden sein. Längerfristig sollten die US-Unternehmen allerdings den Energiewandel nicht unterschätzen.
In dieser Woche dürften die Bestandsdaten allerdings etwas in den Hintergrund rücken, da die EIA am heutigen Abend ihren aktuellen Monatsbericht veröffentlichen wird.
Bei den Preisen deutet sich daher weiterhin Aufwärtspotenzial im Vergleich zu Montag an.
 
Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

11. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 55.28 $ Crude (WTI): 51.79 $ Gasoil: 443.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8875 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Biden kündigt Hilfspaket in Billionenhöhe an – Corona-Sorgen trüben den Wochenstart

Zum Wochenanfang scheint die Preisrallye der letzten Woche erst einmal gebremst, auch wenn der bullishe Effekt der saudischen Produktionskürzungen nach wie vor bestehen bleibt. Die Sorge einer Überversorgung in den kommenden Monaten tritt damit erst einmal im Hintergrund.
Doch auch in dieser Woche drängt sich das Corona-Virus zurück ins Bewusstsein der Marktteilnehmer. Europa und auch die USA sind in dieser Beziehung ja schon länger die Sorgenkinder, sind hier doch die Infektions- und Todeszahlen enorm hoch und die Verbreitung durch die mutierte Version des Virus kaum einzudämmen. Inzwischen steigen aber auch die Neuinfektionen in China wieder bedenklich an.
Doch nun hat die nationale Gesundheitsbehörde Chinas den größten täglichen Anstieg an Covid-19-Fällen seit 5 Monaten gemeldet und große Teile der Provinz Hebei nahe der Hauptstadt Peking wieder in den Lockdown geschickt.
Das Spannungsfeld aus bullishen und bearishen Faktoren bleibt damit auch zum Auftakt der neuen Woche bestehen. Die Gewinnmitnahmen am Morgen dürften technischer Natur sein während die fundamentale Konstellation weiter neutral eingestuft wird und im Vergleich zu Freitag Vor- und Nachmittag bleiben aber noch immer Preissteigerungen bestehen.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bearish
 
 

08. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 54.87 $ Crude (WTI): 51.30 $ Gasoil: 439.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8853 Rheinfracht: 17.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr
 
Analysten erwarten starke Käufe von Rohöl-Kontrakten – Futures mit 11-Monatshochs

Marktteilnehmer berichten, dass am Donnerstag sieben Nordsee Rohöl-Cargoes den Besitzer wechselten. Eine außergewöhnlich starke Nachfrage. Doch dies könnte eventuell auch eine Reaktion auf die angekündigte Produktionskürzung der Saudis sein, um die Versorgung sicherzustellen. Die überraschende Maßnahme Saudi-Arabiens ist auch weiterhin eines der maßgeblichen Themen am Markt. Aufgrund des überraschenden Versprechens der Saudis, die Produktion zu drosseln, wird erwartet, dass die Ölmärkte bis Februar in einer bullischen Stimmung bleiben werden.
Auf der bullishen Seite sehen die Marktteilnehmer auch den Einfluss der Neuausrichtung der globalen Rohstoffindizes, durch den starke Käufe an den Ölbörsen über die kommenden Tage erwartet werden, wenngleich wohl ein gewisses Kaufpotenzial durch institutionelle Investoren bereits in den letzten Tagen antizipiert wurde. Hinzu kommt der Wahlsieg der Demokraten im Senat, durch den weitere Konjunkturprogramme einfacher werden, sowie die Spannungen mit dem Iran.
Auf der bearishen Seite bleibt der große Einfluss der Corona-Pandemie und die Rekordinfektionen und Todesfälle. Daraus bildet sich ein Spannungsfeld mit den bullishen Elementen. Der Markt nimmt für den Moment fundamental weiter eine tendenziell bullishe Haltung ein.
Die Futures an den Ölbörsen präsentieren sich in den Morgenstunden bisher wenig verändert, und so zeichnen sich aktuell auch nur kleinere Preisveränderungen ab.

Fundamental: neutral/bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

07. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 54.75 $ Crude (WTI): 51.13 $ Gasoil: 437.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8793 Rheinfracht: 16.75 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

US-Unruhen ohne Einfluss auf Ölbörsen – Preise bleiben nach DOE fest

Die gestern veröffentlichten US-Ölbestandsdaten des DOE haben am Ende einen leicht bullishen Einfluss, auch wenn die Produktnachfrage stark gesunken ist und die Produktvorräte deutlich zulegten. Die Zahlen sind allerdings schwer zu interpretieren, sind diese doch von saisonalen Verzerrungen und Besonderheiten geprägt.
Auch die Unruhen vor und in dem Capitol in Washington, USA, haben nur wenig Einfluss auf die Preise, so lange es bei einem einmaligen Vorkommnis bleibt. Finanzmarkakteure rechnen damit, dass nun weitere und umfangreiche Hilfsprogramme für die Wirtschaft folgen. Zeitgleich wird es Biden der US-Ölindustrie eher schwerer machen als Trump. Beides wird sich längerfristig tendenziell bullish auf die Ölpreise auswirken.
Die Produktionskürzung der Saudis ab Februar ist momentan aber der Hauptfaktor, der die Preise nach oben treibt, bzw. hochhält. Am Ende wird es darauf hinauslaufen ob die neuen Lockdowns die Ölnachfrage tatsächlich derart stark senken werden, oder die Produktionskürzung der Saudis überwiegen wird. Momentan jedenfalls dominieren noch die bullishen Faktoren.
In der Gesamtbetrachtung bleibt auch heute somit eine fundamental neutral bis bullishe Haltung. Für heute deuten sich bei den Preisen weitere Preissteigerungen in geringem Umfang an.

Fundamental: neutral/bullish      Chartanalyse: neutral/bullish
 
 

06. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 53.95 $ Crude (WTI): 50.10 $ Gasoil: 436.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8771 Rheinfracht: 17.50 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Saudi-Arabien kürzt Ölproduktion – Preise klettern auf neue Langzeithochs

Die Spannungen am Persischen Golf haben in dieser Woche wieder zugenommen, nachdem die Iraner ihre Urananreicherung hochgefahren haben und ein südkoreanisches Schiff festsetzten.
Die US Ölbestandsdaten des API wurden bisher vom Markt ignoriert, wenngleich diese mit ihren Abbauten bei den Produktvorräten klar bearish sind und auf eine schwache Ölnachfrage hindeuten. In den Schatten gestellt werden alle Faktoren aktuell von der Entscheidung der OPEC+ die Produktionssteigerungen für Februar und März auszusetzen, während die Saudis das Angebot um 1 Mio. B/T reduzieren. Diese Maßnahme kam für die Marktteilnehmer überraschend.
Auf den ersten Blick ist die Entwicklung der Produktionsmengen der OPEC+ sicherlich bullish, und entsprechend auch die Wirkung auf die Ölpreise. Doch auf den zweiten Blick ist die Gemeinschaft geschwächt und die Maßnahme ein starkes Indiz, dass man die Ölnachfrage zum Start 2021 deutlich schwächer einschätzt als bisher prognostiziert. Fundamental überwiegen zunächst einmal die bullishen Faktoren, weshalb wir auch einen neutral bis bullishen Standpunkt einnehmen. Allerdings bilden die strikteren Lockdowns sowie die Zahlen des API auch ein bearishes Gegengewicht.
Entsprechend zeichnen sich für heute Morgen kräftige Preisaufschläge zu gestern ab.

Fundamental: neutral/bullish      Chartanalyse: neutral
 
 

05. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 50.84 $ Crude (WTI): 47.45 $ Gasoil: 415.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8807 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ Meeting verlängert – Technische Verkaufssignale

Die Spannungen im Mittleren Osten mit dem Iran sind bullish zu bewerten, insbesondere nachdem der Iran erneut in den internationalen Schiffsverkehr eingegriffen und die Anreicherung von Uran auf 20% begonnen hat. Mit einem offenen Konflikt rechnet an den Märkten offenbar niemand, denn ansonsten hätte es eine deutliche Reaktion an den Ölbörsen gegeben.
Im Fokus der Marktteilnehmer heute vor allem weiter das Meeting der OPEC+ Gruppe, die gestern nicht zu einer Einigung kam. Das Drama um das OPEC+ Treffens belaste natürlich die Ölpreise, aber größeren Einfluss habe wahrscheinlich die noch unbekannte Auswirkung der neuen Lockdowns und die damit verbundenen Belastungen für Wirtschafts- und Reiseaktivität. Generell wurde der Markt zuletzt von einem Optimismus rund um die Verteilung der Impfstoffe beflügelt, doch die neuen Lockdowns haben den Nachfragausblick gedämpft.
Mit Blick auf die Spannungen mit dem Iran, dem noch offenen Ausgang der OPEC+ Verhandlungen sowie den Unsicherheiten bezüglich der Ölnachfrage, bleibt die Lage fundamental neutral. Bei den Preisen deuten sich heute starke Preisnachlässe an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: bearish
 
 

04. Januar 2021

Rohöl/Barrel: Brent: 53.00 $ Crude (WTI): 49.54 $ Gasoil: 436.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8830 Rheinfracht: 18.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise ziehen zum Jahresstart an – Warten auf OPEC+ Entscheidung

Zwischen den Jahren blieb der Handel an den Ölbörsen wie erwartet ruhig und relativ unaufgeregt. Wie schon im alten Jahr bleibt das wichtigstes Thema hierbei: Corona. Die Pandemie hat die Welt und die Ölbörsen nach wie vor fest im Griff. Wie es um die Nachfrage tatsächlich steht, muss sich in den kommenden Wochen erst noch weisen. Hinzu kommt, dass sich mit den Feiertagen die Ansteckungen drastisch erhöht haben und es im Januar zu einer neuen massiven Infektionswelle kommt.
Zahlreiche Regierungen haben bereits angedeutet, dass die strengen Lockdowns aus Dezember vermutlich noch einmal verlängert werden müssen.
Die OPEC+ und ihre Entscheidung über die weitere Produktionssteigerung steht ebenfalls im Fokus. Die Gruppe ist bekanntermassen unschlüssig, ob man diese Maßnahme beschließen sollte oder noch einmal verschiebt. Auch die Experten sind sich hierüber noch sehr unsicher.
Vor den Weihnachtsfeiertagen hatten die spekulativen Marktteilnehmer tendenziell zu Long-Positionen aufgebaut und diese über den Feiertagshandel wieder glattgestellt. Mit dem Handelsauftakt heute und der OPEC+ Entscheidung vor der Brust könnten die Trader nun zunächst einmal auf Nummer sichergehen und sich für Long-Positionen entscheiden, die die Börsen stützen würden.
Die Preise legen in den ersten Handelsstunden deutlich zu und sorgen so für eine feste Tendenz.

Fundamental: neutral       Chartanalyse: neutral bis bullish
 
 

21. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 50.58 $ Crude (WTI): 47.44 $ Gasoil: 418.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8883 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Wir wünschen besinnliche und schöne Festtage

Ein ereignisreiches, spezielles, herausforderndes Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und auf diesem Weg wünschen wir Ihnen schöne und erholsame Festtage im Familien- und Freundeskreis sowie einen guten Rutsch in ein neues, erfolgreiches Jahr 2021
Bleiben Sie bitte Gesund und wir freuen uns, Sie ab dem 04. Januar 2021 wieder mit News und Berichten bedienen zu können.
Natürlich sind wir jederzeit erreichbar, sollten Sie Ihre Preise oder Informationen benötigen.
 
Ihr Verkaufsteam der Lang Energie AG

18. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 51.25 $ Crude (WTI): 48.17 $ Gasoil: 425.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8844 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Brent zurück in Contango – Charttechnik mit erheblichem Korrekturpotenzial

Die OPEC+ hatte gestern ihr JMMC Meeting auf Januar verlegt. Die Hintergründe sind noch nicht ganz klar, es könnte allerdings ein Zeichen sein, dass sich die Mitglieder nicht ganz einig sind, wie man die aktuelle Marktlage bewertet. Das wäre ein besorgniserregendes Zeichen, spricht dies doch für erhöhte Spannungen innerhalb der Gruppe.
Das Treffen soll nun am selben Tag wie das OPEC+ Meeting stattfinden, vermutlich um vorab keine Vorlage für Unruhe am Markt zu sorgen.
Aktuell konzentriert sich der Markt vor allem darauf, dass sich die Nachfrage künftig zügig erholt und setzt auf steigende Preise.
In 2021 wird die Wirtshaft sicherlich wieder stark wachsen, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, wenn große Teile der Bevölkerungen geimpft sind und die Einschränkungen im öffentlichen Leben abnehmen.
Wir nehmen aktuell einen neutralen Standpunkt ein, während sich für das Inland mit den vorsichtigen Gewinnmitnahmen in den Morgenstunden nur kleine Preisänderungen, jedoch mit nachgebender Tendenz, andeuten.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral/bearish

 


17. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 51.66 $ Crude (WTI): 48.40 $ Gasoil: 427.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8834 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Expansive Fed, Ölnachfrage, US-Hilfspaket und DOE – Ölpreise markieren neue Corona-Hochs

Die vom DOE gestern Nachmittag veröffentlichten Ölbestandsdaten waren mit dem Anstieg der Nachfrage und Abbauten bei den Rohöl- und Gesamtbeständen klar bullish, auch wenn eine starke Aufwärtsbewegung ausblieb. Auch in Bezug eines Hilfspakets gibt es einen neuen Hoffnungsschimmer, wenngleich auch keine Details bekannt sind.
Wichtig ist hier, dass die Hängepartie ein Ende findet und die US-Wirtschaft ein Konjunkturpaket bekommt, das vermutlich ein Umfang von 900 Mrd. Dollar haben wird.
Die jüngsten Meldungen sind daher unterm Strich allesamt bullish und sorgen entsprechend dafür, dass wir heute Morgen nun auch eine fundamental neutral bis bullishe Haltung einnehmen. Trader warten nun die OPEC+ Gruppe, die heute zum JMMC Meeting zusammenkommt. Die Ölpreise ziehen an den Ölbörsen in New York und London heute Morgen weiter an und bauen damit ihre Corona-Hochs von gestern erst einmal weiter aus. Damit deuten sich auch für das Inland heute Vormittag weitere Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral/bullish     Chartanalyse: neutral/bullish

 


16. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 50.56 $ Crude (WTI): 47.44 $ Gasoil: 417.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8850 Rheinfracht: 22.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölpreise mit neuem Corona-Hoch – Spekulanten setzen auf Impfstoffe

Die IEA hatte ihre Erwartungen für die globale Ölnachfrage 2020 gestern um -50.000 und für 2021 um -170.000 B/T gesenkt. Damit stand die IEA nicht allein da, denn auch die OPEC hatte in ihrem Monatsreport am Montag ihren Nachfrageausblick gesenkt. Dennoch gehen die Experten der EIA davon aus, dass der Überhang der Ölbestände, der in diesem Jahr aufgebaut wurde, bis Ende 2021 wieder vom Markt verschwunden sein wird.
Die Stimmung am Markt ist momentan etwas bullish, was vor allem an den positiven Meldungen zu den Impfstoffen liegt, von denen man sich einen Schub für die Nachfrage im kommenden Jahr erhofft.
Trader warten auf die US-Ölbestandsdaten des DOE um 16:30 Uhr. Da der Optimismus der Marktteilnehmer mit den positiven Meldungen zu den Corona-Impfstoffen ungebrochen scheint, schätzen wir die fundamentale Lage neutral ein. In den Morgenstunden tut sich nicht viel an den Ölbörsen, so deuten sich bei den Inlandspreisen nur kleine Preisanhebungen zu gestern an.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral

 

 


15. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 50.03 $ Crude (WTI): 46.77 $ Gasoil: 415.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8867 Rheinfracht: 23.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Bearisher OPEC Bericht mit nur kurzer Wirkung

Die OPEC sieht den Markt im kommenden Jahr etwas besser versorgt als noch im November. Allerdings bleiben die Unsicherheiten "hoch, hauptsächlich aufgrund der Entwicklung der Corona Pandemie, der Verteilung der Impfstoffe und den strukturellen Einflüssen des Verhaltens der Verbraucher, in erster Linie was den Transportsektor anbelangt", so die OPEC.
Entsprechend wird die OPEC+ Gruppe nun auch wohl von Monat zu Monat neu entscheiden, wie man die Marktversorgung weiterhin steuern wird.
Aus fundamentaler Sicht nehmen wir aktuell einen neutralen Standpunkt ein, während der Markt nun vermutlich auf den IEA Monatsreport, die US-Ölbestände, das JMMC Meeting und auf neue Konjunkturhilfen der Fed warten. Heute Vormittag kommen die Preise vom späten Preisanstieg gestern wieder zurück, notieren dabei aber noch klar über den Tagestiefs vom späten Nachmittag. Bei den Inlandspreisen deuten sich aktuell kleinere Preissenkungen zu gestern an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


14. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 50.40 $ Crude (WTI): 47.01 $ Gasoil: 416.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8886 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölnachfrage entwickelt sich positiv – Ölpreise werden gestützt

Die Erwartung des Irans, seine Ölförderung im kommenden Jahr drastisch steigern zu können, dürfte die Sorgenfalten der OPEC+ Gruppe nicht gerade kleiner werden lassen. Diese hat die für Januar geplante Produktionssteigerung um 1,9 Mio. B/T auf 0,5 Mio. B/T abgeschwächt, während auch die gestiegene Förderung Libyens, das mittlerweile etwa 1,25 Mio. B/T produziert, die Gruppe unter Druck setzt.
Auch wenn Deutschland in den Lockdown geht, in anderen Ländern steigt der Ölverbrauch wieder an. Saisonal ist der Ölbedarf im ersten Quartal zwar immer schwach, doch die aktuelle Entwicklung könnte dies ausgleichen. Der Markt befindet sich damit in einem Spannungsfeld aus bullishen Erwartungen bezüglich der positiven Auswirkungen der Corona-Impfstoffe und der bearishen Realität, dass die Impfungen noch viele Monate dauern werden. Die fundamentale Konstellation schätzen wir dennoch kurzfristig leicht bullish ein. Nach der Aufwärtsbewegung in den Morgenstunden deuten sich für die Inlandspreise aktuell kleine Preissteigerungen an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


11. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 50.26 $ Crude (WTI): 46.85 $ Gasoil: 413.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8855 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Brent startet oberhalb von 50 Dollar

Auch wenn die Stimmung am Markt zuletzt langsam ins Bullishe zu drehen scheint, kann die fundamentale Situation am Ölmarkt zum aktuellen Zeitpunkt bestenfalls als neutral betrachtet werden.
Mögliche weitere Verschärfungen der Covid-19 Eindämmungsmaßnahmen um die Weihnachtszeit könnten sich kurzfristig erst einmal noch nachteilig auf die Nachfrage auswirken. Bart Melek von TD Securities ist daher etwas überrascht, dass der Brent-Kontrakt bereits gestern die 50 Dollar-Hürde überschritt. Einige Experten glauben daher, dass der Markt derzeit etwas überhitzt sei.
Nachdem die EIA in ihrem Monatsbericht am Dienstag trotz niedrigerer Nachfrageprognosen für 2021 ein stärker als bislang erwartetes Angebotsdefizit ankündigte, warten die Händler nun auf die Markteinschätzungen der OPEC und der IEA, die ihre Monatsreports am Montag und Dienstag veröffentlichen werden.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX orientieren sich derzeit leicht nach unten, handeln jedoch noch auf hohem Niveau. Der EUR/USD testet das Hoch von Donnerstag. Insgesamt deutet sich bei den Inlandspreisen Aufwärtspotenzial zu Donnerstag an.

Fundamental: neutral     Chartanalyse: neutral

 


10. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 48.92 $ Crude (WTI): 45.36 $ Gasoil: 400.00 $ pro Tonne
Dollar: 0.8891 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach DOE-Bestandsschock wieder etwas fester

Die enormen Bestandsaufbauten in den USA haben am Mittwoch an den Ölbörsen kurzzeitig für einen deutlichen Rücksetzer gesorgt. Der überraschend starke Anstieg der US-Rohölvorräte in der vergangenen Woche wurde vor allem durch die hohen Netto-Importe in dieser Kategorie verursacht, die wiederum daraus resultierten, dass die Rohölexporte auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2018 sanken.
Nachdem Großbritannien in dieser Woche bereits eine Impfkampagne gestartet hat, sollen kommende Woche auch in Kanada die ersten Impfungen durchgeführt werden. Auf Angebotsseite werden die Marktteilnehmer erst einmal die Produktion der OPEC+ im Auge behalten, die ab Januar um +0,5 Mio. B/T gesteigert werden soll. Wie stark die Produktion des Bündnisses im Februar angehoben wird und ob überhaupt, dürfte sich Anfang Januar entscheiden.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX notieren derzeit nur knapp oberhalb ihrer Vortagesettlements, während sich der EUR/USD leicht von seinem Tief von Mittwochabend erholt. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich leichtes Abwärtspotenzial zu Mittwoch ab.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 


9. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 48.67 $ Crude (WTI): 45.41 $ Gasoil: 400.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8876 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures nach API-Bestandsdaten weicher

Die Anzahl der insgesamt in den USA registrierten Covid-19-Fälle ist mittlerweile über 15 Millionen gestiegen und mit North Carolina wird in dieser Woche ein weiterer US-Bundesstaat seine Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verschärfen.
Während eine Impfkampagne im Land mit dem größten Ölverbrauch der Welt erst Anfang des nächsten Jahres Einfluss auf die Nachfrage haben dürfte, deutet der Bestandsbericht des API darauf hin, dass die Nachfrage in der vergangenen Woche erneut nachgelassen hat. Die EIA veröffentlichte am Dienstagabend ihren aktuellen Monatsbericht, der zeigte, dass die Experten des des US-Energieministeriums für 2020 und 2021 mit einer schwächeren weltweiten Ölnachfrage rechnen als noch im November.
Während die OPEC+ Länder ihre Ölproduktion im ersten Quartal 2021 steigern dürften, dürfte die US-Rohölproduktion laut EIA bis März 2021 unter 11 Mio. B/T sinken.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX präsentieren sich heute Morgen erst einmal weicher. Bei den Inlandspreisen deutet sich Potenzial für leichte Aufschläge zu Gestern an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral bis bearish

 

 


8. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 48.47 $ Crude (WTI): 45.52 $ Gasoil: 397.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8906 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Noch kein US-Hilfspaket – Technische Verkaufssignale belasten Ölfutures

Die Ölmärkte bleiben heute unter Druck, da vor allem die dramatische Corona-Entwicklung erneut für Unsicherheit bei den Marktteilnehmern sorgt. Die Pandemie-Situation ist an vielen Orten in den USA und auch in Teilen Europas nach wie vor sehr dramatisch.
Für Verunsicherung an den Ölmärkten sorgt außerdem die geplante Exportsteigerung des Iran. Da eine Aufhebung oder Lockerung der US-Sanktionen unter der neuen Regierung von Joe Biden wahrscheinlich ist, dürfte wohl in den nächsten Monaten mit einer erhöhten Menge an Rohöl gerechnet werden, die 2021 auf den Markt gespült wird.
Die Marktteilnehmer warten heute mit Spannung auf den Monatsbericht der EIA und werden vor allem die Prognosen zur Nachfrageentwicklung studieren. Heute überwiegen die fundamental bearishen Faktoren an den Ölmärkten.
Die Ölfutures an ICE und NYMEX geben am Morgen leicht nach und haben ihre Vortagestiefs getestet. Im Inland zeichnet sich nur wenig Veränderung ab und so bleibt es zunächst bei kleinen Preisveränderungen im Vergleich zum Vortag.

Fundamental: bearish      Chartanalyse: bearish

 


7. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 49.08 $ Crude (WTI): 46.05 $ Gasoil: 398.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8911 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölbörsen mit schwachem Wochenstart - Lockdowns und Iran belasten

Die Erleichterung bezüglich der OPEC+ Einigung bleibt auch in der neuen Woche bestehen, selbst wenn der erreichte Minimalkompromiss – eine Steigerung der Produktion ab Januar alles andere ist als das, was die Marktteilnehmer sich erhofft hatten.
Trotz neuer Lockdowns und Beschränkungsmaßnahmen weltweit sinken die Fallzahlen nicht. Zwar bereiten sich die ersten Länder darauf vor, noch dieses Jahr die ersten Impfungen gegen Covid-19 zu verabreichen, doch bis eine flächendeckende Immunisierung der Bevölkerung erreicht werden kann, dürften noch mehrere Monate vergehen.
Nachdem sich die Wogen der OPEC+ Entscheidung zum Wochenauftakt wieder etwas geglättet haben, tritt einmal mehr das Corona-Virus in den Fokus. Fundamental bleibt im Lichte der steigenden Fallzahlen und weltweiten Lockdowns wenig Platz für Aufwärtsdynamik, sodass wir die Lage eher bearish einstufen. Die Ölfutures an ICE und NYMEX starten heute Morgen wenig verändert, bewegen sich nur knapp oberhalb der Freitagstiefs. Für das Inland deuten sich kleine bis moderate Preisnachlässe im Vergleich Freitag an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: neutral

 


4. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 49.61 $ Crude (WTI): 46.36 $ Gasoil: 403.25 $ pro Tonne
Dollar: 0.8902 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ Kompromiss stützt Ölbörsen - vorerst

Nachdem bekannt wurde, dass sich die OPEC+ Länder am Donnerstag auf eine Anhebung der Produktionsniveaus um +0,5 Mio. B/T ab Januar geeinigt haben, machte sich unter den Händlern erst einmal Erleichterung breit. Einige hatten gar gefürchtet, die OPEC+ Kooperation könnte über der Diskussion über die künftige Produktionspolitik auseinanderbrechen.
Dazu ließen es die Produzenten schließlich doch nicht kommen, hauptsächlich wohl auch, weil jeder von ihnen wusste, dass ein Ende der Kooperation einen Preisrutsch nach sich gezogen hätte, von dem keiner der Produzenten wirklich profitiert hätte.
Kurz vor dem Wochenende warten die Händler an den Ölbörsen nun noch auf die monatlichen Daten zum US-Arbeitsmarkt, die unter anderem als Indikator für die Nachfrage in den USA herangezogen werden. Außerdem wartet man auf weitere Meldungen zu den Verhandlungen über weitere Corona-Hilfen der US-Regierung. Bei den Inlandspreisen deutet sich heute Morgen erneut Aufwärtspotenzial zu gestern an, nachdem die Ölfutures heute fester in den Tag starteten.

Fundamental: neutral      Chartanalyse: neutral bis bullish

 


3. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 48.10 $ Crude (WTI): 45.08 $ Gasoil: 390.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.8938 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölmärkte warten auf OPEC+ Entscheidung

Die DOE-Daten für die vergangene Woche konnten gestern weder im Hinblick auf die Bestandsentwicklung in den USA noch auf die Nachfrage wirklich überzeugen. Trotz des leichten Rückgangs der Rohölvorräte, der wohl hauptsächlich den umfangreichen Exporten geschuldet war, sanken die Gesamtölbestände der USA nicht.
Der Fokus liegt in dieser Woche klar auf der Angebotsseite. Sollten es die Produzenten der OPEC+ bei ihrer heutigen Sitzung nicht schaffen, sich auf eine Verlängerung der aktuellen Kürzungen über Dezember hinaus zu einigen, dürften die Preise an den Ölbörsen wieder nachgeben, denn „die Nachfrage wird mindestens für die nächsten Monate getroffen sein,“ so Tariq Zahir von Tyche Capital Advisors.
So lange eine Verlängerung der aktuellen OPEC+ Kürzungen nicht in trockenen Tüchern ist, behalten wir unsere leicht bearishe Einschätzung der fundamentalen Situation vorerst bei, zumal die positiven Impfstoffmeldungen mittlerweile vollständig eingepreist sein dürften. Bei den Inlandspreisen zeichnet sich angesichts des Preisanstiegs von Mittwochnachmittag weiterhin Aufwärtspotenzial zu gestern ab.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish

 


2. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 47.10 $ Crude (WTI): 44.21 $ Gasoil: 382.50 $ pro Tonne
Dollar: 0.8996 Rheinfracht: 24.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

Ölfutures weicher - OPEC+ Unsicherheit und API-Daten belasten

Am Ölmarkt wartet man weiterhin gespannt auf die Entscheidung der OPEC+ Allianz hinsichtlich der ursprünglich für Januar geplanten Produktionssteigerung. Nachdem sich die OPEC-Länder am Montag bei ihrer Generalversammlung noch nicht recht einigen konnten, ob und wenn ja, wie lange man die aktuellen Produktionseinschnitte verlängern sollte, blieb es relativ still, was Kommentare aus Kreisen der Organisation angeht.
Vor der OPEC+ Sitzung, die nun am Donnerstag stattfinden soll, blicken die Händler an den Ölbörsen zunächst einmal auf die USA. Dort sind heute Nachmittag die offiziellen Ölbestandsdaten für die vergangene Woche fällig. Der Bericht des US-Energieministeriums (DOE) wird auch Daten zur Nachfrage enthalten.
Heute Morgen notieren die Ölfutures noch etwas niedriger als zum Zeitpunkt des Settlements am Dienstag. Da der EUR/USD das gestrige Langzeithoch sogar noch etwas ausbauen konnte, deutet sich bei den Inlandspreisen immer noch Potenzial für Abschläge an.

Fundamental: neutral bis bearish      Chartanalyse: bearish

 


1. Dezember 2020

Rohöl/Barrel: Brent: 47.53 $ Crude (WTI): 45.01 $ Gasoil: 388.75 $ pro Tonne
Dollar: 0.9070 Rheinfracht: 23.00 CHF/to Notierungen zwischen 07.00 – 09:00 Uhr

OPEC+ Verhandlungen unterbrochen – Entscheidung erst Donnerstag

Mit Spannung blicken die Marktteilnehmer auch heute wieder in Richtung Wien, dem Hauptsitz der OPEC. Die Entscheidung über eine Verlängerung der Produktionskürzungen wird heute vermutlich nicht fallen, doch erhofft man sich Kommentare und Meinungen aus dem Dunstkreis der Gruppe, um die Wahrscheinlichkeit eines Konsens besser ausloten zu können.
Offenbar wird es wohl noch bis Donnerstag dauern, bis die große Runde der OPEC+ wieder zusammenkommt.
Auf Grund der Verzögerungen bei der Entscheidung der OPEC+ nehmen wir von fundamentaler Seite her nun einen leicht bearishen Standpunkt ein. Zwar wird noch immer mit einer Verlängerung der Kürzungen gerechnet, doch haben die letzten Tage die Spannungen innerhalb der Gruppe offenbart. Preislich hat sich in den Morgenstunden bisher nicht viel getan, sodass die Notierungen weiter im Bereich der Niveaus vom späten Nachmittag gestern liegen. Für das Inland deuten sich somit leichte Aufwärtspotenziale zum Vortag an.

Fundamental: neutral bis bearish     Chartanalyse: neutral bis bearish